Nachlese
Erstmal danke für die Glückwünsche. Und auch wenn ich mir eine andere Finishzeit und vor allem einen anderen Marathon vorgestellt habe, bin ich nicht enttäuscht oder traurig oder sonst was, dass es am Sonntag nicht geklappt hat. Klar hätte ich gerne eine anständige Laufperformance beim Hauptwettkampf der Saison hingelegt, aber wie ich schon sagte, auf einer Langdistanz muss alles zusammen passen und kann viel passieren.
Ich muss auch gestehen, dass ich bei Kilometer 3 ganz kurz, aber wirklich nur ganz kurz mit dem Gedanken ans Aufhören gespielt habe. Aber ich wollte unbedingt dieses Finish haben. Dafür habe ich die letzten Monate sehr viel Zeit und Schweiß investiert, so manchen sozialen Kontakt vernachlässigt und darüber hinaus gehört aufgeben (es sei denn aus gesundheitsgefährdenden Gründen) nicht zum Wortschatz eines Triathleten.
Der Muskelkater in den Oberschenkel lässt schön langsam nach und auch der Rücken erholt sich. Zeit also, sich den Wettkampf und das drumherum genauer anzuschauen.
Die Ironman-Expo war mit Sicherheit nicht schlecht, aber die “Messe-Angebote” haben mich jetzt nicht vom Stuhl gehauen, somit habe ich auch nix gekauft (nicht zu vergleichen mit Roth, wo man quasi im vorbeigehen einen Scott Plasma Carbon Rahmen kauft
). Die Registrierung und Abholung der Startunterlagen lief problemlos und auch sehr schnell. Die Parkplatzsituation um die Ironman-City rum war sehr begrenzt, jedoch stand mit dem Parkplatz des Minimundus in 5 Gehminuten ausreichend Parkfläche zur Verfügung.
Die Pastaparty am Freitag abend ließ keine Wünsche offen und es gab Pasta in unterschiedlichen Variationen (Penne mit Tomatensoße, Schinkennudeln, Nudeln mit Kräutersoße) dazu Salat, Brot, Kuchen, Obst, Esspresso und Kaltgetränke. Auch das Rahmenprogramm mit Interviewrunden (Vanhoenacker, Langbrandtner, Camerford, Hauke etc.) passte ganz gut dazu.
Der Rad- und Beutel-Check-in am Samstag lief auch reibungslos. Gewöhungsbedürftig war, dass beim einchecken ein Foto des Athleten mit dem Rad gemacht worden ist und beim auschecken wurde anhand des Fotos dann überprüft, ob Rad und Athlet auch zusammen gehören
Die Stimmung im Strandbad beim Schwimmstart war eigentlich ganz gut, dort waren auch ziemlich viele Leute. Auf der Radstrecke war die Stimmung nicht so dolle. Einzig oben am Rupertiberg sowie auf der zweiten Runde am Ende des Anstieges zum Faaker See waren sowas wie Stimmungsnester. Die Radstrekce ist trotz der 800 Hm pro Runde ziemlich schnell und genial ist, dass die Straßen wirklich komplett abgesperrt sind.
Die Stimmung auf der Laufstrecke ist beim Abschnitt nach Krumpendorf und wieder zurück auch nicht der Bringer. Hier stehen vereinzelt Anwohner und feuern an, das wars aber dann schon. Mehr los war dagegen in der Stadtmitte, wo mit Moderation und Leinwand richtig Stimmung gemacht wurde. Trotzdem gab es immer wieder mal lustige Sprüche wie:
“Aufgehts, ihr seits hier ned zum Urlaub” oder eine Gruppe Jugendlicher hat bei jedem “Geher” “Wir wolln dich laufen sehn” angestimmt
Der Zielbereich mit Zielgerade ist nicht schlecht und lässt auch Gänsehautfeeling aufkommen, Roth fand ich aber emotionaler und besser. Ebenso war die Zielverpflegung nicht so der Bringer. Es gab zwar eine große Auswahl (Baguette, Käsesemmeln, Wurstsemmeln, Hühnerbrühe, Tomatensuppe mit Reis, Pasta, Kuchen, Obst), aber es war alles ziemlich klein und eng aufeinander. Ebenso dass man fürs trinken anstehen musste und die Ausschenker für jeden Athleten einzeln was eingeschenkt haben. Das hätte man auch anders lösen können.
Ingesamt muss ich sagen, dass eine schöne Erfahrung war, mal an einem “richtigen” Ironman teilzunehmen, mir im großen und ganzen aber Roth letztes Jahr besser gefallen hat.
Nichts desto trotz bleibt aber mit Klagenfurt noch eine Rechnung offen ![]()
Juli 15th, 2008 at 8:17 pm
Hallo Reiner,
gratuliere Dir zum Erfolg! …allein bei so einem Wettbewerb durchzukommen, verdient für mich allergrößten Respekt!!!
Aber vor allem:
Danke für Deine interessanten Berichte hier, auf Deiner Homepage!
Ich lese sie immer wieder sehr interessiert. Daß Du Dir bei all dem Aufwand, den Du für Deinen Sport betreibst, auch noch die Zeit nimmst, im Internet darüber zu berichten ist bestimmt nicht sebstverständlich!
Kopf hoch …und mehr Glück beim nächsten mal!
Erhard