Generalprobe - Bericht und Analyse

So, gestern war ich ja mit meinem Arbeitskollegen Kai in Linz beim HalfIron-Triathlon (1,9 - 92 - 21,1) am Start und das war auch meine Generalprobe bzw. mein Hauptvorbereitungswettkampf für Roth.

Gebraucht habe ich für die Strecke 5:16,44 Stunden und das war für Platz 140 gut.

Das Schwimmen, zwei Runden á 950 Meter mit einem kurzen Landgang dazwischen, lief richtig gut und mit meiner Zeit von 33:45 Minuten bin ich super zufrieden. Die ersten ca. 400 Meter bis zum Wendepunkt waren ein einziges Hauen und Stechen. Danach hatte sich das Feld bisschen entzerrt, jedoch blieb ich weiterhin in einer Gruppe, so dass der “Feindkontakt” erst auf den letzten 400 Meter vorbei war und ich einigermaßen meinen Rhythmus schwimmen konnte.

Der erste Wechsel war dann mit 2:47 Minuten auch ganz gut (Neo runter, Radschuhe an, Radhandschuhe an, Helm auf, Brille auf, Verpflegung ins Trikot und Startnummer um).

Das Radfahren war eine 23 km lange Rundstrecke, die 4x zu durchfahren war. An jedem Ende gab es einen engen Wendepunkt mit Verpflegungsstation und pro Runde war ein Anstieg mit ca. einer 1 km langen Steigung, der aber recht gut zu fahren war. Ansonsten verlief die Radstrecke auf einer ebenen Strecke, wo man in die eine Richtung Gegenwind, in die andere Richtung Rückenwind hatte. Meine Zeit für 92 km war 2:35,38, was einem 35,6 er Schnitt entspricht.

Allerdings waren auf der Radstrecke wirklich viele Lutscher unterwegs. Auch 3 Gruppen von ca. 10-15 Leuten sind die ganze Zeit im Pulk gefahren. Anscheinend haben die Kampfrichter mit unterschiedlichem Maß gemessen. Es gab zwar bei ca. 400 Starter 40 Disqualifikationen und noch mehrere Zeitstrafen wegen Windschattenfahren, aber die Gruppen waren bis zum Schluss unterwegs. Für die 400 Starter war die Radstrecke einfach zu kurz und auch nicht selektiv genug.

Nach dem Radfahren rein in die Wechselzone, Rad aufgehängt, Socken an, Laufschuhe an, Gels in die Rückentasche, Laufcap auf und nach 2:28 Minuten gings auf die Laufstrecke.

Und als ich aus der Wechselzone rauslief habe ich schon bemerkt, dass mit meinem Magen/Bauch was nicht stimmt. Bei jedem Schritt hat es gegluckst, einen leichten stechenden Schmerz gegeben und mein Bauch war auch steinhart. Das hat sich dann auch die ganze Laufstrecke über hingezogen und ist nicht wirklich besser geworden. So war es mir auch nicht möglich, ein annäherndes Tempo zu laufen, was man als laufen hätte bezeichnen können. Aber trotzdem bin ich die ganze Strecke durchgetrabt, nur bei den letzten beiden Verpflegungsstationen habe ich meine Getränke im stehen eingenommen. 2:02 Stunden für einen Halbmarathon sprechen bände. :-(
Hinzu kam, dass es gestern in Linz auch noch sehr hochsommerliche Temperaturen hatte. Beim Schwimmen und Radfahren hat mich das auch nicht sonderlich gestört, nur beim Laufen war es dann zu meinen Magenproblemen hinzu das, was mir den Rest gegeben hat.

Ich habe aber noch keine Ahnung, woher meine Magenprobleme kamen. Entweder habe ich zuviele Kohlenhydrate auf einmal eingenommen (Riegel und Powerbar-Getränk), oder ich habe zuviel getrunken beim Radfahren (1,5 Liter aus den Flaschen sowie an jeder Verpflegungsstation 2-3 Schluck) oder ich habe mich zu schlecht verpflegt (1 Riegel, 1 Gel, 2 Stücke Banane). Das werde ich die nächsten Wochen bis Roth noch rausfinden müssen. Denn bis jetzt hatte ich bei meinen Koppeltrainings noch nie Probleme damit.

Die Laufstrecke war eine 5 km lange Wendepunktstrecke auf dem Donaudamm, auf der Kilometer 1-3 und somit 7-10, 10-13 und 17-21 total in der Sonne lagen.

Mein Arbeitskollege Kai hat dafür gestern einen klasse Wettkampf abgeliefert und in 4:52,18 gefinisht, incl. 4 Minuten Zeitstrafe aufm Rad. Da war gestern absolut kein Hinschmecken und nochmals Gratulation zu diesem super Wettkampf, Kai.

Insgesamt muss man sagen, dass der Wettkampf klasse organisiert war (55 Euro Startgeld, Starterpackage mit Sporttasche und Run-Cap, Nachwettkampfverpflegung mit Iso-Getränken, Iso-alkoholfreies-Radler, Wasser, Obst, Kuchen, warmen Leberkässemmeln). Einzig eine selektivere oder längere Radrunde und eine Startzeit am Vormittag anstatt um 12 Uhr mittags wären meine Vorschläge fürs nächste Mal.

6 Responses to “Generalprobe - Bericht und Analyse”

  1. Uli Says:

    Hallo Reiner,

    hört sich doch ganz gut an. Bei den Magenproblemen tippe ich mal auf zuviel Gel und Powerbar in Verbindung mit der Hitze. Das solltest Du unbedingt nochmal testen vor Roth und zwar unter Wettkampfbelastung.
    In Roth habe ich beim Laufen immer nur Cola und Wasser zu mir genommen beim Laufen. Keine Gels oder Iso mehr. Vielleicht wäre das ein Versuch wert?
    Ansonsten gut gemacht und lieber die schlechten Erfahrungen jetzt als in Roth. Das wird schon.

    Viele Grüße
    Uli

  2. Reiner Says:

    Hallo Uli! Danke für den Tipp. Ich bin mir immer noch nicht wirklich sicher, was aufm Rad beim verpflegen schief gelaufen ist. Das mit Cola und Wasser müsste ich halt mal ausprobieren. Werde auf alle Fälle vor Roth noch bisschen Koppeltraining machen und dann auch bisschen was testen. Wettkampf steht nämlich nur noch einer an, am 16.06. in Geisenfeld der Hopfen-Triathlon über die Sprintdistanz und da spielt die Verpflegung eher eine untergeordnete Rolle ;-)

  3. Robert Says:

    Hallo Reiner

    Glückwunsch zu Linz. Lief ja ganz gut. Hab grad mal spicken müssen was die “Konkurrenz” so macht.
    Zum Thema Magenprobleme vielleicht mal ein paar Tips/Erfahrungen (schmerzliche)
    Probier mal den Riegel nur nach dem Schwimmen, gleich anfangs vom Rad. Wenn Du Gels nimmst, dann kein Isodrink mehr…..nur Wasser. Immer mal ein Stück Frucht. Banane/Melone/Orange(wenn Du die Säure verträgst) kein Apfel (macht mir Magenprobleme im Wettkampf).
    Cola und Wasser auf der Laufstrecke sind sehr gut. Immer nen Schwamm beim Laufen dabeihaben bei der Hitze (wie Roth wohl sein wird am Kanal) um einfach mal den Kopf zu kühlen bis zum nächsten VP in 2,5km.

    Thema Hopfentriathlon: Denk dran, Startpaßinhaber können ein Problem kriegen wenn jemand reinfunkt bei “wilden” Veranstaltungen. Der Müller sitzt in Ingolstadt und hat auch den PK.
    Tip: ohne Startnummer starten, dann bist Du zwar nicht in der Wertung, aber Dein Ziel ist ja auch nicht Geisefeld sondern Roth.

    Also viel Erfolg in Roth. Vielleicht sieht man sich ja da.
    Gruß Robert

  4. “Projekt QCR” » Blog Archive » Schwimmen in Roth Says:

    [...] Wie die geneigten Leser hier ja bereits wissen, bin ich was das Schwimmen angeht, ja mehr als trainingsfaul zu bezeichnen. Trotzdem hat es in Linz eigentlich ganz gut geklappt. [...]

  5. Fred Over Says:

    Interessant zu lesen, welche Tricks sich so genannte Sportler ausdenken, um bei wilden oder schwarzen Triathlons nicht erkannt zu werden. In der Tat hat der BTV noch nie Startpaßinhaber wegen einer derartigen Teilnahme gesperrt (noch nicht). Aber was Geisenfeld nun heuer wieder abgeliefert hat, ist eine Dreistigkeit sondergleichen. Nicht nur der Müller sitzt in Ingolstadt, sondern auch der ehemalige Regelbeauftragte Fred Over. Und heuer werde ich intensiv mit dem Verband beraten, was zu tun ist. Ein Dialog ist im vergangen Jahr mit einer hauptverantwortliochen Dame leider nicht zustande gekommen.
    :-(

  6. Andreas Says:

    Ich weiß gar nicht, was es an der Veranstaltung in Geisenfeld auszusetzen gibt. Ich habe mir neulich mal die DTU-Statuten durchgelesen und lt. denen ist der Wettkampf m.E. absolut genehmigungsfrei und einer Teilnahme von DTU-Passinhabern steht nichts im Wege. Was ist denn so schlimm an der ganzen Sache? Außerdem machen ja nicht so viele Startpassinhaber mit und für die anderen ist es eine gute Gelegenheit, die Sportart Triathlon kennenzulernen. Natürlich nur meine ganz persönliche Meinung. Und ich habe nichts mit der Veranstaltung zu tun. Letztes Jahr bin ich gestartet und es war besser organisiert und mehr Stimmung als bei so manch anderem Wettkampf!

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