Heute war ich in Aichach, wo ich mich um kurz vor 8 Uhr mit Nicole, Reinhard, Harry, Norbert und Stefan getroffen habe, um zusammen die 171km-Tour des Wittelsbachers Radmarathon zu fahren. Wettervorhersage bis 25 Grad und eine wellige Strecke, Radlherz was willst du mehr.
Die Kollegen/Kollegin kamen dann auch gleich alle mit Ihren Triathlon-Wettkampfrädern, während ich mit der Alex, also mit dem normalen Renner am Start war. Hermann und Steven, die die 120km-Tour fuhren, waren zu Beginn auch noch dabei, mussten dann aber später abreissen lassen, denn gleich von Beginn an wurde in unserer Gruppe gut Gas gegeben.
Ich, das erstemal in einer Gruppe unterwegs, habe dann schnell gemerkt, dass mir die ganzen Handzeichen, die man in der Gruppe gibt, wenn man abbiegt, überholt, Gefahr droht etc. abgehen. Mal schauen, vielleicht gibts ja einen VHS-Kurs dazu, oder ich muss mehr in der Gruppe fahren.
Die Führungsarbeit wurde immer schön regelmäßig gewechselt und trotz Gegenwinds waren wir in nu bei der ersten Verpflegungsstelle kurz vorm Wörthsee, an der es Getränke, Gummibärchen, Wurstsemmeln, Obst und Riegel gab. Kurze Stärkung und Pinkelpause und schon gings weiter. Über Seefeld, Andechs, Fischen, Raisting und Dießen gings zur zweiten Verpflegungsstelle (ca. 105km), an der es wiederum Getränke, Kekse, Hipp-Gläschen, Obst und Nudeln mit Tomatensoße gab.
Kurz nach der Verpflegungsstelle war auf einmal Feuerwehr auf der Strecke und hatte die Straße abgesperrt. Ein schwerer Unfall eines Radfahrers mit einem Motorradfahrer wurde uns gesagt. Auch der Notarzt und Sanitätswagen kamen noch an die Unfallstelle, wir drehten um und aufgrund eines kleinen Umwegs, wurden es schlussendlich dann 180Km. Zwischenzeitlich steht fest, dass ein Motorradfahrer bei einem Überholmanöver in eine Gruppe Radler gefahren und einer der Radler gestorben ist.
Die dritte Verpflegungsstelle haben wir dann nur fürs Getränke auffüllen genützt und auf den letzten 30Km hat sich dann noch eine überholte Gruppe hinten reingehängt, so dass wir fast in Gruppetto-Stärke das Ziel erreicht haben. Nachdem ich gestern festgestellt habe, dass an meinem Tacho die Batterie leer ist, war ich auf die Angaben der Kollegen angewiesen: 180Km im 32er Schnitt….. und ich wollte eigentlich eine ruhige Grundlagenausdauerfahrt machen
Es lieft sehr sehr gut, auch wenn ich die letzten 20km meinen langen Lauf vom Freitag und den gestrigen Hügellauf merkte. Aber das hielt mich dann nicht davon ab, nachdem das Rad im Auto verstaut war, mit Reinhard und Nicole noch eine kurze 30-minütige Laufheinheit dranzuhängen.
Somit hatte ich mir ein Radler auf meinem Balkon wahrlich verdient, oder?