Umwege
Das vergangene Wochenende war für einen schönen Trainingsblock reserviert. Los gings am Donnerstag, Vatertag mit aufstehen um 6:30 Uhr, Abfahrt zum Tegernsee um 7:30 Uhr und um 8:15 Uhr saß ich in Rottach-Egern aufm Radl. Über Valepp gings hoch zum Spitzingsattel. Der Anstieg ließ sich gleich super fahren, oben am Sattel waren dann schon die ersten Wanderer unterwegs, während mich es vorne wieder vom Spitzingsattel runterzog. Auf einer eigentlich schön flachen Strecke gings am Wendelstein vorbei über Bayerischzell Richtung Sudelfeld. Mein vorhaben, auf dem flachen Streckenabschnitten eine Mischung aus “Tempo-machen und Erholen” zu finden, wurde aufgrund des Gegenwindes jedoch jäh gestört. So war auf den flachen Abschnitten gut Arbeit gefordert. Der Aufstieg zum Sudelfeld ging locker flott von der Hand, hinunter nach Oberaudorf und von dort weiter bei Gegenwind nach Kufstein. Kurze Getränke-Kauf-Pause an der Tanke und über Thiersee, Landl, Ursprungspass gings wieder hoch nach Bayerischzell. Auch diese Strecke war, bei teilweise Seitenwind, teilweise Rückenwind klasse zu fahren. In Richtung Schliersee hatte ich dann einen Rennradler hinten drin hängen, der aber dann an der Abwzeigung zum Spitzingsattel gerade weiterfuhr und ich somit alleine mit dem Anstieg war. Ging es bis zur Hälfte noch ganz gut, musste ich das zweite Teilstück ganz schön beißen. Von dort ging es dann übers Valepp wieder zurück nach Rottach-Egern, wobei die Bergaufstücke auf der Valepp-Strecke nochmal schön giftig waren. Insgesamt waren es 125 km, die ich in einem niedrigen 28er Schnitt zurück gelegt habe.
In Rottach-Egern schnell Radl ins Auto gepackt, Radschuhe gegen Laufschuhe getauscht und noch schön 45 Minuten gelaufen. Hier war ich wieder Richtung Mautstelle unterwegs und der Weg dorthin ist immer schön ansteigend. Rückweg war dann dementsprechend abschüssig. Nichts desto trotz ging das Laufen ganz gut von der Hand. Abends gabs dann trotz Gewitters noch eine Regenerations-Maß im Biergarten
Am Samstag hatte ich dann etwas, was ich schon ziemlich lange nicht mehr hatte: Keinen Bock aufs Radfahren ;-( Aber da half kein lamentieren oder sonstwas, ich habe mich dann mittags doch noch auf die Effy gesetzt und wollte zum Seehamer See radeln. Aber leider habe ich mir die Route nicht ganz gut eingeprägt und bin in Oberwarngau nicht rechts abgebogen sondern geradeaus weiter nach Warngau und kam deshalb gleich in Weyarn wieder raus
Auch den Rückweg bin ich bisschen anders gefahren, wobei die Strecke zwischen Kreuzstraße und Faistenhaar der absolute Hammer ist. Schnurgerade, bretteleben und mit Rücken-/Seitenwind kann man sagen “nur fliegen ist schöner”. Zuhause stand der Tacho bei 120 km mit 32,3er Schnitt. Radl schnell in die Wohnung, Schuhe getauscht und aufgings zu einem Koppellauf. Vorgenommen hatte ich mir 1 Stunde mit hartem Anlaufen und dann schön in GA1-Tempo weiter. Aber dann wurden doch harte schnelle 1:05 draus. Trotzdem gingen die auch ziemlich locker von der Hand. Abends gabs dann….. genau…. eine Regenerationsmaß im Hirschgarten
Gestern stand dann eine längere GA1-Ausfahrt auf der to-do-Liste. Und zwar wollte ich nach Murnau an den Staffelsee radeln. Bisschen mehr als 160 km bei sehr schwül heißem Wetter. Und auch hier bin ich aufgrund lokaler Ortsunkenntnis und schlecht eingeprägter Route die eine oder andere Schleife gefahren, so dass schlussendlich 175km mit 30er Schnitt aufm Tacho standen. Zudem mit dem Klosterberg Schäftlarn, Klosterberg Andechs und noch zwei schönen 14% Rampen auch nicht immer nur eine gerade Strecke.
Da im Anschluss dann “Latte” aufm Balkon und kein Koppellauf mehr anstand, gabs auch keine Regenerationsmaß mehr
Insgesamt lässt sich sagen, die Radform stimmt für den Zeitpunkt, die Berge gehen ganz gut von der Hand, auf der Geraden kann ich auch gut Druck machen. Die Laufform passt auch, so dass nächstes Wochenende nochmal Kraft und bissi Schnelligkeit gemacht werden können und dann kann der Saisonauftakt kommen.