Gestern war ich aufgrund des unbeständigen Wetters am Abend nur noch beim laufen (eigentlich wollte ich noch eine kurze schnelle Koppeleinheit machen) und war auf meiner Stammstrecke durch den Englischen Garten und an der Isar unterwegs. So nach ca. 30 Minuten kam mir dann auf einem Weg neben der Isar eine Gruppe Jugendlicher (4 Jungs) mit einem Erwachsenen entgegen, die einen weiteren Jugendlichen trugen.
Als ich ihnen entgegenlief, fragten sie mich, ob ich nicht helfen könnten, ihren Kumpel, der total besoffen ist, vor zur Holzbrücke (ca. 300 m) zu tragen, da er schön langsam richtig schwer wird. Der Erwachsene war auch ein Jogger Läufer, den sie anscheinend schon bisschen vor mir gefragt hatten. Na gut, man soll ja bekanntlich jeden Tag eine gute Tat vollbringen und so half ich halt mit, den besoffenen Kerle, der auch noch richtig stank, zur Holzbrücke zu tragen. Auf dem Weg dorthin habe seine Kumpels immer wieder versucht, in anzusprechen und bei Bewußtsein zu halten. Auf Fragen wie, “Wie alt bist du?”, “Wie alt ist deine Mutter?” “Wie lautet der erste Buchstabe des ABC?” kam aber immer nur “grchlmumndndn”. Auf jeden Fall sollte er an der Holzbrücke, wo wir ihn dann abgelegt haben, von seinen Eltern abgeholt werden. Die glaube ich, haben sich bestimmt auch sehr gefreut.
Vom Alter her würde ich die Jungs auf 14-15 schätzen, wobei man das bei Jungs aber schlecht schätzen kann. Tse tse tse, unsere heutige Jugend
Und was war der Dank für diese gute Tat? Als ich wieder weiterlief, fing es nach ca. 5 Minuten so zu regnen schütten an, dass ich wirlich klatschnass war, als ich zuhause ankam. Ich hätte doch lieber schwimmen gehen sollen 