Nachschau Roth

Heute vor einer Woche war ich schon frisch massiert und wieder einigermaßen gestärkt im Verpflegungszelt unterwegs. Mit ein paar Tagen “Nachdenkzeit” muss ich sagen, dass am letzten Sonntag wirklich alles super zusammengepasst hat - jedes einzelne Dominosteinchen ist in die richtige Richtung gefallen.

Schwimmen: Insgeheim hatte ich mit einer 1:15 geliebäugelt und die Schwimmleistung am Rothsee sowie am Tegernsee haben ja schon angedeutet, dass ich heuer schneller unterwegs sein werde. Woher die Verbesserung kommt, kann ich nicht wirklich sagen. Meine erste Schwimmeinheit habe ich am 23.12. absolviert und war von da ab bis Roth 32x beim Schwimmen. Die längste Einheit ging über 2.500 Meter ansonsten bin ich viel auf Technik und Intervalle geschwommen. Meine Wasserlage ist auch gefühlt besser geworden und ich “schlingere” auch nicht mehr soviel. Darauf lässt sich aufbauen und wahrscheinlich werde ich heuer im Herbst/Winter noch an einem Schwimmseminar des BTV teilnehmen.

Radfahren: Hier hatte ich schon mit einer 5:15 gerechnet. Die 5:06 ist den absolut klassen Bedingungen auf der ersten Radrunde geschuldet. Kein Wind und angenehme Temperaturen. Die erste Radrunde bin ich auch viel zu schnell angegangen, was sich bei Kilometer 140 dann auch gezeigt hat, als die Körner schön langsam knapp wurden. Bis Roth habe ich 58 Radeinheiten absolviert (10x Rolle, 1x MTB), davon waren 15 Einheiten länger als 120 km, und davon wiederum 3 Stück mit einer Länge von 180km. Zudem habe ich diesmal auch mehr auf Kraftausdauer wert gelegt und bin in der Vorbereitung auch öfters Berge gefahren. Radform hat auch absolut gestimmt, vielleicht eine oder zwei längere Einheiten an die 180km ran wären noch gut gewesen.

Laufen: Mit meiner Laufzeit bin ich super happy. Eine 3:31 im Marathon hintendrauf hatte ich mir nicht ausgerechnet, hier ging ich bei sehr guten Voraussetzungen von 3:40 - 3:45 aus. Aber für den Marathon waren die Wetterbedingungen klasse, auch wenn am Kanal doch teilweise ein unangenehmer Gegenwind ging und ich die ersten 20 Kilometer viel zu schnell angegangen bin. Auch das Duell mit Stefan hat sicherlich dazu beigetragen, wirklich ans Limit zu gehen. Laufen war auch der Schwerpunkt in der Vorbereitung und ich habe schon früh neben den langen Grundlagenläufen auch Kraftausdauer in Form von Hügelläufen trainiert. Insgesamt war ich seit 26.10.08 116x beim Laufen, davon waren 28 Läufe, die länger als 1 1/2 Stunden dauerten (der längste war 3 Stunden).

Unterstützung: Es macht wirklich sehr sehr viel aus, zumindest mir geht es so, wenn man weiß, dass Eltern, Freunde, Bekannte usw. an der Strecke stehen und dich anfeuern. Beim Radfahren nimmt man das nicht so bewusst war, da man hier meistens in einem schnellen Tempo vorbeirast, aber beim Laufen ist das doch immer eine große Motivationshilfe.

Trainingssteuerung/Ernährung: Durch die Trainingspläne vom Klaus kam diesmal auch viel mehr Struktur in mein Training rein. Auch wenn sich die Trainingsvorgaben inhaltlich nur aufs Radfahren und Laufen bezogen und ich mich nicht wirklich sklavisch daran gehalten habe, war das eine große Unterstützung. Zudem waren auch immer wieder neue Reize bzw. Trainingsformen dabei, die ich vorher so nicht trainiert hatte (z.B. umgedrehtes Koppeln, mehrfaches Koppeln hintereinander usw.). Ebenso blieb ich von Verletzungen und Erkrankungen weitesgehend verschont (bis auf Durchfall kurz vor Lanza) und konnte somit das komplette Programm wirklich durchziehen.

Im Dezember war ich bei der SBK-Ernährungsberatung und auch wenn ich dort nicht wirklich was neues erfahren habe, habe ich mich die letzten Monate doch bewusster ernährt, ohne aber groß auf was verzichtet zu haben. Folge war auch ein Gewichtsverlust von 5-6 Kilos, der sich vor allem beim Laufen positiv ausgewirkt hat.

Wettkämpfe: Letztes Jahr hatte ich das Gefühl, schon ausgebrannt nach Klagenfurt gefahren zu sein, deshalb wollte ich heuer weniger Vorbereitungswettkämpfe machen. Es sind aber dann doch einige geworden (Winterlaufserie 10-15-20), HM Ingolstadt, MD Steinberger See, Dolomitenrundfahrt, OD Rothsee, SD Tegernsee), die sich aber sehr gut ins Trainingsprogramm eingefügt haben und teilweise wirklich ausm Training raus absolviert worden sind. Auch das Trainingslager auf Lanzarote und die 4 Tage in Lienz haben sehr sehr gut getan.

Nach drei Langdistanzen in den letzten Jahren mit der jeweils verbundenen Vorbereitung und auch der Einsicht, dass derzeit nicht recht viel mehr als die 9:55 drin sind, gibt es 2010 keine Langdistanz. Nächstes Jahr werde ich mich verstärkt auf die Mitteldistanz und Oly-Distanz fokussieren, um mehr Schnelligkeit und Kraft zu bekommen. Anschließend können für 2011 neue Ziele definiert werden ;-)

2 Responses to “Nachschau Roth”

  1. Chis Says:

    Hawaii 2011?

  2. Reiner Says:

    hmmm…ich befürchte, das habe ich nicht im Kreuz (FFM 9:28 für letzten Slot in der M35).

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