Challenge Rimini

Der erste längere sportliche Einsatz sollte heuer bei der Challenge Rimini über die Mitteldistanz über die Bühne gehen. Zum Zeitpunkt der Anmeldung war aber noch nicht klar, dass dies auch gleich mit meinen/unseren Flitterwochen verknüpft werden wird 🙂
IMGP1989Die Tage davor waren wir erst noch am Gardasee und sind dann am Donnerstag vorm Rennen nach Rimini aufgebrochen. Unser Hotel lag gleich direkt neben RaceOffice, Wechselzone und Start/Ziel, was die Wege sehr kurz gehalten hat. Am Samstag war ich noch auf der Rennbesprechung, nachmittag bei strömenden Regen dann Rad eingecheckt und abends natürlich noch den ChampionsLeague-Sieg der Bayern im TV verfolgt. Mit diesen Eindrücken gings dann ins Bett. Start meiner Gruppe war für 9:30 Uhr angesetzt, so dass um 6:45 Uhr der Wecker klingelte und wir pünktlich um 7 Uhr beim Frühstück waren. Einzig der strömende Regen, der böige Wind und die Temperaturen von ca. 10 Grad waren nicht gerade gemütlich. Nach gutem Frühstück gings dann in die Wechselzone, das Rad aufwecken, die Rad- und Laufsachen bereit legen, sowie die Schwimmstrecke noch mal in Augenschein zu nehmen.

IMGP1998Dort wurde immer noch fleißig gearbeitet und der Wellengang ließ auch nichts gutes Verheißen. Vorallem für mich leidenschaftlicher Schwimmer. Dann kamen auch schon Durchsagen, dass der Schwimmstart örtlich verlegt wird, die Distanz aber gleich bleibt. Aus einer Strecke gegen den Uhrzeiger sollte nun wegen der Wellen/Strömung mit dem Uhrzeigersinn geschwommen werden. Es waren auch immer noch sehr viele Boote unterwegs, die mit den Bojen zu kämpfen hatten. Eigentlich hätten um 9 Uhr die Pro’s auf die Reise geschickt werden sollen, aber um 9:15 Uhr standen diese immer noch am Strand. Dann wurde die Strecke doch auch noch verkürzt und um 9:30 die erste Startwelle ins Meer geschickt. Ich war in der dritten Gruppe und um 9:50 Uhr, also mit 20 Minuten Verspätung durfte ich mich in die Fluten stürzen. Die ersten Meter wurde noch gewatet, dann gings mit schwimmen los. Das rausschwimmen ins Meer war sehr anspruchsvoll, da der Wellengang nicht gerade wenig war. Querschwimmen und wieder reinschwimmen mit der Strömung/Wellen war dann super. Aber leider war ich sowohl beim raus- als auch reinschwimmen nicht immer auf der Ideallinie unterwegs, so dass ich einige Meter zuviel geschwommen bin. Aber wenigstens war die Adria im Neo temperaturtechnisch ganz erträglich und auch der Regen hatte zwischenzeitlich aufgehört.

So gings dann in die Wechselzone, wo ich mir Thermosocken und eine Windjacke angezogen habe, meine „punky Paula“ geschnappt habe und mich auf die 90km machte. Dort warteten dann ca. 1.300HM, verteilt auf 3 schöne Anstiege. Teilweise erschwerte auch noch schlechter Asphalt das radeln, aber landschaftlich war die Strecke top. Ich fand einen guten Rythmus, konnte viele Mitstreiter überholen, wurde selber nur 3-4x überholt und fühlte mich durchaus wohl. Die Sonne kam auch mehr und mehr durch, trotzdem waren die Jacke und Socken sehr hilfreich. Nach knapp 3 Stunden war ich dann wieder in Rimini und freute mich auf den abschließenden Halbmarathon. In der Wechselzone noch kurz einen Toilettenstop eingelegt und schon ging’s los.

Im Gegensatz zur Radstrecke war die Laufstrecke komplett flach und die Temperaturen bewegten sich immer mehr Richtung 20 Grad. Auch beim Laufen fand ich schnell meinen Rythmus, wurde von Claudia immer sehr gut angefeuert und konnte auch hier weitere Plätze gut machen. Die ersten 10km lief ich in 40:49, die beiden weiteren 5km in knapp 22 Minuten so dass schlussendlich noch eine Sub 1:30 Halbmarathonzeit zu Stande kam.

Nach 4:57,55 Stunden lief ich dann ins Ziel ein. Die Zeit war gut für Gesamtplatz 90 bei den Männern und sogar 2 Profifrauen waren langsamer als ich.

IMGP2013

Insgesamt ein sehr schöner Wettkampf mit einer sehr anspruchsvollen Radstrecke und wenn die  Adria noch mitspielt eine super schöne Mitteldistanz. Mit meinem Ergebnis bin ich sehr zufrieden und hat riesig Spass gemacht, auch wenn ich merke, dass mir aufgrund Hochzeit, Junggesellenabschied etc. doch einige längere Trainingseinheiten fehlen.

Waging am See Triathlon – Landesliga

Sonntag, 05:30 Uhr der Wecker klingelt. Ach, wie habe ich das vermisst….! Der erste Triathlon der Saison steht an und mit dem Triathlon in Waging am See über die Sprintdistanz auch der erste Einsatz im Team des MTV Pfaffenhofens in der Landesliga überhaupt für mich. In den fachlich gut informierten Triathlonkreisen wird die Landesliga auch zärtlich als Hammelklasse bezeichnet.

Nach einem schnellen Frühstück, entspannter Anreise, kurzen Plausch mit den Teamkameraden vor Ort, Abholen der Startunterlagen und einrichten der Wechselzone stehe ich um 8:30 Uhr dann auch schon im Neo beim Einschwimmen. Und auch wenn der Waginger See der wärmste See Oberbayerns ist, konnte der das letzten Sonntag nicht unter beweis stellen. Nach 5 Minuten einschwimmen war ich froh, wieder an Land zu kommen. Bei wahrscheinlich irgendwas um die 15 Grad ist es auch mit Neo kein vergnügen ins Wasser zu müssen.

Um 8:40 Uhr erfolgte dann der Start zum 750m schwimmen. Ich fand im kalten Wasser keinen Rhythmus, fühlte mich nicht wohl und war froh, nach 14:34 Minuten wieder an Land zu sein. Der Wechsel verlief dann einigermaßen schnell, Rennrad geschnappt und ab auf die Radstrecke. Hier war Windschatten freigegeben, aber wenn man keinen hat, mit dem man im Windschatten fahren oder kreiseln kann, dann nützt einem das gar nichts. Und so überholte ich auf der Radstrecke noch drei Mitstreiter, die allesamt nicht dran bleiben konnte und war die 20km komplett alleine unterwegs. Hinter mir formierte sich der MTV-Express, kam aber nicht an mich heran. Nach 38:12 Minuten stellte ich mein Rad wieder in der Wechselzone ab, kurz hinter mir noch einige MTV-Kollegen.

Auf der Laufstrecke fühlte ich mich dann im Gegensatz zum Schwimmen und Radfahren gleich sehr wohl, konnte ein gutes Tempo laufen und auch bereits den einen oder anderen einsammeln. Die ersten 2km führten durch den Campingplatz über eine Werft weg vom See bevor es dann letzten 500m zum Wendepunkt eine ziemlich fiese Steigung hoch. Oben durch einen Bauernhof und dann wieder zurück Richtung Ziel. Auch hier konnte ich noch 3 Kollegen einsammeln und war nach 18:30 für die 5km schlussendlich mit einer Endzeit von 1:11,24 im Ziel. Dies war gut für Platz 42 bei den Landesliga-Startern. 

So weit hinten war ich in der Ergebnisliste schon lange nicht mehr platziert und obwohl der Wettkampf Spass gemacht hat, war es absolut kein guter von mir. Schon beim Schwimmen keinen Rythmus, Radfahren dann alleine auf dem Rennrad ohne Auflieget und auch die kühlen Temperaturen (zum Glück war es trocken) lagen mir überhaupt nicht. Somit gibt es bis Rimini noch bisschen was zu tun !

Andechs Trail

Wir Triathleten sehen uns ja als Multi-Sportler, da wir drei Sportarten im Wettkampf betreiben. Und oftmals schauen wir auch über den Tellerrand des Schwimmens, Radfahrens und Laufens hinaus und wagen uns an andere Wettbewerbe und Sportarten. Gut, am gestrigen Samstag ging es auch ums Laufen, aber der Untergrund war dann doch ein anderer als sonst.

Bereits zu Beginn des Jahres hatte ich mich für meinen ersten Trail-Lauf, den Trailrun Andechs angemeldet. Hier natürlich für den Expert-Trail über knapp 15km und ca. 285HM.

Allerdings hatte ich zum Zeitpunkt der Anmeldung nicht damit gerechnet, dass es Mitte April beim Start 5 Grad hat, es regnet, sehr windig und nebelig ist. Kurz gesagt, eigentlich nicht mein Wetter, aber für Trail-Running muss es anscheinend so sein. Zudem stellte sich mir noch die Frage, welche Schuhe ich denn hierfür anziehen soll? Nach einigem überlegen habe ich mich dann für meine Triathlon-Racing Schuhe angezogen, mit denen ich mich von 10km bis Marathon sehr wohl fühle. Na gut, um Punkt 10 Uhr gings los und abgesehen vom Wetter, war da meine Welt noch in Ordnung. In der Startaufstellung war ich vorne dabei und der erste Kilometer führte über einen befestigten Feldweg. Zwei Läufer konnten sich hier schon bisschen absetzten, anschl. waren wir ein Gruppe von ca. 1o Mann, die dahinter folgte. Ich konnte das angeschlagene Tempo gut mitgehen, fühlte mich wohl und war gut dabei. Nach ca. 1 Kilometer gings dann ab vom Feldweg und über eine Wiese in den Wald hinein. Schönes auf und ab, Trails, Feldwege, Wiese etc. bestimmten fortan das Bild. Einmal wurde es doch ziemlich knifflig für mich, als es für ca. 30 Meter steil nach unten ging und meine Schuhe nicht wirklich über ein Profil verfügen. Hier musste ich dann auch den Kontakt zu meiner Gruppe abreißen lassen und war dann bis Kilometer 5 alleine unterwegs. Kilometer 5 bis 6 war dann wieder Feldweg bevor es über eine Straße ging und wieder in den Wald.

Die nächste Herausforderung war dann die „Schlucht“. Hier ging’s wieder schön steil nach unten, meine Schuhe hatten immer noch kein Profil, unten über (in meinem Fall mit einem Fuss in den Bach) einen Bach und drüben wieder steil nach oben. Der Großteil verlief hier auch über Singletrails, bevor es dann aber auch wieder Abschnitte auf Forstwegen gab. Diese Abschnitte waren langweilig, aber durchaus herausfordernd, da es z.B. einmal für ca. 800m nur bergauf ging. Nichts destro trotz konnte ich hier immer mein Tempo laufen, wechselte mich mit einem Mitläufer immer wieder ab (er war bergab schneller, ich bergauf und auf der geraden Abschnitten), von hinten kam auch nichts, so dass ich mich bei Kilometer 14 schön langsam für das Ziel bereit machen wollte. Der Weg führte hier aus dem Wald heraus auf eine Wiese und die Fähnchen, welche zur Wegmarkierung ausgesteckt waren, lagen auf einmal nur unmotiviert rum und man konnte nicht erkennen, wo der Weg jetzt weitergehen soll. Eine Gruppe von ca. 4 Mitläufern, welche ca. 30-45 Sekunden Vorsprung auf mich hatten, standen auf einmal vor mir und bogen dann in den Wald ab. Ich + mein Mitläufer folgten. So kamen wir dann zwar wieder auf einen Trail und anschl. einen Weg, waren aber dann doch falsch. 3 drehten wieder um, ich und zwei andere liefen weiter, und kamen dann in Erling wieder raus und mussten dann wieder zum Kloster zurück. Schlussendlich sind wir wahrscheinlich ca 1,3 Kilometer zuviel gelaufen, was mich ca. 5-6 Minuten gekostet hat.

Nichts destro trotz lief ich dann mit 1:11,35 und auf Platz 31 ins Ziel ein. Zum Vergleich, die erste Frau war die gesamte Strecke deutlich hinter mir und war mit  1:05,28 im Ziel. Grundsätzlich bin ich mit meiner Leistung zufrieden, der Lauf hat auch, trotz der beiden Rutschpartien Spass gemacht, zeigt allerdings, dass ich mit Blick auf die Mitteldistanzen im läuferischen Bereich noch etwas arbeiten darf.

 

 

 

Alpen-Triathlon

Es sind zwischenzeitlich schon wieder 3 Wochen seit meinem letzten Triathlon-Wettkampf, dem Alpen-Triathlon vergangen. Das dritte Rennen innerhalb 4 Wochen sollte dann auch mein Triathlon-Saisonabschluss darstellen.

Bei super schönem Spätsommerwetter ging ich um 11:58 mit meinen Mitstreitern aus meiner Altersklasse auf die Strecke. Schwimmen verlief diesmal ganz gut und mit 27:34 bin ich ganz zufrieden. Die Radstrecke hat es wirklich in sich und nach anfänglich etwas schweren Beinen kam ich nach ca. 5 Kilometer in einen guten Tritt, konnte viele KollegInnen überholen und wurde selbst nur 1-2x überholt. Auch der Schlussanstieg zum Spitzingsattel ging locker von der Hand, so dass schlussendlich, mit beiden Wechselzeiten eine Radzeit von 1:25,09 stand. Der anschließende Lauf ist auch nicht gerade ohne. Der erste Kilometer nur steil bergab, der zweite Kilometer langgezogen bergauf und dann noch zweimal um den Spitzingsee mit schöner Kuhwiese. Als Ziel hatte ich hier eine Laufzeit von unter 40 ausgegeben. Dieses Ziel habe ich nicht geschafft, aber 41:18 waren dann noch für die Gesamt 23. Laufzeit gut.

Schlussendlich war ich mit 2:34,02 im Ziel was für Platz 9 in der AK und Platz 58 gesamt gereicht hat. Und über 7 Minuten schneller als 2010.

Anschließend noch nett und ausführlich mit den TeamkollegInnen und weiteren Bekannten geratscht, den super leckeren Kaiserschmarrn gegessen und noch die herrliche Sonne genossen. Nach einer lockeren Runde aufm Rad zurück zum Auto zum Schliersee gings dann heim nach München.

Insgesamt ein super Wettkampf, der richtig Spass gemacht hat und ein schöner Saisonabschluss. Jetzt freue ich mich auf  die Off-Season mit Schwimmen, Radfahren, Laufen etc. nach Lust und Laune und ohne Uhr oder Trainingsvorgaben.

Racebericht Ironman 70.3 Zell am See

In den letzten Tagen wurde ich häufiger gefragt, wie man zwei Wochen nach einer Langdistanz gleich wieder eine Mitteldistanz machen kann/mag. Nachdem aber Kopenhagen mein Ersatzrennen für Roth war und der Ironman 70.3 in Zell am See bereits zum Jahreswechsel als zweiter Saisonhöhepunkt ausgewählt worden war, gab es diese Terminballung.

Am Samstag haben Claudia und ich uns am vormittag auf den Weg nach Zell am See gemacht, welches wir nach einer nicht entspannten Autofahrt mit viel Stau und stockendem Verkehr noch rechtzeitig zum Abholen der Startunterlagen erreicht haben. Anschließend gings zu unserer Unterkunft, wo auch bereits Claudias Eltern warteten. Claudia machte sich dann mit Ihren Eltern auf zu einer Wanderung, während ich noch eine umgedrehte Koppeleinheit (20 Min Laufen, 50 Min Radfahren) absolvierte um meine Beine etwas zu lockern und klar zu machen, dass morgen noch ein Rennen ansteht. Abends noch gut gemeinsam Essen gewesen und die Daumen gedrückt, dass das Wetter (Sonne/Wolken-Mix bei 25 Grad) so bleiben wird.

Tja, in der Nacht gingen dann schon die ersten heftigeren Regenschauer nieder, welche sich aber bis zum Start um 10 Uhr – mal eine sehr christliche Zeit – eine Pause gönnten. Ich war gleich in der ersten Startwelle um 10 Uhr dran und pünktlich ging es mit ca. 700 weiteren Mitstreitern/innen auf die 1,9 km lange Schwimmstrecke. 950 m raus auf den See, links Kurve um eine Boje, 250 m schräg zurück, ein weiterer links Knick um eine Boje und 700 m zurück zum Strandbad. Die ersten 200m waren dicht gedrängt, aber das Verprügeln hielt sich überraschenderweise in Grenzen bzw. war bei mir gar nicht gegeben. Anschließend war das Schwimmen wieder recht ereignislos und nach 34:48 Minuten hatte ich wieder festen Boden unter den Füßen. Die Schwimmzeit war für Platz 129 in meiner AK und Platz 669 Gesamt gut 🙂

Der anschließende Wechsel hätte noch bisschen schneller sein können, aber die Wechselzone war auch recht lang, so dass die 4:56 Min gerade noch so gehen. Die Radstrecke gestaltete sich dann als 2-Runden-Strecke mit jeweils ca. 350 HM. Somit gabs auf der ganzen Strecke eigentlich keine Schwierigkeit, wenn nicht nach einigen Minuten teilweise recht heftiger Regen eingesetzt hätte, der die an manchen Stellen recht winkelige Radstrecke dann doch gefährlich machte. Aber mit etwas Rücksicht an den Wendepunkten und Kurven vergingen die 90km wie im Flug und die 2:16,55 entsprechen einem 39,44er Schnitt und sind gerade mal 10 Min langsamer als die Profis. Ich fühlte mich die ganze Radstrecke über sehr wohl, konnte gut Druck machen und hatte wirklich gute Beine. Einzig die Zehen und Hände waren zum Schluss schon ganz schön klamm, was das Anziehen der Kompri-Socken in T2 nicht einfacher gemacht haben. Die Radzeit war Platz 16 in der AK, Platz 111 Gesamt.

Nach doch recht langen 5:03 Minuten in T2 gings auf die Laufstrecke, wo auch meine Supporter (Claudia und ihre Eltern) schon warteten und mich weiter anfeuerten. Nach einem kurzen Stück ins Stadtzentrum nach Zell am See, waren dort drei Runden zu laufen. Die ersten 5km bin ich mal wieder zu schnell angegangen (18:50), fühlte mich aber recht gut und auch die Muskulatur in den Beinen spielte noch gut mit. Leider konnte ich das Tempo auf den restlichen 15km nicht ganz halten und die letzten 5km wurden dann richtig hart. Meine Oberschenkel teilten mir bei jedem Schritt mit „wir haben erst vor 2 Wochen eine Langdistanz absolviert“ 🙂 Trotzdem wurde es noch eine 1:29,48 was für Platz 18 in meiner AK und Platz 92 Gesamt gut war.

Insgesamt lief ich nach 4:31,24 durchs Ziel und war froh, dort eine Wärmefolie und auch was warmes zum Essen zu bekommen. Schlussendlich wurde es Platz 25 in meiner AK und Platz 138 Gesamt.

Der Wettkampf hat richtig Spass gemacht und mir wieder gezeigt, dass die Mitteldistanz meine Distanz ist. Hier werde ich mich 2013 weiter austoben 🙂

Die Organisation, das After-Race-Buffet, die Zuschauer am Streckenrand, die Landschaft etc. ist wirklich super klasse gewesen. Einzig die Windschattenproblematik ist wirklich riesig groß. Die Startgruppen sind m.E. zu groß und die Radstrecke viel zu einfach. Und wenn dann noch Kampfrichter 5 Minuten neben einem Pulk von 10 Tria’s herfahren, ohne was zu sagen, ohne Karten zu verteilen, ohne die Gruppe anzuhalten, dann macht das wenig Spass!

Race-Bericht Kopenhagen

Mittlerweile sind schon wieder mehr als 1 1/2 Wochen seit der Challenge Kopenhagen, meiner (Ersatz-)Langdistanz in diesem Jahr.

Nach meinem Mißgeschick vor Roth, war mit Kopenhagen schnell ein Ersatzrennen gefunden. Die 5 Wochen zwischen Roth und Kopenhagen wurden weiter sinnvoll mit Training genutzt, so dass ich mit der Zielsetzung, eine neue persönliche Bestzeit über die Langdistanz zu erzielen, nach Kopenhagen gefahren bin. Das hierfür immer alles zusammen passen muss, versteht sich von selbst.

Und hier beginnt auch schon die Analyse, vor dem eigentlichen Rennbericht. Eine noch äußerst arbeitsreiche und intensive Arbeitswoche vor einer LD passt nicht ganz so gut. Eine 12-stündige Autofahrt am Freitag vor dem Rennen ist auch nicht unbedingt empfehlenswert und wenn dann am Samstag nachmittag, eine Stunde vor dem geplanten Bike-Check in noch der Hinterreifen einen Platten bekommt, wird man doch schon nervös. Dies soll absolut nicht als Ausrede dienen, aber wie geschrieben, bei einer Langdistanz muss alles passen.

Aber zurück zum Rennen. Schwimmstart erfolgte für mich um 7:15 Uhr, das Wasser war mit 19,5 Grad angenehm temperiert, die Startgruppe auch überschaubar gr0ß, so dass bis zur ersten Boje nach ca. 100 Meter das Gedränge übersichtlich blieb. Ansonsten war Schwimmen ereignislos, ich fühlte mich gut, hatte keinerlei schwerer Beine, Krampfansätze etc. So entstieg ich nach 1:13 den Fluten der Ostsee und nach einem nicht allzu schnellen Wechsel gings ab aufs Rad.

Die ersten drei Kilometer liefen recht flüssig, als ich plötzlich ein schwammiges Fahrgefühl hatte und zu meinem Entsetzen feststellen musste, dass ich hinten wieder einen Platten hatte…wtf! Also rechts ran, Rad raus, Reifen runter, Schlauch raus, neuen Schlauch rein, Reifen wieder drauf und dann mit meiner kleinen Handpumpe gepumpt wie ein Blöder. Recht viel ging hier nicht weiter, so dass ich einen Zuschauer in kompletter Fahrradmontur am Straßenrand stehend fragte, ob er eine bessere Handpumpe dabei hat. Dies hat er verneint, meinte aber dass er im Hotel auf der anderen Straßenseite eine Standpumpe hätte. Also kurz rüber gelaufen, Reifen aufgepumpt und ich setzte meine Fahrt angesäuert, wütend, grantig…fort.

Nach weiteren drei Kilometer das nächste mal das schwammige Gefühl und ich konnte es nicht fassen, den nächsten Platten. Diesmal links ran, Helm ab und mich sowas von geärgert und enttäuscht gewesen…! Ein Däne hat mir dann nach meiner Erklärung, warum es nicht mehr weitergeht – ich hatte nur einen Ersatzschlauch dabei – sein Handy geliehen, so dass ich Claudia mit der Bitte mich abzuholen, anrufen konnte, was ich dann auch gemacht hatte. Ansch. kam noch ein weiterer junge Däne, mit Rennrad vorbei und hat mir einen Ersatzschlauch angeboten. Aber leider war hier das Ventil für meine Aero-Felge zu kurz. Nach etwas überlegen, hat er mir dann sein komplettes Hinterrad, im Tausch gegen meines angeboten. Nach kurzem Geplänkel, wie wir das dann mit den Re-Tausch hinbekommen, haben wir Hinterräder getauscht und ich konnte mein Rennen weiter fortsetzen.

Mit noch mehr Wut, Adrenalin und was weiß ich im Bauch, machte ich mich auf die Aufholjagd. Die Radstrecke ist ziemlich wellig und windanfällig, aber sehr interessant und schön zu fahren. Nur bin ich dann die erste Radrunde viel zu schnell angegangen, so dass ich bei Kilometer 90 eigentlich schon fast fertig war 🙂 Aber es galt noch die zweite Runde zu absolvieren, der Wind hatte nochmal merklich zugelegt, bevor ich mich Richtung T2 auf den Weg machte und meine Laufschuhe auspacken durfte.

Im abschließenden Marathon gings dann 4x am Meer/Nyhaven entlang Richtung Norden u.a. an der kleinen Meerjungfrau vorbei und dann wieder zurück. Die erste Runde lief noch sehr gut, Runde zwei und drei waren bei 25 Grad einfach nur heiß, die vierte Runde fiel mir dann wieder leichter. Hier bin ich mit meiner 3:32 doch zufrieden, nachdem ich auf der Radstrecke doch einige Körner habe liegen lassen.

Im Zieleinlauf konnte ich mich dann noch mit Claudia abklatschen und freute mich, nach 10:24,10 als Gesamt 254 und 44 in meiner AK die Ziellinie zu überlaufen.

Insgesamt bin ich mit dem Rennen, unter den o.g. Umständen äußerst zufrieden und hat auch richtig Spass gemacht. Die Orga, die Strecke und vor allem die Zuschauer sind große Klasse. Nichts desto trotz habe ich für mich aber festgelegt, 2013 mal wieder eine Langdistanz-Pause zu machen

 

Challenge Kopenhagen

Eigentlich sollte an dieser Stelle längst mein Race-Bericht von der Challenge Roth stehen, idealweise mit einer Sub 9:29 als Endzeit. Dies war mein großes Ziel für das Triathlonjahr 2012 und mein Saisonhöhepunkt für die erste Saisonhälfte. Die Vorbereitung lief sehr gut und in der ersten von zwei Tapering-Wochen merkte ich auch, wie die Trainingsmüdigkeit langsam aber sicher aus meinen Beinen kroch. Ich hatte für ein Roth ein sehr sehr gutes Gefühl.

Wie schnell es aber dann manchmal gehen kann, merkte ich am Freitag, eine Woche vor dem Rennen. Direkt von der Arbeit bin ich mit einigen Kollegen nach Neuperlach Süd zur Rentenverabschiedung des Regionalgeschäftsführers der Region Südbayern gefahren, um dort mit ihm und den KollegInnen seinen verdienten Ruhestand zu feiern. Bei Temperaturen um die 30 Grad, im Festzelt wahrscheinlich noch deutlich höher, hatte ich den Tag über gut getrunken, auf der Feier gut gegessen und alkoholtechnisch 1 Glas Prosecco und ein 0,4l Bier getrunken. Gegen halb acht abends bin ich auf Toilette und dort ist mir dann der Kreislauf weggesackt und ich gleich mit. Die Wand war dann stärker als mein Hinterkopf und die Platzwunde musste mit 5 Stichen im Harlachinger Krankenhaus genäht werden. Viel schlimmer als das war aber die Ansage, 10 Tage keinen Sport, da die Wunde nicht naß werden sollte…… Meine Gefühlswelt kann man sich vorstellen 😉

Nichts desto trotz wollte ich den ganzen Trainingsaufwand nicht einfach so vergeuden und habe mich, nach Abstimmung mit Claudia, dann für die Challenge Kopenhagen am 12.08. angemeldet. Verbunden mit einem Kurzurlaub lautet nun in Kopenhagen die Zielsetzung, eine neue persönliche Bestzeit über die Ironman-Distanz.

Lienz

Wahnsinn wie die Zeit rennt. Jetzt ist es schon wieder über eine Woche her, dass ich im schönen Lienz in Osttirol ein 4-tägiges Kurztrainingslager mit abschließender Radrennteilnahme eingelegt habe.

Los gings am letzten Feiertag-Donnerstag und ich machte mich gegen 11 Uhr auf nach Lienz. Das Wetter war mit 27 Grad und Sonnenschein klasse und die Beine nach 3 Ruhetage nach dem Steinbeger See Triathlon auch wieder einigermaßen regeneriert. Gegen 14 Uhr bin ich dann im Hotel Haidenhof angekommen, eingecheckt, Gepäck aufs Zimmer gebracht, Laufklamotten angezogen und mich gleich auf den Weg zu einem langen Lauf gemacht. Angedacht waren 30km – 15km an der Isel entlang hoch, Wendepunkt und wieder zurück. Die ersten 15km liefen auch wirklich super und mein Tempo pendelte bei 4:15 – 4:30 pro Kilometer. Nachm Wendepunkt hatte ich dann gleich mal schön Gegenwind, aber da die Strecke jetzt leicht abschüssig ist, gings die ersten Kilometer auch noch recht gut. Blöderweise bzw. idiotischerweise hatte ich nur ein Fläschen flüssige Kohlenhydrate und sonst nix zu trinken dabei. So merkte ich bei jedem Schritt, wie mein Akku immer leerer und leerer wurde. Bei Kilometer 25 km noch ein Brunnen, aber der hat auch nix mehr geholfen und bei Kilometer 28 hat es mir so den Stecker gezogen, dass die letzten beiden Kilometer nur noch im lockeren Trab-Geh-Tempo gingen und ich mich im Hotel erstmal hinlegen musste 🙂

Zwischenzeitlich kamen dann auch die Mitstreiter für Sonntag, für die Dolomitenrundfahrt – Andy, Tom und Peter. sowie die Eltern von Andy+Tom und die Frauen von Andy und Peter. Beim gemeinsamen 5-Gänge-Abendessen konnte ich meine Speicher wieder auffüllen und das selbstgebraute Bier vom Haidenhof hat sehr zur Regeneration beigetragen.

Für Freitag war bis nachmittag stabiles und trockenes Wetter angesagt und so machte ich mich gleich gegen  9 Uhr auf zu Runde über den Stallersattel. Eine sehr schöne Tour, mit wenig Verkehr (auch auf der Bundesstraße in Italien) und trotz dem 30er vom Vortag hatte ich wirklich gute Beine und konnte die Tour (lt. GPS 150km) klasse durchziehen. Im Hotel schnell umgezogen und noch 38 Minuten locker hinten drauf gelaufen. Ich wusste ja, dass wieder ein 5-Gänge-Abendessen wartet 😉

Am Samstag war das Wetter nicht ganz so prickelnd, graue Wolken, leichter Nieselregen, Temperaturen von ca. 17 Grad. Trotzdem wollte ich meine Beine für das Rennen am Sonntag noch etwas anschwitzen und bin dann einen Teil der Radstrecke gefahren, allerings in Kötschach links nach Hermagor abgebogen und von dort wieder zurück nach Lienz. Abgesehen von zwei etwas heftigeren Regenschauern eine schöne Tour mit 130km. Abends gings diesmal zum Carboloading in die Pizzeria und anschl. wurde noch Deutschland-Portugal angeschaut und leidenschaftlich mitgefiebert.

Sonntag, 7:30 Uhr, Raceday, der Wecker klingelt. Ein Blick aus dem Fenster, Nieselregen, 14 Grad, tiefhängende dunkle Wolken, nicht gerade das was ich mir unter perfekten Bedingungen für ein Radrennen vorstelle. Aber was solls….. ausgiebig gefrühstückt, zum Start gerollt und pünktlich um 9:30 Uhr gings dann auch los. Auf den ersten Kilometern treffe ich auch gleich Kai. Wir ratschen kurz, bis zwei Italiener einen Zug aufmachen und ich mich dranhänge. Kurz vor dem ersten Berg gibt es einen Regenschauer, so was habe ich noch nicht wirklich erlebt. Kurz versucht, meine Regenjacke im fahren anzuziehen, no chance, also den ersten Berg im naßen hoch. Oben für die Abfahrt kurz angehalten, die Jacke angezogen und weiter gings. Bereits am ersten Berg habe ich gemerkt, dass meine Beine nicht wirklich frisch sind und das merke ich später, vor allem am langgezogenen Anstieg zum Katitschersattel, als mich einen Fahrerin wie einen Schulbuben stehen lässt und ich nichts entgegenzusetzen habe. Für die Rückfahrt nach Lienz hatte ich die Hoffnung auf eine starke Gruppe, aber schlussendlich lief es auf mich und ein Mädel raus, die bereits mit Schürfwunden lädiert bei mir im Windschatten hing und deutlich sagte, dass sie nicht vorne im Wind fahren würde. Gut, in Roth muss 180km im Wind fahren, aber für eine Zeitenverbesserung gegenüber der letzten beiden Jahren ist eine Solofahrt natürlich kontraproduktiv. Trotzdem mobilisiere ich meine letzten Kraftreserven, der Tacho fällt nie unter 40km/h und schlussendlich bin ich mit 3:38 im Ziel.

Tom kommt dann auch kurze Zeit später mit ca. 4:05 und Andy mit ca. 4:12, während Peter bereits nach dem ersten Regenschauer beschlossen hat, dass Rennradfahren im Regen keinen Spass macht und ist zurück ins Hotel 😉

Insgesamt wieder mal ein sehr schönes verlängertes Wochenende und ich hoffe, in Roth merke ich auch was vom Trainingseffekt!

Steinberger See Triathlon

Bereits zum Jahreswechsel 2011/12 ist die Entscheidung gefallen, wie im Jahr 2009, dem Jahr meiner letzten Langdistanz, auch diesmal den Steinberger See Triathlon als Mitteldistanz-Vorbereitung in den Rennkalender mit aufzunehmen.

Nach einem trainingsintensiven Pfingstwochenende und geplagt von herumfliegenden Pollen, habe ich die letzte Woche das Training etwas reduziert, aber bewußt auf eine kurze Taperphase gesetzt. Zumal der Wettkampf nur zur Formüberprüfung dienen sollte und Zeit sowie Platzierung nicht ganz so wichtig waren.

Sonntag und um 5:22 Uhr klingelt der Wecker. Nicht schön, aber was solls, habe ich mir ja selbst und ohne externen Einfluss so ausgesucht. Schnell was gefrühstückt, Tasche gepackt und ab ins neue Auto. Die Anfahrt eben im neuen Auto war dann sehr entspannt, pünklich angekommen, Raceunterlagen gehalt, Rad hergerichtet, Wechselbeutel gepackt und in die Wechselzone eingecheckt. Zumindest diese Abläufe habe ich noch nicht verlernt. Dazwischen gabs auch noch einen kurzen Plausch mit Nicole, die über die Oly-Distanz am Start war und mit über 10 Minuten Vorsprung das Rennen auch gewann. Herzliche Gratulation.

Und um 9.20 Uhr sollte dann pünktlich der Startschuss erfolgen. Aufs Schwimmen war ich sehr gespannt, da es das erste mal 2012 im Neo und im Freiwasser sein sollte. Bis auf einiges an hin-und-herr-gekreuze verlief das Schwimmen recht ereignislos, ich konnte locker durchpaddeln, einzig der Biss/Ehrgeiz fehlte mir hier bereits. Nach handgestoppten 38 Minuten für 2km kam ich aus dem Steinberger See. Rein in die Wechselzone, Neo runter, Helm auf und ab auf die Radstrecke. Wechsel verlief okay, nur die Grashalme der abgemähten Wechselzonen-Wiese hatte ich überall.

Auf den ersten Kilometern der Radstrecke (2x36km) konnte ich gleich ein paar Mitstreiter überholen, merkte aber, dass meine Beine alles andere als auf Radmodus eingestellt waren. So fielen mir die 72km wirklich schwer und ich konnte nicht wirklich Druck machen. Trotzdem passt die Zeit einigermaßen und ich wurde auch nicht wirklich oft überholt, konnte dafür aber den einen oder anderen Platz noch gut machen.

Auch der zweite Wechsel verlief ganz gut und zeitgleich mit der dahin führenden Frau begab ich mich auf die Laufstrecke (4x5km). Den ersten Kilometer lief ich noch im Windschatten der führenden Dame, überholte dann aber und konnte auch ganz gut ein gleichmäßig hohes Tempo laufen. Das Laufen ging dann auch super von der Hand. Ich wurde kein einziges Mal überholt, sammelte aber viele Konkurrenten ein und konnte das Tempo auch die kompletten 20km über halten. Nach 1:20,43 fürs Laufen kam ich mit der Gesamtzeit von 4:02,36 Stunden ins Ziel. Dies war für Gesamtplatz 31 und Platz 3 in meiner AK gut.

Ein Stockerlplatz zum Auftakt kann sich doch sehen lassen 🙂

Generalprobe

Nach fast 5 Monaten Vorbereitungszeit auf die Challenge Roth erfolgt morgen mit dem Steinberger See Triathlon mein Saisonsauftakt in die Triathlon-Saison und auch gleichzeitig die Generalprobe für Roth.

Es geht über eine etwas abgespeckte Mitteldistanz mit 2 – 70 – 20. Schwimmen wird aller voraussicht nach noch nicht berauschend sein, auch wenn ich die letzten Wochen immer regelmäßig beim Schwimmtraining war. Radfahren sollte, nachdem die Strecke nur mit ca. 500 HM ausgewiesen ist, recht schnell werden. Zumal ich meine Radform derzeit schon als ganz gut einschätze. Laufen ist noch etwas die Wundertüte. Grundsätzlich habe ich viel gemacht sowohl Distanz, Kraft als auch schon einige Tempoeinheiten, hier fehlt mir aber immer noch die Leichtigkeit.

Nichts desto trotz werde ich das Rennen morgen nicht allzu abwartend angehen, sondern versuchen, bei allen drei Disziplinen gut Tempo zu machen und zu schauen, wie weit der Akku reicht.

Ich hoffe, dass die Pollen, mit denen ich die letzten Tage recht heftig zu kämpfen hatten, morgen eine kurze Pause einlegen und mich in Ruhe lassen.

Trainingslager

Nach einem Jahr Pause gings heuer mal wieder in ein Trainingslager. Anstatt bereits Ende März die ersten Radkilometer in kurz/kurz auf einer Kanareninsel zu absolvieren, stand heuer das Trainingslager erst Anfang Mai aufm Plan. Schwerpunkt sollte auf Rad liegen. Als Ort haben wir uns dann die Toskana ausgesucht, zumal Claudia hier tagsüber einen Sprachkurs belegen konnte.

So gings am Sonntag nach Ingolstadt Halbmarathon los und nach entspannter Fahrt sind wir abends angekommen, haben den Schlüssel für unsere Ferienwohnung bekommen und ich habe dann auch gleich noch für 1 1/2 Stunden (42km) meine Beine locker gefahren.

Montag stand dann die erste längere, flache  Ausfahrt an der Küste entlang an. Über Cecina gings nach San Vincenzo und mit einigen Abstechern ins Hinterland wieder zurück. War’s zu beginn noch warm und trocken, hat es mich dann die letzte Stunde noch richtig mit einem Regenschauer erwischt, so dass ich nach 116 km klatschnass wieder in der FeWo war.

Dienstag, 01.05. war auch in Italien Feiertag, so dass Claudia keinen Sprachkurs hatte. Also habe ich spontan meinen Ruhetag eingelegt und wir haben uns dann Pisa und Lucca angeschaut.

Mittwoch und Donnerstag war ich dann etwas im hügeligen Hinterland der Toskana unterwegs. Wenig Verkehr, landschaftlich schöne Strecken, viel auf und ab und auch gut asphaltierte Straßen, so macht Radfahren Spass. Auch das Wetter wurde mit Sonnenschein und 23 Grad besser, alleinig der Wind hat so manchen Kilometer dann doch noch weiter anspruchsvoll gemacht. Mittwoch saß ich 128km, Donnerstag 132km im Sattel. Mittwoch war ich dann auch noch knapp 50 Minuten beim Laufen, wobei die ausgeguckte Strecke ein richtiger Berglauf war 😉

Einige Vereinskollegen des MTV Pfaffenhofen Triathlons waren zufällig auch zu der Zeit im nahegelegene Cecina im Trainingslager und so sind wir dann am Freitag eine gemeinsame Tour gefahren. Hier standen schlussendlich 165km auf meinem Tacho und Abends waren wir dann noch gemeinsam beim Essen.

Am Samstag stand dann meine „Abschiedstour“ aufm Plan und die führte mich über 97km in den etwas nördlichen Bereich von unserer Unterkunft aus gesehen.

Insgesamt waren es somit 6 Radheinheiten mit gesamt 680 km sowie eine Laufeinheit. Das Wetter hat gepasst und die Toskana ist zum Rennradfahren wirklich nur zu empfehlen. Ob und wie sich das Trainingslager auszahlen wird, wird sich noch zeigen 😉

Halbmarathon Ingolstadt

Samstag abend, 17 Uhr und es hat immer noch 30 Grad. Zudem weht ein recht ordentlicher Wind, der aber bei diesen Temperaturen keinerlei Abkühlung bringt. Keine guten Voraussetzungen, um beim Halbmarathon in Ingolstadt einen sehr schnelle Zeit zu laufen.

Trotzdem reihe ich mich in der Startaufstellung ziemlich weit vorne ein und der erste Kilometer geht mit 3:39 Minuten mal wieder heftig ab. Danach reguliert sich das Tempo und  nach einer Runde durch die Innenstadt (vorbei an meinen „Fans“), gehts diesmal gen Osten Richtung Autobahn. Hier blässt einem der Wind regelrecht ins Gesicht und bremst zusätzlich. Ca. 20 Meter vor mit laufen zwei Läuferkollegen und ich versuche, einen kurzen Zwischensprint einzulegen, aufzuschließen und dann im Windschatten mitzulaufen. Aber trotz Tempoverschärfung komme ich einfach nicht ran, so dass ich die nächsten Kilometer alleine im Wind laufe.

Um den Wendepunkt rum, jetzt Rückenwind, gehts zurück in die Innenstadt und von dort aus weiter Richtung Westen. Auch hier bin ich größtenteils alleine auf weiter Flur. Zwei Läufer ca. 100 m vor mir, hinter mir höre ich auch weit und breit niemanden. So ist es schon eine Anstrengung, das Tempo bei diesen Temperaturen weiter hoch zu halten und nicht einen alleinigen Trott zu verfallen. Aufm Rückweg in die Innenstadt, bei Kilometer 17 merke ich die Trainingseinheiten der Tage davor und werde nochmal von zwei Läufern überholt. Obwohl Kopf und Ausdauer befehlen „da bleiben wir dran“, sagen die Beine „nein, das machen wir nicht“ und so gehts nochmal durch die Innenstadt und dann Richtung Ziel.

Dies erreiche ich schlussendlich nach 1:24,52, was für Gesamtplatz 19 und AK-Platz 6 gut war. Die Zeit hätte ich mir schon besser gewünscht, aber aus dem Training raus sowie bei diesen Temperaturen passt dies auch.

Hier noch ein kurzes Video vom Halbmarathon, leider sieht man mich nicht!

Nach einem abschließendem Carbo-Loading im Biergarten gings wieder zurück nach München und am Sonntag dann für eine Woche in die Toskana – TRAININGSLAGER (Bericht folgt).

Add some speed II – HM Ingolstadt

Fast schon traditionell geht es Ende April/Anfang Mai für mich zum Halbmarathon Ingolstadt. So auch heute Abend (Start 17 Uhr) und es ist meine 10. Teilnahme dann.

Die letzten Wochen waren von Training, auch wenn das Wetter nicht immer mitgespielt hat, geprägt und auch die letzten Tage, habe ich durchaus noch die eine oder andere knackige Trainingseinheit absolviert. Ich bin gespannt, wie meine Beine das weggesteckt haben und wie es heute abend dann laufen wird.

Meine Zeit aus 2010 werde ich wohl nicht knacken können, aber so in Richtung 1:20 würde ich dann schon gerne laufen. Allerdings haben die Veranstalter heuer den Kurs komplett umgebaut. Also auch das wird eine Überraschung werden.

Ich bin gespannt……

 

Add some Speed – Westparklauf

Noch 119 Tage bis zum Race-Day bei der Challenge Roth. Der Trainingsfokus liegt immer noch auf der Grundlagenausdauer und das Wetter hat in den letzten Tagen bereits mitgespielt, so dass ich die ersten Rennradeinheiten an der frischen Luft bestreiten konnte.

Nichts desto trotz darf die Geschwindigkeit bzw. das Tempotraining nicht komplett vernachlässigt werden und so war ich heute früh beim Westparklauf über 10km am Start. Das Wetter war mit leichtem Nieselregen und ca. 2 Grad nicht gerade einladend, dass Bett um 7:30 Uhr zu verlassen, aber was solls….angemeldet ist angemeldet.

Startnummernausgabe sehr gut organisiert, bisschen warmlaufen und dann gehts um 9:45 Uhr auf die Strecke. Diese erstreckt sich über 2 Runden á 5 Kilometer und ist durchaus hügelig. So ist z.B. die Brücke über den Mittleren Ring 4x zu laufen. Gleich vom Start weg gehts in einem Affentempo los und ich lasse mich mal wieder mitreißen. Bereits nach 3 Kilometer merke ich meinen 15km-Hügel-Lauf vom Freitag abend und die gestrigen 95km aufm Rad. Also bisschen Tempo raus und leicht über Wohlfühltempo, ein Reiz muss ja doch gesetzt werden, gehts weiter. Bei Kilometer 6 werde ich von drei Läufern eingesammelt, versuche dran zu bleiben, aber bei Kilometer 8 muss ich sie dann doch ziehen lassen.

Schlussendlich laufe ich mit 37:31 Minuten ins Ziel und dies ist für Gesamtplatz 23 (von 329) und Platz 4 in meiner AK.

Somit keine persönliche Bestzeit über die 10km, die liegt 37:30  und auch die Erkenntnis, dass mir derzeit etwas die „Leichtigkeit des Laufens“ fehlt und ich mir die Zeiten hart erarbeiten muss. Aber bis Roth sind es noch 119 Tage und ich hoffe, dass bereits beim nächsten Rennen, diese Leichtigkeit wieder zurück gekommen ist.

Winterlauf

Noch 140 Tage bis zum Race Day bei der Challenge Roth und das Training hat umfangstechnisch schon angezogen. Der Schwerpunkt liegt, natürlich bei der Jahreszeit, auf Umfang – sowohl beim Laufen als auch beim Schwimmen. Radfahren findet immer noch nur Indoor statt.

Aber man soll den Körper nicht zu sehr an gewisse Trainingsabläufe gewöhnen, sondern immer wieder mal neue Reize einbauen. Tempotraining kann so ein Reiz sein. Und nachdem man Tempotraining sehr gut in einen Wettkampf integrieren kann, hatte ich mich bereits letzten Sonntag für heute für den letzen Lauf der Winterlaufserie München, eine Lauf über 20km angemeldet.

Heute morgen, Sonntag, 8:15 Uhr der Wecker klingelt. Es regnet, ist windig und auch das gestrige Schwimmtraining mit Kai steckt mir noch in den Knochen. Ich habe überhaupt keine Lust aufzustehen, geschweige denn 20km im Affentempo zu rennen. Spontan würden mir auch mindestens 27 Alternativen einfallen, wofür ich für 26 davon nicht mal das Bett verlassen müsste, aber es hilft ja nix. Nach der ersten Tasse Kaffee und einer Schüssel Müsli ist der innere Schweinehund etwas milder gestimmt. Zudem muss ich bis zur Abfahrt noch dreimal mein WC aufsuchen und auch nach einem weiteren WC-Besuch am Oly-Park bleibt ein Bauchgrummeln zurück. Hmmm, mal sehen was das bringt….!

Pünktlich um 11 Uhr ertönt der Startschuss und die Meute hetzt wie blöd los. Ich natürlich mittendrin. Nach Kilometer 2 entzerrt sich das Feld etwas. Die 10km-Läufer-Asse ziehen davon. Leider finde ich keinen geeigneten Mitstreiter oder Gruppe, so dass ich die restlichen 18km alleine laufen muss. Vor allem auf der Gegengerade am See herrscht heftiger Gegenwind, der richtig Körner kostet. Die ersten 5 Kilometer waren dann auch recht schnell, dieses Tempo konnte ich auf den drei weiteren Runden nicht mehr halten. Aufgrund meines Bauchgrummelns habe ich dann auch auf ein angedachtes Gel nach 10 Kilometer verzichtet.

Schlussendlich lief ich mit 1:18,45 durchs Ziel (Rundenzeiten: 18:44 – 19:39 – 20:08 – 20:09) was für Platz 15 Gesamt und Platz 5 in der AK gut war.

Insgesamt eine sehr harte und intensive Trainingseinheit, welche gezeigt hat, dass die Grundlagenausdauer schon ganz gut vorhanden ist, aber Kraftausdauer und Schnelligkeit noch weiter ausgebaut werden müssen. Mal schauen, ob ich am 11.03. beim Westparklauf die nächste Tempoeinheit einbaue!