Schlag den Reiner
Heute vormittag war ich bei meinem persönlichen Triathlonabschluss der Saison 2009 und wollte an der Ruderregatta über die Sprintdistanz nochmal einen sehr guten Wettkampf aufs Gelände zaubern. Dementsprechend auch eine meine im Vorfeld formulierten Ziele.
Die Ruderregatta bietet sich für einen Triathlon wirklich an. Klares Wasser beim Schwimmen, sehr einfache Radrundstrecke und die Laufrunde hatte es nochmal in sich. Um kurz nach 11 Uhr ertönte dann der Startschuss für die rund 90 Sprint-Triathletinnen und Triathleten. Die ersten Meter beim Schwimmen gingen auch ganz gut, als ich mich dann nach ca. 30 Metern in einer Gruppe wiederfand und der Nahkampf begann. Und da bekam ich dann auch einen Faustschlag aufs linke Ohr, der mich dann auch gleich sauber ausm Rythmus und Gleichgewicht brachte und ich sogar kurz anhielt, ob ich überhaupt noch was höre. Zudem ist so ein Schlag aufs Ohr wirklich was sehr unangenehmes. Danach gings dann mit etwas angezogener Handbremse und nur halbem Gehör weiter und die restlichen 710 Meter waren auch recht ereignislos. 15:03 Minuten als Schwimmzeit spricht Bände.
Nach einem etwas verkorksten Wechsel (der blöde Neo wollte nicht so wirklich runter) dann rauf aufs Rad und 4x rum um das Becken. Hier konnte ich dann auch einige der vor mir aus dem Wasser gekommenen überholen und wurde selber nicht überholt. Auf der Gegengerade hoch kam auch immer mehr und mehr Gegenwind auf, während es dann auf der Tribünenseite mit Rückenwind deutlich leichter zurück ging. Und 20km sturr gerade aus treten ohne Verschnauf- oder Beine-hochlegen-Pause ist auch nicht ohne. Nach 33:15 Minuten war ich dann auf der Laufstrecke und in der Radzeit sind auch beide Wechselzeiten mit dabei.
Laufstrecke ging auf unbefestigten Wegen hinterhalb der Tribüne entlang, lt. Ausschreibung 3 Runden a 1,7km, gespickt mit einem steilen, fiesen Anstieg einen Grashügel hoch. Auch auf der Laufstrecke konnte ich noch Plätze gut machen und wurde meinerseits nur von einem Mitstreiter noch einkassiert. Kurz vorm Ziel holte ich mir auch noch die Zweitplatzierte Frau und lief mit einer Laufzeit von 18:57 Minuten ins Ziel ein. Ich habe jedoch Zweifel, ob das wirklich auch 1,7km pro Runde bzw. insgesamt auch wirklich 5Km waren?
Gesamtzeit betrug schlussendlich 1:07,15, was für Gesamtrang 16 (auf Platz 15 wird noch ne Staffel geführt) und Platz 4 in der AK gut war. Somit habe ich nur mein Ziel, unter 20 Minuten zu laufen, geschafft, die vorgenommene Platzierung aber deutlich verfehlt. Nichts desto trotz bin ich mit Radfahren und vorallem Laufen zufrieden und zur Ehrenrettung muss man allerdings sagen, dass hier doch wirklich sehr schnelle Jungs am Start waren und der Schlag aufs Ohr mich beim Schwimmen vollkommen ausm Konzept gebracht hat. Zwischenzeitlich gehts auch mit dem linken Ohr wieder bergauf und das Hören wird wieder besser, hängt mir aber noch nach.
Abschließend muss ich aber noch sagen, dass die Zielverpflegung für ein Startgeld von ca. 30 EUR wirklich eine Frechheit war. Als ich ins Ziel kam, konnte ich gerade noch ein Stückchen Kuchen ergattern, danach war dieser aus und wurde auch nicht mehr nachgefüllt. Es stand am Zielverpflegungsstand auch niemand, der sich hierum gekümmert hätte. Einfach ein paar Bananen, Nektarinen, Rivella-Flaschen und einen Topf mit Wasser (in dem schon Fliegen schwammen) hingestellt und die Trias werden das unter sich schon selbst machen. Nachschub an Getränken? Fehlanzeige! Aufschneiden der Wassermelonen? Fehlanzeige! Austausch des Fliegenwassers nach dem sich hier bereits einige beschwert hatten, Fehlanzeige! Wenn ich mir hier den Zielverpflegungsservice von Veranstaltungen wie dem Rothsee-Triathlon, Tutzing, Tegernsee etc. anschaue, die das gleiche Startgeld kosten, kann ich nur sagen SETZEN, SECHS. Aber das werde ich den Veranstaltern noch schreiben.
November 7th, 2009 at 15:27
[...] gings in eine Regenerationsphase. Mit dem Firmenlauf, der Mitteldistanz in Erlangen und dem Sprinttriathlon an der Ruderregatta ging die Triathlonsaison 2009 dann auch zu Ende. Den letztendlichen Saisonabschluss bildete dann [...]