Trainingslager

Mai 13th, 2012

Nach einem Jahr Pause gings heuer mal wieder in ein Trainingslager. Anstatt bereits Ende März die ersten Radkilometer in kurz/kurz auf einer Kanareninsel zu absolvieren, stand heuer das Trainingslager erst Anfang Mai aufm Plan. Schwerpunkt sollte auf Rad liegen. Als Ort haben wir uns dann die Toskana ausgesucht, zumal Claudia hier tagsüber einen Sprachkurs belegen konnte.

So gings am Sonntag nach Ingolstadt Halbmarathon los und nach entspannter Fahrt sind wir abends angekommen, haben den Schlüssel für unsere Ferienwohnung bekommen und ich habe dann auch gleich noch für 1 1/2 Stunden (42km) meine Beine locker gefahren.

Montag stand dann die erste längere, flache  Ausfahrt an der Küste entlang an. Über Cecina gings nach San Vincenzo und mit einigen Abstechern ins Hinterland wieder zurück. War’s zu beginn noch warm und trocken, hat es mich dann die letzte Stunde noch richtig mit einem Regenschauer erwischt, so dass ich nach 116 km klatschnass wieder in der FeWo war.

Dienstag, 01.05. war auch in Italien Feiertag, so dass Claudia keinen Sprachkurs hatte. Also habe ich spontan meinen Ruhetag eingelegt und wir haben uns dann Pisa und Lucca angeschaut.

Mittwoch und Donnerstag war ich dann etwas im hügeligen Hinterland der Toskana unterwegs. Wenig Verkehr, landschaftlich schöne Strecken, viel auf und ab und auch gut asphaltierte Straßen, so macht Radfahren Spass. Auch das Wetter wurde mit Sonnenschein und 23 Grad besser, alleinig der Wind hat so manchen Kilometer dann doch noch weiter anspruchsvoll gemacht. Mittwoch saß ich 128km, Donnerstag 132km im Sattel. Mittwoch war ich dann auch noch knapp 50 Minuten beim Laufen, wobei die ausgeguckte Strecke ein richtiger Berglauf war ;-)

Einige Vereinskollegen des MTV Pfaffenhofen Triathlons waren zufällig auch zu der Zeit im nahegelegene Cecina im Trainingslager und so sind wir dann am Freitag eine gemeinsame Tour gefahren. Hier standen schlussendlich 165km auf meinem Tacho und Abends waren wir dann noch gemeinsam beim Essen.

Am Samstag stand dann meine “Abschiedstour” aufm Plan und die führte mich über 97km in den etwas nördlichen Bereich von unserer Unterkunft aus gesehen.

Insgesamt waren es somit 6 Radheinheiten mit gesamt 680 km sowie eine Laufeinheit. Das Wetter hat gepasst und die Toskana ist zum Rennradfahren wirklich nur zu empfehlen. Ob und wie sich das Trainingslager auszahlen wird, wird sich noch zeigen ;-)

Halbmarathon Ingolstadt

Mai 7th, 2012

Samstag abend, 17 Uhr und es hat immer noch 30 Grad. Zudem weht ein recht ordentlicher Wind, der aber bei diesen Temperaturen keinerlei Abkühlung bringt. Keine guten Voraussetzungen, um beim Halbmarathon in Ingolstadt einen sehr schnelle Zeit zu laufen.

Trotzdem reihe ich mich in der Startaufstellung ziemlich weit vorne ein und der erste Kilometer geht mit 3:39 Minuten mal wieder heftig ab. Danach reguliert sich das Tempo und  nach einer Runde durch die Innenstadt (vorbei an meinen “Fans”), gehts diesmal gen Osten Richtung Autobahn. Hier blässt einem der Wind regelrecht ins Gesicht und bremst zusätzlich. Ca. 20 Meter vor mit laufen zwei Läuferkollegen und ich versuche, einen kurzen Zwischensprint einzulegen, aufzuschließen und dann im Windschatten mitzulaufen. Aber trotz Tempoverschärfung komme ich einfach nicht ran, so dass ich die nächsten Kilometer alleine im Wind laufe.

Um den Wendepunkt rum, jetzt Rückenwind, gehts zurück in die Innenstadt und von dort aus weiter Richtung Westen. Auch hier bin ich größtenteils alleine auf weiter Flur. Zwei Läufer ca. 100 m vor mir, hinter mir höre ich auch weit und breit niemanden. So ist es schon eine Anstrengung, das Tempo bei diesen Temperaturen weiter hoch zu halten und nicht einen alleinigen Trott zu verfallen. Aufm Rückweg in die Innenstadt, bei Kilometer 17 merke ich die Trainingseinheiten der Tage davor und werde nochmal von zwei Läufern überholt. Obwohl Kopf und Ausdauer befehlen “da bleiben wir dran”, sagen die Beine “nein, das machen wir nicht” und so gehts nochmal durch die Innenstadt und dann Richtung Ziel.

Dies erreiche ich schlussendlich nach 1:24,52, was für Gesamtplatz 19 und AK-Platz 6 gut war. Die Zeit hätte ich mir schon besser gewünscht, aber aus dem Training raus sowie bei diesen Temperaturen passt dies auch.

Hier noch ein kurzes Video vom Halbmarathon, leider sieht man mich nicht!

Nach einem abschließendem Carbo-Loading im Biergarten gings wieder zurück nach München und am Sonntag dann für eine Woche in die Toskana – TRAININGSLAGER (Bericht folgt).

Add some speed II – HM Ingolstadt

April 28th, 2012

Fast schon traditionell geht es Ende April/Anfang Mai für mich zum Halbmarathon Ingolstadt. So auch heute Abend (Start 17 Uhr) und es ist meine 10. Teilnahme dann.

Die letzten Wochen waren von Training, auch wenn das Wetter nicht immer mitgespielt hat, geprägt und auch die letzten Tage, habe ich durchaus noch die eine oder andere knackige Trainingseinheit absolviert. Ich bin gespannt, wie meine Beine das weggesteckt haben und wie es heute abend dann laufen wird.

Meine Zeit aus 2010 werde ich wohl nicht knacken können, aber so in Richtung 1:20 würde ich dann schon gerne laufen. Allerdings haben die Veranstalter heuer den Kurs komplett umgebaut. Also auch das wird eine Überraschung werden.

Ich bin gespannt……

 

Add some Speed – Westparklauf

März 11th, 2012

Noch 119 Tage bis zum Race-Day bei der Challenge Roth. Der Trainingsfokus liegt immer noch auf der Grundlagenausdauer und das Wetter hat in den letzten Tagen bereits mitgespielt, so dass ich die ersten Rennradeinheiten an der frischen Luft bestreiten konnte.

Nichts desto trotz darf die Geschwindigkeit bzw. das Tempotraining nicht komplett vernachlässigt werden und so war ich heute früh beim Westparklauf über 10km am Start. Das Wetter war mit leichtem Nieselregen und ca. 2 Grad nicht gerade einladend, dass Bett um 7:30 Uhr zu verlassen, aber was solls….angemeldet ist angemeldet.

Startnummernausgabe sehr gut organisiert, bisschen warmlaufen und dann gehts um 9:45 Uhr auf die Strecke. Diese erstreckt sich über 2 Runden á 5 Kilometer und ist durchaus hügelig. So ist z.B. die Brücke über den Mittleren Ring 4x zu laufen. Gleich vom Start weg gehts in einem Affentempo los und ich lasse mich mal wieder mitreißen. Bereits nach 3 Kilometer merke ich meinen 15km-Hügel-Lauf vom Freitag abend und die gestrigen 95km aufm Rad. Also bisschen Tempo raus und leicht über Wohlfühltempo, ein Reiz muss ja doch gesetzt werden, gehts weiter. Bei Kilometer 6 werde ich von drei Läufern eingesammelt, versuche dran zu bleiben, aber bei Kilometer 8 muss ich sie dann doch ziehen lassen.

Schlussendlich laufe ich mit 37:31 Minuten ins Ziel und dies ist für Gesamtplatz 23 (von 329) und Platz 4 in meiner AK.

Somit keine persönliche Bestzeit über die 10km, die liegt 37:30  und auch die Erkenntnis, dass mir derzeit etwas die “Leichtigkeit des Laufens” fehlt und ich mir die Zeiten hart erarbeiten muss. Aber bis Roth sind es noch 119 Tage und ich hoffe, dass bereits beim nächsten Rennen, diese Leichtigkeit wieder zurück gekommen ist.

Winterlauf

Februar 19th, 2012

Noch 140 Tage bis zum Race Day bei der Challenge Roth und das Training hat umfangstechnisch schon angezogen. Der Schwerpunkt liegt, natürlich bei der Jahreszeit, auf Umfang – sowohl beim Laufen als auch beim Schwimmen. Radfahren findet immer noch nur Indoor statt.

Aber man soll den Körper nicht zu sehr an gewisse Trainingsabläufe gewöhnen, sondern immer wieder mal neue Reize einbauen. Tempotraining kann so ein Reiz sein. Und nachdem man Tempotraining sehr gut in einen Wettkampf integrieren kann, hatte ich mich bereits letzten Sonntag für heute für den letzen Lauf der Winterlaufserie München, eine Lauf über 20km angemeldet.

Heute morgen, Sonntag, 8:15 Uhr der Wecker klingelt. Es regnet, ist windig und auch das gestrige Schwimmtraining mit Kai steckt mir noch in den Knochen. Ich habe überhaupt keine Lust aufzustehen, geschweige denn 20km im Affentempo zu rennen. Spontan würden mir auch mindestens 27 Alternativen einfallen, wofür ich für 26 davon nicht mal das Bett verlassen müsste, aber es hilft ja nix. Nach der ersten Tasse Kaffee und einer Schüssel Müsli ist der innere Schweinehund etwas milder gestimmt. Zudem muss ich bis zur Abfahrt noch dreimal mein WC aufsuchen und auch nach einem weiteren WC-Besuch am Oly-Park bleibt ein Bauchgrummeln zurück. Hmmm, mal sehen was das bringt….!

Pünktlich um 11 Uhr ertönt der Startschuss und die Meute hetzt wie blöd los. Ich natürlich mittendrin. Nach Kilometer 2 entzerrt sich das Feld etwas. Die 10km-Läufer-Asse ziehen davon. Leider finde ich keinen geeigneten Mitstreiter oder Gruppe, so dass ich die restlichen 18km alleine laufen muss. Vor allem auf der Gegengerade am See herrscht heftiger Gegenwind, der richtig Körner kostet. Die ersten 5 Kilometer waren dann auch recht schnell, dieses Tempo konnte ich auf den drei weiteren Runden nicht mehr halten. Aufgrund meines Bauchgrummelns habe ich dann auch auf ein angedachtes Gel nach 10 Kilometer verzichtet.

Schlussendlich lief ich mit 1:18,45 durchs Ziel (Rundenzeiten: 18:44 – 19:39 – 20:08 – 20:09) was für Platz 15 Gesamt und Platz 5 in der AK gut war.

Insgesamt eine sehr harte und intensive Trainingseinheit, welche gezeigt hat, dass die Grundlagenausdauer schon ganz gut vorhanden ist, aber Kraftausdauer und Schnelligkeit noch weiter ausgebaut werden müssen. Mal schauen, ob ich am 11.03. beim Westparklauf die nächste Tempoeinheit einbaue!

 

Kick off

Januar 28th, 2012

Noch 162 Tage bis zum Race Day bei der Challenge Roth sagt mein Race-Countdown. Und somit sollte auch klar sein, dass Training nach Lust und Laune, ohne Struktur und ohne Plan bereits seit einigen Tagen der Vergangenheit angehören.

Nach einem etwas längeren Urlaub in Vietnam über den Jahreswechsel hinweg mit wirklich sehr guten Laufbedingungen bin ich seit 16.01.2012 in die strukturierte Vorbereitung für Roth eingestiegen und bekomme wie in die den letzten Jahren auch, wieder Unterstützung von Klaus. Die Saisonplanung steht zu 90% fest, zwei-drei Wettkämpfe (Halbmarathon, Radrennen) werde ich spontan noch einbauen, das hängt etwas von der weiteren zeitlichen Planung und Verfügbarkeit ab.

Auch im materialtechnischen Bereich bin ich zwischenzeitlich fast wieder komplett ausgestattet und habe etwas aufgerüstet. 5 Paar Laufschuhe, Schwimmbrille, Petzi-Ball, Fitnesstudiomitgliedschaft und seit neuestem auch eine GPS-Uhr. Somit fehlen nur noch neue Radschuhe, da die alten schon ziemlich ausgelatscht waren.

Der trainingstechnische Schwerpunkt liegt momentan natürlich auf der Grundlagenausdauer, “aufgelockert” von einigen Kraftausdauer- und Tempotraining. Somit wird derzeit die Grundlage gelegt.

Ihr dürft gespannt, wie es weiter gehen wird. Stay tuned……

Winterlauf

Dezember 11th, 2011

Knapp zwei Monate nach meine letzten Wettkampf stand der Wettkampfeinstand für die Saison 2012 an, welcher aber noch in 2011 stattfand :-) Somit ging es heute morgen nach Ismaning, um beim Auftakt der dortigen Winterlaufserie am Start zu stehen. Es standen 13km an der Isar auf flacher Strecke auf dem Programm.

Parkplatzsituation vorbildlich, Startnummernausgabe perfekt organisiert, so halten sich die Vorstartminuten doch im überschaubaren Bereich. Einzig das Wetter hätte etwas freundlicher sein dürfen, aber es handelt sich ja um einen Winterlauf. Beim Warmlaufen noch einige MTV Triathleten getroffen, geratscht und Gruppenfoto geschossen, bevor es um kurz nach 10 Uhr auf die Strecke ging.

Die ersten Kilometer liefen ganz gut, hatte einen guten Rythmus ohne ans Limit zu gehen und machte im Feld einen Platz nach dem anderen gut. Auch nach dem Wendepunkt bei 6,5 Kilometer änderte sich hier nicht viel, die Gruppe lief gut und ich hatte 3 Kilometer vor dem Ziel auch noch die Kraft, mich hier etwas zu lösen und lief nach 49:16 Minuten als Gesamt 37. (von 1123 Läufern) über die Ziellinie.

Insgesamt ein sehr schöne Lauf, eine absolut zufriedenstellende Zeit mit noch deutlich Luft nach oben, so kanns weitergehen!

Lebenszeichen

November 26th, 2011

Lang lang ist es her, dass es hier mal wieder was Neues gab. Aber nach Lanzarote gab es erstmal drei Wochen Sportpause um einerseits dem Körper, andererseits dem Kopf eine Auszeit nach einer recht langen Triathlonsaison zu geben.

Kurzer Rückblick: Ein Volksduathlon (3. Gesamtplatz), 5 Mitteldistanzen (bei jeweils warmen bis heißen Bedingungen, mit 25. Gesamt in Saalfelden und 6. in der AK auf Lanzarote) sowie einem 10-km-Lauf (4. Gesamt), das war meine Saison 2011, mit der ich recht zufrieden bin.

Aber jetzt bin ich seit drei Wochen wieder im Training, witterungsbedingt mit Schwerpunkt auf Laufen, war die letzten Wochenenden auch noch an der Isar mit dem MTB unterwegs und auch das Schwimmtraining habe ich jetzt wieder aufgenommen. Somit Zeit, mal einen Blick auf die Saison 2012 zu werfen, in der es zwei Höhepunkte geben wird und auch das Gerüst herum steht schon mehr oder weniger.

Der Höhepunkt wird am 08.07.2012 das Langdistanzrennen in Roth und hier auch meine ambitionierte Zielsetzung von 9:29 Stunden. Der zweite Höhepunkt soll das Ironman 70.3 Rennen in Zell am See werden und hier lautet die Zielsetzung “Slot für Vegas”.

Ansonsten werde ich (wahrscheinlich) am 28.04. am HM in Ingolstadt an den Start gehen, habe am 03.06. den Steinberger See Triathlon über die Mitteldistanz aufm Plan, am 10.06 Radrennen in Lienz mit vorgeschalteten Kurztrainingslager, 17.06 oder 23.06 eine Olympische Distanz und Anfang August nochmal eine Olympische Distanz. Darüber hinaus muss ich mir noch Gedanken Richtung Saisonabschluss machen (Mitteldistanz im Ausland oder evtl. Marathon in München).

Ihr seht, es steht einiges an und ich werde euch regelmäßig auf dem laufenden halten.

Sportliche Adventsgrüße!!!!!

OceanLava

Oktober 19th, 2011

Zwischenzeitlich bin ich seit Sonntag bereits wieder ausm Urlaub zurück und auch der Ocean-Lava-Triathlon auf  Lanzarote ist schon fast wieder zwei Wochen her. Also höchste Zeit für meinen Race-Bericht.

Der Triathlon über die Mitteldistanz (1,9-90-21,1) sollte nach einer doch recht langen Saison mein Saisonabschluss in sommerlicher Atmosphäre werden. Und ich kann es vorweg nehmen, es war bei der fünften Mitteldistanz heuer das 5. mal, dass ich Sonnenschein und Temperaturen jenseits der 25 Grad hatte. Also gewohnte Bedinungen für mich :-)

Nach der Tri-Motion in Saalfelden hatte ich weiter meinen Schwerpunkt auf das Radfahren gelegt, dafür das Laufen sowie auch das Schwimmen hinten angestellt. Ebenso war ich gespannt, wie sich meine Wiesn-Besuche auf meine Form auswirken würden ;-) Ziel war, den Wettkampf genießen, die Restform “raushauen” sowie schneller als Kai zu sein.

Nachdem ich am Freitag die Registration sowie den Rad-Check-in hinter mich gebracht hatte, gings am Samstag um 8 Uhr dann los. Davor noch kurzes Pläuschchen mit Kai, Neo anziehen, kurzes einschwimmen und nochmal kurz den Schwimmkurs mir erklären lassen. Angesagt waren 300m gerade aus raus aufs Meer, um den Katamaran rum, dann parallel zum Strand nach Osten bis zum kleinen Boot und von dort diagonal zurück zum Strand. Diese Runde sollte zweimal geschwommen werden. So weit so gut. Ich hatte mich dann erstmal etwas weiter hinten einsortiert, entging so nach dem Startschuss dem Massengedränge und kam gleich gut in Rythmus. Rum um den Katamaran und dann erstmal gar nichts mehr gesehen, da wir in die aufgehende Sonne schwimmen musste. Endlich taucht das genannten Boot auf und ich möchte darum rum schwimmen, als mich die Bootbesatzung schon mit Winken und Rufen darauf aufmerksam macht, dass es nicht um das Boot herum geht, sondern dass es zwischen einer Boje und dem Boot hindurch geht und dann wieder zurück zum Strand. Dieses Mißgeschick hat mich ca. 2 Minuten gekostet, was bei meiner Schwimmzeit schon ganz schön was ausmacht. Die zweite Runde verlief dann ganz ruhig, das Schwimmen im Meer ist bis auf den Salzgeschmack im Mund ganz angenehm und nach 35:51 entsteige ich den Fluten des Atlantiks (Kai hatte hier ca. 4 Minuten Vorsprung erschwommen). Auf dem Weg in die Wechselzone noch kurz das Salz abgeduscht, den Mund ausgespült und schon standen die 90km aufm dem Programm.

Diese sollten es lt. Höhenprofil durchaus in sich haben und waren garniert mit einem 21%-Anstieg hoch nach Femes. Trotzdem oder gerade dessen habe ich mich sehr auf das Radfahren gefreut, auch weil die Insel landschaftlich sehr viel zu bieten hat.

Nach einem kurzen Wechsel das Rad geschnappt und schon gings los. Die Strecke durch Puerto del Carmen war noch sehr gemäßigt und ideal, die Beine nach dem Schwimmen locker zu fahren. Dies änderte sich, als es dann Richtung Conil ging. Hier eine sehr kleine Nebenstrecke, immer leicht ansteigend und immer mit einem doch recht starken Gegenwind. Trotzdem kann ich hier gut Druck machen und überhole bereits sehr viele “Schnellschwimmer”. Kurz vor Conil nimmt die Steigung nochmal zu und beim schalten auf das kleine Kettenblatt springt mit die Kette vom Ritzel. So eine Sch….! Normalerweise geht das immer recht flott zu beheben, hier hatte ich aber doch etwas mit der Kette zu kämpfen und auch wenn es wahrscheinlich nicht mehr als 2 Minuten waren, kam es mir wie 15 Minuten vor. Die Zeit hat aber gereicht, dass die zuvor Überholten wieder an mir vorbeiziehen. Mit schwarzen schmierigen Fingern und Wut im Bauch gehts dann aber weiter und bei der Anfahrt zum Anstieg nach Femes, kurz vor Las Brenas überhole ich dann bereits Kai. Dies hat mich doch gewundert, da ich nicht unbedingt damit gerechnet hatte, ihn auf der Radstrecke bereits einzuholen. Ich hatte mehr mit der Laufstrecke gerechnet. Diese Überholung gibt mir dann nochmal weiteren Schwung, welchen ich für den Anstieg nach Femes auch benötigen. Hier ist an elegantes Hochpedalieren nicht zu denken, sondern hier habe ich mit jeder Kurbelumdrehung das Issac nur noch nach oben gewuchtet. Anschließend folgen 5 Kilometer zum erholen, bevor die Fahrt durch den Nationalpark Timanfaya und hoch zu den Feuerbergen ansteht. Vor diesem Streckenabschnitt hatte ich am meisten Respekt, da es hier 5-6 Kilometer stetig, in mehreren Wellen abgestuft bergauf geht und man hier immer starken Gegenwind hat. Aber auch dieser Abschnitt geht locker von der Hand und nach 3:01,09 habe ich dann die Effy wieder in der Wechselzone abgestellt. Schade, den 30er Schnitt hätte ich schon gerne geknackt, aber wenn die Kette nicht gewesen wäre……

Der anschl. Halbmarathon führte auf einer 3,5 Kilometer langen Wendepunktstrecke wellig durch Puerto del Carmen auf der Uferpromenade entlang, welche insgesamt 3x zu durchlaufen war. Hier hatte man bis zum Wendepunkt wieder Gegenwind, beim Rückweg Rückenwind. Zwischenzeitlich kann ich sagen, dass Rückenwind zwar nicht so anstrengend ist, aber keinerlei Kühlungseffekt verschafft. Abgesehen von einem kurzen Toilettenstopp kann ich mein Tempo ganz gut laufen, überhole weiterhin fleißig und werde im Gegenzug nur einmal “zurück überholt”. Kai kommt mir auf der Laufstrecke auch immer wieder entgegen und ich sehe, dass ich meinen Vorsprung immer weiter ausbaue. Ebenso hilft in dieser Phase die frenetische Anfeuerung von Claudia (vielen lieben Dank nochmal dafür). Schlussendlich absolviere ich den Halbmarathon in 1:35,41 und mehr wäre auch nicht drin gewesen.

Insgesamt war meine Zeit von 5:12,40 für Gesamtplatz 39 bei den Männer und Platz 6 in der Altersklasse gut. Kai finisht in 5:30,34 und gewinnt damit seine Alterklasse. Herzlichen Glückwunsch nochmal dazu. Ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden und es war ein guter Saisonabschluss.

Somit hatten wir uns nach einem sehr anspruchsvollen, aber klasse organisierten Triathlon zum Saisonabschluss ein Finisher-Bier verdient.

 

Oberhachinger Herbstlauf

September 26th, 2011

Auch wenn in München bereits Wiesn Zeit ist, die sich hervorragend für die Off-Season verwenden lässt, steht mit Lanzarote noch ein Wettkampf diese Saison an, so dass es trainingstechnisch durchaus noch heiß her geht.

Das Wetter die letzten Tage hat auch nochmal richtig zum trainieren eingeladen und wettkampfspezifische Vorbereitung bestreitet man am Besten mit einem Wettkampf. Gedacht, gesagt, getan….. und so hatte ich mich am letzten Samstag mittag beim Oberhachinger Herbstlauf über 10km nachgemeldet. Um das ganze aber noch ein bisschen zu garnieren, hatte ich mich zuerst noch aufs Fahrrad gesetzt. So kamen hier dann 90 hügelige Kilometer zusammen. Danach kurz nach Hause, Laufsachen gepackt und mit einer Stunde Pause gings dann in Oberhaching an die Sache.

Ca. 140 Teilnehmer waren gemeldet und gleich nach dem Startschuss ging es mit gut Tempo los. Ein Schwarzer konnte sich bereits auf den ersten 500Metern absetzen und hat das Rennen dann auch mit einer 32er Zeit gewonnen. Dahinter konnte sich nach Kilometer eins bereits ein weiterer etwas nach vorne absetzen. Dahinter war ich dann mit drei weiteren Mitstreitern in einer gut funktionierenden Gruppe und wir liefen auch, für meine Verhältnisse, ein ganz ordentliches Tempo. Bis Kilometer 4 blieben wir auch zusammen, als dann plötzlich zwei aus der Gruppe das Tempo anzogen. Ich konnte leider nicht mitgehen und so waren bald einige Meter zwischen uns, die sich kontinuierlich ausbauten. Auch der vierte aus unserer Gruppe konnte nicht mitgehen, aber auch nicht mehr an mir dran bleiben, so dass ich nach ca. 4,5 Kilometer mehr oder weniger alleine unterwegs war. Die Lücke nach vorne konnte ich nicht zulaufen und nach hinten brannte nichts an. Trotzdem habe ich versucht, das Tempo weiter hoch zu halten, auch wenn ich die durchs Radfahren vorbelasteten Beine immer mehr merkte.

Die Strecke kannte ich bereits von unzähligen Trainingsläufen im Perlacher Forst, so dass es bis zum Zieleinlauf nichts spannendes mehr gab. Nach vorne ging nichts mehr, von hinten drohte wenig Gefahr. Schlussendlich lief ich mit 37:30 und auf Platz 5 gesamt ins Ziel ein und bin damit super zufrieden.

Im Ziel noch kurz mit Chris geplaudert, der gerade in der Hawaii-Vorbereitung steckt, kurz was getrunken und dann gings auch schon wieder nach Hause :-)

Hat Spass gemacht!

 

Tri-Motion

September 5th, 2011

Am vergangenen Samstag war ich zu meiner 4. Mitteldistanz in diesem Jahr mal wieder in Österreich und nach 4 Jahren Abwesenheit wieder bei der Tri-Motion in Saalfelden am Start. Einige Tria-Kollegen habe heuer schon richtig gejammert, dass sie bei jedem Wettkampf Regen und kühle Temperaturen hatten. Ich dagegen hatte in St.Pölten 30 Grad und Sonne, in Kulmbach 28 Grad und Sonne, in Obertrum 35 Grad und Sonne und am Samstag 28 Grad und Sonne. Also sehr gute Bedingungen auf einer sehr anspruchsvollen Strecke.

Das Schwimmen verlief (für meine Verhältnisse) eigentlich ganz gut und mein Gefühl, dass ich die 1.500m gut im “Kreuz” habe, danach aber zu schwächeln beginne, hat sich mal wieder bewahrheitet. Trotzdem bin ich nach 36:41 Minuten für 2km aus den Fluten des Ritzensee’s gestiegen. Der erste Wechsel verlief auch ganz gut und flüssig und schon gings los auf wellige 80km die sich auf 3 Runden verteilten. Es lief eigentlich von Beginn an ganz gut, ich hatte gute Beine und meine Rundenzeiten sind wirklich schön gleichmäßig. Auch die Wettkampfrichter waren in guter Anzahl vertreten und haben auch gut Verwarnungen bzw. Zeitstrafen verteilt.

Nach einem gerade noch akzeptablen zweiten Wechsel (die Kompri-Socken) gings dann erstmal steil bergab ins Stadtzentrum von wo aus dann drei Runden zu laufen waren. Und die Laufstrecke ist wirklich der Hammer. Aus Saalfelden raus gehts immer nur bergauf, garniert mit einem 200m Anstieg mit 14%. Nach dem Wendepunkt gehts dann immer bergab wieder nach Saalfelden rein, aber die Zeit die man beim berauflaufen verliert, holt man dort nicht mehr rein. Die Schleife ist dann 3x zu laufen und schlussendlich blieb die Uhr bei 1:37,20 für 22km stehen.

Die 149. Schwimmzeit, die 26. Radzeit und die 20. Laufzeit waren dann für 4:26,01 Stunden gut. Dies hat für Platz 25 Gesamt und Platz 13 in der AK gereicht.

Insgesamt ein wieder mal sehr schöner und klasse organisierte Wettkampf und auch mit meiner Leistung bin ich sehr sehr zufrieden.

Saalfelden

September 1st, 2011

Die Zeit vergeht und wie schnell merkt man, wenn man hier ins Blog schaut und sieht, dass schon mal wieder seit Wochen nix Neues drin steht. Aber ich war in der Zwischenzeit durchaus fleißig und unter anderem beim StarnbergerSee-Schwimmen (natürlich über die 4km) beim Wandern mit Schneefall und auch ansonsten beim Schwimmen, Radfahren und Laufen unterwegs.

Darüber hinaus ist jetzt auch der Saisonabschluss mit dem Ocean-Lava-Triathlon auf Lanzarote gebucht, sowie der anschließende Urlaub.

Davor geht’s aber erst noch am kommenden Samstag zur Tri-Motion nach Saalfelden, meiner 4. Mitteldistanz in diesem Jahr.  Die Streckenlängen betragen hier 2-80-22 und mein Ziel ist natürlich deutlich schneller als 2007, meiner letzten Teilnahme in Saalfelden zu sein. In den Wochen nach Obertrum habe ich den Schwerpunkt etwas mehr aufs Radfahren gelegt und hoffe mal, die Früchte dann am Samstag auch ernten zu können.

Ich freu mich schon!

Abgesagt

Juli 30th, 2011

Tja, so schnell kein ein Saisonhöhepunkt und gleichzeitig Schlusspunkt einer  langen Triathlonsaison sich in Schall und Rauch auflösen. Eigentlich wollte ich beim TriStar Sardinien zum Saisonabschluss starten und das für mich durchaus interessante Format von 2-200-20 mit einem anschließend erholsamen Urlaub auf einer der, so sagt man, schönsten Insel der Welt zu verbringen.

Aber nachdem die Anmeldung schon eine gewisse Zeit nicht möglich war und es nur sporadische Informationen über das Rennen gab, hatte ich innerlich schon mit dem worst case gerechnet. Und dieser hat sich jetzt bewarheitet, das Rennen wurde für 2011 abgesagt und auf 2012 verschoben. 2010 wurde es das erstemal erfolgreich durchgeführt, so dass es sich nicht mal um eine Erstlingsveranstaltung gehandelt hätte. So gibt es auch keine wirklichen Hinweise, was zur Absage und Verschiebung geführt hat.

Es ist auch müsig, darüber zu diskutieren, sondern der Blick wird nach vorne gerichtet und Alternativen gesucht. Da kamen mir schnell Elba-Man über die Mitteldistanz (leider schon ausgebucht), Mallorca Mitteldistanz (mit 17.09. für mich etwas früh), Challenge Barcelone (heuer keine Langdistanz), ein Ironman in Amerika (bereits alle ausgebucht und keine Langdistanz heuer), Ibizia (mit 30.10. leider zu spät) in den Sinn. Tja, so bleibt eigentlich nur noch Volcano-Triathlon auf Lanzarote am 08.10. übrig. Claudia ist mit Lanza als Urlaubsziel auch einverstanden, so dass ich jetzt mal die Angebote ausm Reisebüro abwarte. Und wenn dieser akzeptabel sind, gehts Anfang Oktober auf meine liebste Trainingsinsel zum Saisonabschluss-Wettkampf.

Mögen die Feuerteufel mir

Video Obertrum

Juli 20th, 2011

Hier gibts ein ganz sehenswertes Video zum Rennen in Obertrum.

Leider bin ich komplett rausgeschnitten worden ;-)

Hitzeschlacht

Juli 18th, 2011

Die Oberschenkel “schmerzen” noch etwas, die Schulterblätter “zwicken” noch bisschen vom Sonnenbrand und die allgemeine Müdigkeit ist auch noch vorhanden. Trotzdem kommt der Wettkampfbericht für den Trumer Triathlon (Mitteldistanz), bei welchem ich gestern am Start stand.

4:03 Uhr, der Wecker klingelt am Sonntag morgen, welch unchristliche Zeit. Aber es hilft nix, die Anmeldung seit Dezember 2010 raus und die Startunterlagen gibts nur bis 7 Uhr. Also schnell 2 Tassen Kaffee und ein Marmeladenbrot und es geht los Richtung Salzburg. Kaum aufm Giesinger Berg angekommen, fällt mir siedenheiß ein, dass ich meine Uhr daheim vergessen habe. Kurz habe ich noch überlegt umzukehren, muss dann aber auch ohne gehen. Vorm Irschenberg noch kurzer Stau wegen Bergungsarbeiten, ansonsten geht es gut zu fahren und ich bin dann auch pünktlich in Obertrum (Nähe Salzburg) angekommen.

Startunterlagen geholt, Race-Package (Sonnenbrille, Lauftrinkgurt, LaniYard, Startnummernband + Getränke) bewundert (für 65 EUR Startgebühr), Wechselbeutel gepackt und dann auch meinen Wechselplatz hergerichtet – Routine!

Danach habe ich mich schön langsam zum Schwimmstart ins Obertrumer Strandbad aufgemacht. Das Schwimmen bestand aus einer ca. 700m langen ersten Runde, kurzer Landgang und anschl. nochmal ca. 1.200 m. Ich fühle mich vom Start weg gut, kann schön frei schwimmen und habe einen guten Rythmus. Kurz nach der ersten Wendeboje komme ich aber in etwas Getümmel in folge dessen mir auch einer am Zeitmesschip rumfummelt und mein Klettband fast aufgeht. Also das Klettband + Chip packen, in der rechten Hand halten und ca. 300 m rechts mit einer Faust schwimmen. Techniktraining soll ja gut fürs Schwimmen sein :-) .

Beim Landgang kurz das Klettband wieder am Bein festgezurrt und rein in den See zur zweiten, längeren Runde. Diese verläuft recht unspektakulär, auch wenn ich manchmal etwas zick-zack schwimme. Schlussendlich war ich 36:46 Minuten unterwegs, was für mich ganz passabel ist.

Danach gehts fast 400 m vom See bis in die Wechselzone, was mich etwas mehr als 2 Minuten kostet (hier gabs eine eigene Wertung und der Schnellste war 1:30 unterwegs). Neo aus, rein in die Radschuhe und ab auf die selektive Radstrecke. Diese habe ich mir letzte Woche bereits angeschaut, leider nicht die ersten 5 Kilometer, die es doch in sich haben. Es geht hoch aufs Haunsberg-Plateau, gefolgt von einem welligen “Ritt” durch das Umland bevor es die letzten 8 Kilometer eben aber windanfällig um den See geht. Eine Runde hat knapp 30km, so dass 3 Runde zu fahren waren. Die erste Runde bin ich noch etwas langsamer angegangen, bevor mich zum Ende der ersten  Runde ein Kollege (Startnummer 57) überholt hat und ich die weiteren zwei Runden versucht habe, dran zu bleiben bzw. wir uns immer wieder gegenseitig überholt haben. Schlussendlich saß ich 2:32,51 im Sattel, was die 40. Radzeit bedeutete.

Nach einem für meine Verhältnisse schnellen Wechsel (die Kompri-Socken müssen halt erstmal angezogen werden) gings ab auf die Laufstrecke, wo zwischenzeitlich Temperaturen von 30 und mehr Grad herrschten und es auf der Strecke fast keinen Schatten gab. Nach etwas zick-zack durch den Ortskern ging es auf eine Wendepunktssrecke raus aus der Stadt und wieder rein und dann wieder zick-zack durch das Ortszentrum. Eine Runde hatte ca. 5,3 Kilometer und war 4x zu durchlaufen. Die erste Runde lief noch ganz gut und meine Beine fühlten sich, von einem kurz Krampfansatz bei Kilometer 1,5, noch recht frisch an. Bei Kilometer 6 war ich dann wieder an der Startnummer 57 dran und konnte ihn auch überholen. Danach ging jedoch nicht mehr viel bei mir zusammen und die hohen Temperaturen sowie das ewige zick-zack durch die Stadt verlangten ihren Tribut. So war der restliche Halbmarathon mehr ein joggen denn laufen und die 1:38,04, wenn auch noch 43. beste Laufzeit, sprechen für sich.

Ingesamt war ich 4:52,55 unterwegs, was für Gesamtrang 45 und Platz 18 in meiner Altersklasse gut war. Insgesamt bin ich aber doch zufrieden und hat Spass gemacht. Der Wettkampf war super organisiert und durchgeführt und auch das Preis-Leistungs-Verhältnis ist sensationell.