Anstregendes Lächeln
Dienstag, Juni 9th, 2009Ist hier der Gesichtsausdruck noch angestrengt (gut, da komme ich auch gerade vom Schwimmen), klappt das Spiel mit der Kamera hier schon besser….
Ist hier der Gesichtsausdruck noch angestrengt (gut, da komme ich auch gerade vom Schwimmen), klappt das Spiel mit der Kamera hier schon besser….
Weiter, weiter, immer weiter. Wie so schön bereits Oli “King” Kahn sagte, gehts auch bei mir mit Zielrichtung Roth weiter.
Der Steinberger See Triathlon ist schon wieder Geschichte, die Regeneration läuft zwar noch aber am Donnerstag (Feiertag) gehts ins beschauliche Österreich, genauer gesagt nach Osttirol und noch genauer nach Lienz. Dort steht am kommenden Sonntag die alljährliche Dolomitenrundfahrt aufm Plan, bei der ich über die Classic-Distanz (112km, 1850HM) starten werden.
Mein erstes offizielles Radrennen, welches nicht als Einzelzeitfahren gefahren wird. Bin schon sehr gespannt wie das alles ablaufen wird und hoffe, dass ich die Startphase mit 2.000 Radlern heil und sturzlos überstehen werde.
Nachdem am Donnerstag Feiertag ist und ich auch den Brückentag frei habe, werde ich die Tage davor noch zu einem umfangreicheren Trainingsblock mit Rennen als Abschluss nutzen. Die Aufgaben habe ich vom Trainer schon zugemailt bekommen
So werde ich mir am Donnerstag mal die Rennroute mit anschl. Koppellauf antun, Freitag steht dann wiederum Koppeltraining aufm Plan, während es am Samstag um Radfahren und Schwimmen geht. Das Rennen am Sonntag wird somit aus vollem Training raus gefahren.
Nicht wissend, wie meine Beine den Triathlon weggesteckt haben und die drei Trainingstage wegstecken werden, tue ich mich mit einer Zeitprognose für Sonntag schwer. Nichts desto trotz denke ich aber, dass eine Zeit zwischen 3:30 und 3:45 durchaus realistisch sein müsste. Wichtiger ist aber, schneller als Andy und Tom zu sein und Kai in Grund und Boden zu fahren. Oder wars andersrum?!
Bereits zum zweiten Mal, nach Tutzing im letzten Jahr, hats mich auf der Radstrecke erwischt und ich eine Zeitstrafe bekommen.
Diesmal auf der zweiten Runde. Am einzig wirklichen Anstieg zieht sich das Feld zusammen und ich kann auch ca. 5 Mitstreiter bergauf einsammeln. Einen davon kurz vor der Kuppe. Anschließend gehts für ca. 200 Meter bergab und dann in einen Kreisverkehr. Rein in den Kreisverkehr und gleich rechts wieder raus. Nach der Ausfahrt ausm Kreisverkehr folgt ein kleiner Anstieg hoch auf eine Brücke.
Im Kreisverkehr überholt mich außen ein Radfahrer, den ich zuvor am Berg überholt habe und er zieht nach der Ausfahrt vom Kreisverkehr auch gleich wieder vor mir rein. Wie geschrieben, es geht bergauf und bevor ich überhaupt mit Temporeduzierung reagieren kann, kommt auch schon der Pfiff und der Wettkampfrichter zeigt mir seine Sammlung an bunten Karten.
Auffallend ist, dass ich sowohl in Tutzing als auch gestern mit Aero-Helm unterwegs war. Legen hier die Wettkampfrichter ein besonderes Augenmerk drauf? Wenn ja, werde ich in Roth mit normalen Helm starten.
Sooo, mittlerweile gibt es die offiziellen Ergebnisse vom Steinberger See – Triathlon und wie schon befürchtet, komme ich mit einer offiziellen Zeit von 4:17,53 Stunden auf Gesamtrang 55 und Platz 11 in meiner AK.
Mit meiner “inoffiziellen” Zeit von 4:13,53 (ohne die 4 Minuten Zeitstrafe beim Radfahren) wäre ich auf Platz 42 gesamt gelandet.
Gezogen, gezerrt, gescharrt und es kaum mehr erwarten können habe ich es die letzten Tage, bis ich endlich von der Leine gelassen werde und meinen Saisoneinstand in die Triathlonsaison 2009 feiern kann.
Ausgesucht hatte ich mir den Steinberger See Triathlon über die Mitteldistanz (2-80-20), der auch schon gleich mal als Formcheck für Roth herhalten sollte.
Und was soll ich sagen, der Saisoneinstand ist geglückt und mit meiner inoffiziellen und handgestoppten Zeit von 4:13,52 und auch dem Wettkampfverlauf bin ich sehr sehr zufrieden. Einzig was das Ergebnis bisschen trübt, wahrscheinlich werden noch 4 Minuten Zeitstrafe hinzukommen, die ich mir auf der Radstrecke eingefangen habe, aber dazu mehr in einem separaten Post.
Aber jetzt der Reihenfolge nach:
5:45 Uhr, der Wecker klingelt. Für Sonntag eigentlich eine mehr als unchristliche Zeit, aber mei, habe ich mir ja selbst so ausgesucht. Abfahrt um 6:30; Ankunft nach sehr entspannter Autofahrt um 8:15 Uhr, Startunterlagen geholt, Wechselzone eingerichtet, mit Nicole und Sabine geratscht und dann gings um 10:15 auch schon los: Mit dem Schwimmen – 1 Runde á 2km im Steinberger See, der 17,2 Grad warm kalt war! Aber wenigstens keine Gefahr für ein Neo-Verbot
Ach ja, wie habe ich doch das Gehaue und Gesteche kurz nachm Start vermisst, einfach immer wieder schön
Aber ich komme in einen guten Rhytmus, habe ab und zu auch gute Füsse vor mir, so dass die ersten ca. 650 Meter bis zur Boje ganz gut liefen. Nach der Boje gings links weg und hinter einer Insel parallel zum Strand geradeaus. Der Seegang hier hatte es wirklich in sich. Sowas habe ich bis jetzt erst einmal und das am Wörthsee vor 2 Jahren erlebt. Gut durchgeschüttelt konnte ich aber immer noch gut durchziehen und nach 39:15 handgestoppt das Wasser verlassen. Und da in der Wechselzone doch noch recht viele Radl hingen, kann das nicht so schlecht gewesen sein
Der erste Wechsel ging auch ganz flott und schon gings ab auf die Radstrecke. 2 Runden á 40 km, aber ich sage es gleich, lt. meinem Tacho waren es nur 77km. Die Radstrecke wäre eigentlich ziemlich schnell; flach bis leicht wellig mit einem etwas längeren und steileren Anstieg und eine langgezogenen leicht ansteigenden Welle. Ich schreibe eigentlich, weil die Radstrecke ziemlich Windanfällig ist und der doch recht frische und heftige Wind die ganze Sache gut verschärft hat. Aber da hilft nur eine Kraftausdauereinheit – Kopf nach unten, Kette rechts und treten was geht
So konnte ich meine Effy nach 2:09 (wobei hier der zweite Wechsel, der auch problemlos verlief) schon mit eingerechnet ist). Nur die Begegnung mit der Obrigkeit dem Wettkampfrichter stört mich doch sehr.
Die Laufstrecke war ein Rundkurs von 5 km, der somit 4x gelaufen werden musste. Die ersten Meter jeder Runde führten über eine Wiese gefolgt von einer ca. 10m langen Rampe, die es schon in sich hatte. Ansonsten Asphalt-Forstwege-Mix. Die ersten 10km hatte ich wirklich schwere Oberschenkel und ich kam auch in keinen Laufrhytmus. Gleich zu Beginn hatte ich einen Kollegen hinten drin hängen, der, als ich bei Kilometer 2 einen Pinkelstopp einlegte, mir das auch nachmachte. Er war dann bisschen schneller fertig und ich konnte ihm dann aber auch nicht mehr folgen. Ebenso ließ mich bei Kilometer 3 die am Ende zweitschnellste Frau stehen wie einen Schulbuben. Aber durch diese Phase habe ich mich dann erfolgreich gekämpft und in Runde 3 konnte ich meinen “Bieselpartner” holen und in Runde 4 habe ich mir dann auch noch die zweitschnellste Frau geschnappt. So blieb am Ende die Uhr für die 20km bei 1:25,23 stehen (und das bei gefühlt suboptimalen ersten 10km).
Insgesamt muss ich sagen, ein sehr schöner und gut organisierter Wettkampf, sehr familiär und durchaus zu empfehlen. Und auch das Startersackerl mit 3 Zeitschriften (TriLife, TriTime, Active Women), Seba-Med Produktproben, einer Powerbar-Radflasche (0,5), einem Probepäckchen Powerbar Cycleshots und einem weißem Laufcap (zum Glück mit dezenter Werbung) kann sich durchaus sehen lassen.
So kanns weiter gehen!
“Die Hauptsache ist, dich nicht zu schneiden und in der Badewanne zu verbluten”
Ein Radfahrer zum Thema Beinrasur
Anscheinend gibt es in der Straßenverkehrsordnung jetzt einen neuen Zusatz, der zahlreichen Triathlon- und Radsportveranstaltungen Schwierigkeiten bereitet.
Hier ein Artikel dazu in der SZ!
Hoffe mal, dass nicht alles so heiß gegessen wie es gekocht wird, denn den Chiemsee-Triathlon über die MItteldistanz hätte ich, trotz Geburtstag am Tag davor, schon aufm Radar!
Die Startnummern und Einteilung der Startgruppen für die Challenge Roth stehen zwischenzeitlich fest.
So werde ich am 12.07. um 7:05 Uhr in der 4. Startgruppe mit der Nummer 1055 in den längsten Tag des Jahres gehen!
Und da Teamkollege Stefan, den es zu schlagen gilt, die Startnummer 1062 hat, kommt es zum richtigen Duell auf der Strecke
Teamkollege Reinhard wird mit Startnummer 1768 um 7:20 Uhr auf die Reise geschickt und kann uns dann vor sich hertreiben!
Heute war ich mal wieder dienstlich in Erlangen und ein Arbeitskollege, der auch sehr Ausdauersport affin war (u.a. New York Marathon) bzw. immer noch ist, hat mir zur mentalen Einstimmung auf Roth ein Buch geschenkt.
“Rennfahrerblut ist keine Buttermilch” so der schöne Titel und es handelt sich dabei um ein Buch der besten Radsportzitate.
Und auch wenn der Radsport immer noch dopingverseucht ist, sind auf den ersten schnellen Blick wirklich klasse Zitate dabei, die ich euch auch nicht vorenthalten möchte und so wird es in loser Reihenfolge immer wieder mal einige Zitate daraus hier geben.
Den Anfang macht Udo Bölts:
Ich habe Spass am Radfahren, und das heißt für mich, auch ins Training mal bisschen Wettkampfcharakter zu bringen. Ich guck da nicht auf die Pulsuhr. Wenn’s wehtut und ich höre nebendran einen pumpen, dann trete ich halt noch mal rein.
Nach zwei Jahren, in denen ich mit meinem weiß-schwarz-grauem Tria-Top von Craft unterwegs war, wurde es jetzt mal wieder Zeit für ein neues Oberteil.
Entschieden haben ich mich für das Aero Singlet von Skinfit, da es nicht ganz so eng geschnitten ist und mit zwei Rückentaschen auch jede Menge Platz für Verpflegungsmitnahme auf der Mittel- oder Langdistanz bietet.
Und wie hat Sammy Fussballgott Kuffour schon immer gesungen: Wir wolle rot-weiße-Trikots….. damit ist auch die Farbwahl geklärt