Schwammerl in den Beinen
Zwei Wochen vor der Langdistanz. Ein wirklich guter Zeitpunkt um bei einer Olympischen Distanz nochmal die Form zu überprüfen und ne schnelle, intensive 2+x-stündige Trainingseinheit unter realen Wettkampfbedingungen einzulegen.
So war ich heute am wunderschönen Rothsee im Frankenland, um dort beim 1. Rothsee-Triathlon-Festival zu starten. Den Rothsee-Triathlon gibts freilich schon länger und ich war auch letztes Jahr dort am Start, aber heuer gab es beide Wechselzonen direkt am Rothsee, die Radstrecke wurde minimal und die Laufstrecke komplett geändert.
1.100 Teilnehmer hatten gemeldet, die in mehreren Startgruppen ab 9:00 Uhr auf die Strecke geschickt wurde. Ich war in Startgruppe drei mit Start um 9:15. Die Startgruppe umfasste ca. 100 Starter und somit gabs am Start auch wenig „Feindkontakt“ und ich fand mich zu Beginn auch gleich in einer kleinen Gruppe wieder, die ein schönes Tempo schwamm. Aber auf einmal waren die Kollegen weg…. Kurzer Blick und ich sah, dass ich doch recht weit nach rechts abgedriftet war und die anderen irgendwie 20 Meter weiter links von mir schwammen. Also Richtungsänderung und wieder rüber….. Aber irgendwie klappte das nicht so richtig, ich hatte weiterhin meinen Rechtsdrall…..!!! Nach der ersten Wendeboje hat sich das aber ergeben und ich blieb auch auf Idealkurs. Schwimmausstieg, kurzer Blick auf die Uhr und ich las was von 26 Minuten…. WOW…damit hatte ich nicht im geringsten gerechnet. Und für alle Zweifler (
) es war die gleiche Strecke wie letztes Jahr, nur dass diesmal gegen den Uhrzeigersinn geschwommen worden ist.
Raus ausm Wasser, Wechselbeutel geschnappt, im Wechselzeit die Gummihaut ausgezogen und raus aufs Rad. Dort ging es erstmal hoch auf die Kanalbrücke bei Heuberg und dann bergab Richtung Hilpoltstein. Eigentlich eine schöne Strecke zum einrollen und Beine locker fahren. Aber das wollte nicht so wirklich klappen. Meine Beine fühlten sich an, als ob „Schwammerl“ anstatt Muskeln vorhanden waren. Nach ca. 10 Kilometer hatte ich dann auch noch technische Probleme… die Hinterradbremse schleifte an der Bremsflanke und sorgte somit für erhöhten Kraftaufwand bei sinkender Geschwindigkeit. Kurz rechts ran, Bremse ausgerichtet und weiter gings. Klasse Strecke, schön wellig mit richtigen Drückerpassagen und 3 steileren Anstiegen. Eigentlich genau richtig für mich. Nach ca. 25 Kilometern schleifte die Bremse erneut. Diesmal habe ich aber nicht angehalten, sondern einfach nur die Bremse geöffnet. Bei Kilometer 30 waren dann die Radbeine wirklich ausgeschlafen und auf Betriebstemperatur, nur gings kurz darauf schon in die Wechselzone. Reine Fahrzeit für bisschen mehr als 40 Kilometer laut Tacho waren dann 1:06, was einem 37er Schnitt entspricht.
Das Rad wurden einem dann von freundlichen Helfern abgenommen, Wechselbeutel geschnappt, im Wechselzelt die Kompri-Strümpfe an und raus auf die Laufstrecke. Auch hier hatte ich zu Beginn „Schwammerl“ in den Beinen, was sich erst auf der zweiten Laufrunde legte. Es mussten zwei Runden a 5 Km gelaufen werden. Die ersten 2 Kilometer gingen flach oben am Damm des Rothsee’s entlang, bevor es dann vom Damm runter Richtung Schleuse Haimpfarrich ging und von dort aus natürlich den Damm wieder hoch. Dies ging in zwei Etappen mit einem langgezogenen Anstieg und einem kurzen knackigen. Zweite Runde ging dann sehr flüssig von der Hand. Und wenn ich bereits unterm Laufen auf die Uhr geguckt hätte und nicht erst im Ziel, wären die Sub40 fällig gewesen.
Die drei Einzelzeiten stellen sich somit wie folgt dar: 26:34 Schwimmen, 1:09,39 Radfahren (inkl. 2 Wechsel) und 40:21 Laufen.
Anschließend gab es eine Zielverpflegung, die wirklich vom feinsten war. Ein Kuchenbuffet über 4 Biertische, ein Obstbuffet über 4 Biertische, Wasser, Cola, A-Schorle…. Fast alles was das Herz begehrt. Auch der Wettkampf war super klasse organisiert, sehr zuschauerfreundlich und mit kurzen Wegen verbunden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Form hinsichtlich Roth stimmt, das Radfahren und Laufen trotz Trainingsmüdigkeit flutscht und hoffentlich das Schwimmen nicht nur ein einmaliger Ausrutscher war.
November 7th, 2009 at 3:17 pm
[...] Teilnahmer an der Dolomiten-Rundfahrt. Ende Juni und 14 Tage vor Roth stand ich dann noch am Rothsee über die Oly-Distanz am Start. Eine Woche vor Roth habe ich beim Tegernsee Triathlon über die Sprintdistanz nochmal [...]