Bericht Mitteldistanz Erlangen
Wie hier ja schon geschrieben, war ich am Sonntag beim Mitteldistanz-Triathlon in Erlangen am Start. Nachdem in der Ausschreibung stand, dass die Startunterlagen nur am Samstag, in der Zeit zwischen 15 und 18 Uhr ausgegeben werden und am Sonntag bereits um 9:15 Uhr der Start erfolgt, war relativ schnell beschlossen, bereits am Samstag anzureisen, die Startunterlagen zu holen und anschließend auf einem Campingplatz ganz in der Nähe zu übernachten. Das hat auch alles sehr gut geklappt und das Zelt aufstellen ging nach ca. 8 Jahren ohne Übung auch alleine super. In der Nacht von Samstag auf Sonntag hat es dann auch schon zu regnen begonnen und als am Sonntag um 6 Uhr mein Wecker klingelte, regnete es noch immer und auch die Temperaturen hatten mit Hochsommer nicht wirklich was zu tun.
Hier stellt sich mir die Frage, warum ich im Juni/Juli bei 35 Grad und einer hundertachtfachen Ozonbelastung meine Hitzebeständigkeit auf dem Fahrrad trainiere, wenn es dann im Wettkampf 17 Grad und Regen gibt
Am Samstag Abend hatte ich mich aber für den Wettkampf schon auf diese Temperaturen und den Regen eingestellt und meine Rad- und Laufklamotten dementsprechend angepasst. Unter dem Neo sollte zum schwimmen, Rad fahren und laufen mein Tria-Einteiler zum Einsatz kommen. Nachdem dieser aber keine Rückentaschen hat und ich aber doch auch bisschen Verpflegung mitnehmen wollte, entschied ich mich, nach dem Schwimmen über den Einteiler mein Tria-Top anzuziehen. Darüber aufgrund der kühlen Temperaturen und des regnerischen Wetters noch eine Windweste und Armlinge hatte ich noch eingepackt. Soweit so gut meine theoretischen Überlegungen, was die organisatorischen und logistischen Probleme beim Triathlon angeht
Am Samstag nach dem Aufstehen legger gefrühstückt und anschließend bei leichten Regen das Zelt abgebaut. Nachdem alles verstaut war habe ich mich auf den Weg gemacht und mir in der Nähe des Starts einen Parkplatz gesucht. Von meinem Parkplatz bis zur Wechselzone/Start ging es dann noch ca. 1 km zu Fuss und das bei mittlerweile immer stärker werdenden Regen. Rad eingecheckt, Radtüte an ihren Platz gelegt, Lauftüte an ihren Platz gelegt und schön langsam meinen Neo angezogen. Am Samstag bei der Ausgabe der Startunterlagen hieß es, der Europakanal hat eine Temperatur von 24 Grad und ob ein Neoprenverbot gilt, wird am Sonntag kurz vorm Start bekannt gegeben. Am Sonntag hatte der Kanal offiziell dann nur noch 19 Grad und somit durfte der Neo verwendet werden. Meinem Gefühl nach aber, war der Kanal durchaus wärmer als 19 Grad. Um 9:05 ging die erste Startgruppe auf die 2 km lange Strecke, während ich erst um 9:15 Uhr in der zweiten Gruppe auf die Reise geschickt wurde. Die Strecke ging 1 km geradeaus in die eine Richtung und nach einer Wendeboje wieder 1 km geradeaus zurück. Durch die Uferbegrenzung war diesmal die Orientierung kein Problem und mit handgestoppten 39:09 Minuten vom Startschuss bis zum Ausstieg war ich sehr zufrieden und für meine Verhältnisse sehr gut unterwegs.
Auch fand ich gleich meine Radtüte und wollte ins Wechselzelt um meinen Neo auszuziehen und meine Radklamotten anzuziehen. Da aber das Zelt schon ziemlich voll war, habe ich mich vors Zelt gestellt. Neo runter, Tria-Top drüber, alles kein Problem. Windweste raus aus der Tüte, drüber ziehen und schon war sie verdreht. Nochmal runter, neu ausrichten, drüber und wieder verdreht. Nochmal runter, Reissverschluss komplett auf, rein und wieder verdreht. Jetzt reichte es mir und die Weste wanderte wieder in die Tüte. Armlinge raus, über die Hände, aber nachdem diese immer noch nass waren, ging das auch nicht wie gewünscht. Somit auch die Armlinge wieder in die Tüte, Radschuhe an, Gels in die Rückentasche und auf zum Rad. In Erlangen ist auch noch die Besonderheit, dass die Wechselzone und der Radpark unendlich lang ist, da die Räder nur in 2 Einerreihen stehen. Rad genommen bis zum Wechselbalken gelaufen, aufgesessen und los gings.
Temperatur war überraschenderweise gar nicht so kalt wie angenommen. Auf den ersten 15 km blies aber ein sehr störender Gegenwind und nachdem es zum Schwimmstart aufgehört hatte zu regnen, fing es nun wieder an. Aber trotzdem lief das Radfahren richtig gut, die Strecke war relativ flach mit nur 2 längeren Anstiegen, die aber gut zu fahren gingen. Insgesamt war es eine 40 km – Runde, die 2x zu fahren war. Nach den 80 km hatte ich einen hohen 34er-Schnitt und war damit sehr zufrieden, zudem ja noch 20 km laufen anstanden. Rad also wieder in der Wechselzone in den Radständer und weiter gelaufen zu den Lauftüten. Lauftüte genommen, ins Wechselzelt und dann kam auch gleich eine freundliche Helferin, die den Inhalt meiner Lauftüte, welche ich einfach so auf den Boden gekippt hatte, sortierte, während ich schon mal meine Laufschuhe anzog. So wollte wissen, was ich zum laufen alles mitnehme und packte dann gleich die Untensilien, die ich nicht mehr brauchte zusammen mit dem Radhelm, Radschuhe und Brille wieder in die Tüte, so dass ich nur noch schnell 1 weiteres Gel in die Rückentasche steckte, Mütze auf und schon gings ab.
Die ersten 3 km gingen am Kanal entlang und durch das Stadion, gespickt mit einer kurzen Treppe von ca. 10 Stufen, die aber einen schon sehr aus dem Rhythmus brachte. Die restlichen ca. 7 km gingen durch ein Waldgebiet und insgesamt war diese Runde auch 2x zu laufen. Die Laufstrecke war auch, bis auf die Kanalbrücke, die 4x gelaufen werden musste, flach und gut zu laufen auch wenn die Waldwege doch recht „batzig“ waren. Ich fand auch bald ein für mich sehr angenehmes Tempo und konnte dieses auf den letzen 5 km sogar noch steigern. Jedenfalls hat es sich so angefühlt
Es gab fast alle 2 km eine Verpflegungsstelle und bei Km 14 kam ich an einer vorbei und die Leute feuerten mich an mit „Auf geht’s Reiner, das packst du“. Danach habe ich erst mal auf meiner Startnummer meinen Namen gesucht, aber keinen gefunden. Keine Ahnung, woher die meinen Namen hatten, zumal die Verpflegungsstelle auch nach einer Kurve lag und die die Läufer erst auf den letzten Moment sehen konnten.
Nach 1:35 Stunden für die 20 km bin ich dann schlussendlich im Ziel angekommen und konnte mich am sehr reichhaltigen Kuchen-Gebäck-Obst-Getränke-Buffet verpflegen.
So gestärkt, machte ich mich dann auf, vom Zielbereich zurück zum Startbereich/Wechselzone zu gehen, wo ja noch mein Rad und meine 2 Beutel lagen. Da der Ziel- und Startbereich jedoch fast 2 km auseinander lagen, war dies auch gleich ein bisschen ein relaxtes aus-walken meiner doch müden Beine
Insgesamt war es für mich ein sehr schöner und zufrieden stellender Wettkampf. Die Organisation war top und fürs Wetter kann halt keiner was. Erlangen Mitteldistanz ist aus meiner Sicht eigentlich nur zu empfehlen.
August 7th, 2006 at 12:34
Da kann ich ja nur gratulieren. Saubere Leistung, sauberes Ergebnis! *thumbs up*
Hab gestern bei den Temperaturen und Dauerregen ein paar mal an Dich gedacht. Hat aber wohl alles – trotz Regen – ganz gut funktioniert! Kompliment!
August 7th, 2006 at 15:08
Na dann habe ich ja für nächstes Jahr auch noch ein Ziel …
August 8th, 2006 at 08:29
Achja: Wenn das bei Dir so weitergeht, dann sollten wir unser Dauerthema “Sponsoring” nochmal genauer besprechen!
August 7th, 2008 at 19:51
[...] freue mich schon auf Erlangen und von meiner Teilnahme 2006 steht hier eine Zeit von 4:43,07 und die gilt es Sonntag deutlich zu [...]
August 7th, 2009 at 09:29
[...] werde ich bereits zum dritten Mal an den Start gehen und nach 4:43 in 2006, und 4:31 in 2008 ist das Ziel 2009 natürlich eine weitere Verbesserung der Zeit. Die [...]