Duathlon
Am gestrigen Samstag stand mit dem Duathlon in Kelheim über die Langdistanz (20-83,5-10) die erste richtige Herausforderung der noch jungen Saison für mich an.
Das Rennen verlief eigentlich sehr gut (von ein paar Kleinigkeiten abgesehen, aber dazu später mehr). Meine Zeit von 4:46,10 war für Platz 56 gut.
Eigentlich wollte ich die ersten 20 km Laufen sehr verhalten angehen und hatte mir dafür auch noch extra meine Trainings- und nicht meine Wettkampfschuhe angezogen. Aber es lief dann von Beginn an recht gut und ich hatte auf den ersten 10 km immer eine Gruppe an Läufern um mich rum, die schön in einem für mich angenehmen Tempo gelaufen sind. Bei Kilometer 10 wurden die entweder langsamer oder ich schneller, denn auf einmal war ich alleine unterwegs und hatte die Gruppe hinter mir gelassen. In Blickweite vor mir lief eine weitere Gruppe von 3 Läufern, so dass mein Ziel war, bis zum Wendepunkt an die ranzulaufen und nach dem Wendepunkt dann im Gegenwind mit dieser Gruppe mit zu laufen. Das ranlaufen hat auch gut geklappt, das mitlaufen dann aber nur ca. 1 km, denn ich war doch noch ein Stückchen schneller unterwegs. Nach 1:26,01 war ich dann in der Wechselzone und meine angepeilte Zeit von 1:45 war wirklich nur eine angepeilte Zeit
Der Wechsel verlief dann recht gut (wenn man keinen nassen engen Neo ausziehen muss) und schon gings ab auf die Radstrecke, ein Rundkurs von ca. 16,7 Kilometern der 5x durchfahren werde musste. Nach einigen Metern kam dann auch gleich der Anstieg, der sich aber gut fahren ließ, da er nicht übermäßig steil war. Fühlten sich zu Beginn und im Anstieg meine Beine noch recht frisch an, hatte ich dann auf den Bergabstücken und Flachstrecken in der ersten Runde mit Wadenkrämpfen rechts und links zu kämpfen. Aber mit ausreichenden Verpflegung, Getränken und Dehnungen gingen die Krämpfe dann weg. Die Radstrecke war dann auch nicht sehr ereignisreich. Ich hatte immer einen Kollegen um mich rum, da ich am Berg schneller war als er, aber nicht richtig wegkam und er mich dann auf den Bergabstücken wieder eingeholt oder überholt hatte. Aufgrund der Krämpfe in der ersten Runde und der Hoffnung, dass die nicht wieder kommen sowie den noch abschließenden 10 km Lauf im Hinterkopf, ging ich auf der Radstrecke auch nicht an mein Limit, sondern würde mal sagen, dass hier schon noch 20% “Luft nach oben” drin gewesen wäre. Am Anstieg in der letzten Runde, als ich meinen Mitstreiter wieder mal überholte, meinte er nur kurz “du bist aber hartnäckig”, was mich zu einer großmäuligen Aussage “ich glaube, wir müssen das auf der Laufstrecke ausmachen” hinreißen lies
So habe ich ihn dann auf dem Flachstück nach Kelheim zurück noch überholt und bin vor ihm in die Wechselzone und auch vor ihm auf die abschließenden Laufstrecke gegangen.
Der abschließende Lauf war dann mal richtig hart, zumal ich gleich nach dem loslaufen auf den ersten 3 km mit Seitenstechen zu kämpfen hatte. Nach einem Becher Cola an der ersten Verpflegungsstation gings dann einigermaßen, trotzdem war es mehr ein schlurfen als laufen, was auch die Zeit von 47:24 belegt. Bei Kilomter 7 hatte mich dann auch der Kollege von der Radstrecke ein- und überholt, dem ich leider nichts mehr entgegenzusetzen hatte.
Trotzdem bin ich mit dem Wettkampf und dem Verlauf sehr zufrieden und es war eine schöne Wettkampftrainingseinheit. Der Duathlon war super organisiert, das Starterfeld aufgrund der Bayer. Meisterschaft auch sehr ambitioniert, die Verpflegung auf der Strecke und auch nach Wettkampf sehr gut und beim ersten Lauf hatte auch das Wetter mitgespielt, als es bewölkt war, was aber dann beim Radfahren doch mehr und mehr aufriß.