Genauso wie das Wetter beim heutigen Forstenrieder Volkslauf über die Halbmarathondistanz war, war auch mein Abschneiden dort.
Nüchtern betrachtet kann ich mit meinen handgestoppten 1:30,10 nicht wirklich zufrieden sein.
Wenn man jedoch den Tages- und Rennverlauf genauer unter die Lupe nimmt, ist diese Zeit gar nicht so schlecht. Es fing schon an, dass heute morgen mein Wecker pünktlich klingelte, ich ihn aber ausgeschaltet habe und tatsächlich nochmal eingenickt bin. Somit entstand hier schon einige Hektik, da mein obligatorisches Frühstück vor derartigen Veranstaltungen noch eingenommen (wurde aufgrund der Zeit dann auch mengenmäßig reduziert), die letzten Klamotten noch rausgesucht und auch noch ein Parkplatz in Forstenried gesucht werden musste. Trotzalledem schaffte ich es noch rechtzeitig zur Startnummerausgabe und fühlte mich eigentlich auch ganz gut.
Pünktlich zum Start kam dann auch kurz die Sonne raus und die ersten zwei Kilometer liefen ganz gut und ich konnte auch ein sehr gutes Tempo gehen. Dann fing es wieder an zu regnen und auch mein Magen/Bauch machte sich auf einmal unangenehm bemerkbar. So hatte ich einen richtigen Blähbauch und mein Frühstück (ich hatte eh schon weniger gegessen) lag wie ein Stein im Magen und machte sich bei jedem Schritt unangenehm bemerkbar. So musste ich wirklich Tempo rausnehmen und wurde bis Kilometer 11 von sehr vielen Läufern überholt. Wenn ich zwischendurch versuchte, das Tempo wieder anzuziehen und bei einer Gruppe mitzulaufen, hatte ich sofort wieder Magenprobleme und musste wieder Tempo rausnehmen. Meine 1o-KM-Durchgangszeit war mit 43:55 unter diesen Umständen aber gar nicht so schlecht.
Bei Kilometer 11-12 ging es dann auf einmal, dass ich mein Tempo wieder bisschen steigern konnte und bei Kilometer 14 hatte ich dann auch eine Gruppe wieder eingeholt, die mich 4 Kilometer davor einfach stehen gelassen hatte. Anscheinend hatte ich bis dahin gebraucht, mein Frühstück zu verdauen
Bei Kilometer 15 habe ich dann die Gruppe hinter mir gelassen und es lief bis ins Ziel ganz gut. Meine 10-Km-Durchgangszeit für die zweiten 10 war dann auch mit 41:40 deutlich besser.
Auch wenn heute die Vorbereitung und das Rennen nicht wirklich gut war, ist es doch gut zu wissen, dass ich noch “beißen” kann und auch wenn es mal nicht so läuft, doch noch eine vernünftige Zeit rauskommt.
Nachtrag: Offiziell sind es 1:30,09, was für Platz 83 in der Männerwertung und Platz 85 in der Gesamtwertung gut war.