Hitzeschlacht

Waren wir im Mai bislang mit hohen Temperaturen und Sonnenschein nicht gerade gesegnet, sollte sich das am vergangenen Wochenende endlich bessern. Und das auch gleich mit Temperaturen bis an die 30 Grad Marke.

So gings am Samstag über einen kurzen Zwischenstopp in Pfaffenhofen in den Kraichgau bzw. genauer gesagt nach Bad Schönborn, wo die Challenge-Kraichgau, mein Triathlonsaisonauftakt stattfand. Nach einer fast 4-stündigen Fahrt kam ich am Samstag nachmittag auch dort wohlbehalten an. Startunterlagen geholt, Quartier bezogen, Race-Beutel gepackt, Rad-Check-in durchgeführt, Teile der Radstrecke abgefahren, Wettkampfbesprechung, Beine bei einem kurzen Läufchen gelockert, gut gegessen und dann ab ins Bett. So verging der Samstag dann auch mit allerlei Dingen recht flott.

Sonntag, 6:15 Uhr der Wecker klingelt. Gut gestärkt mit leggeren Frühstück im Bauch gings dann nach Ubstadt-Weiher zum Schwimmstart. Restliche Beutel abgelegt und abgegeben, bisschen warmgelaufen und dann gings um 9:15 Uhr mit Hells Bells und einem beachtlichen Kanonenschlag in der zweiten Startgruppe auf die 1,9 km lange Schwimmstrecke. Schwimmen war recht ereignislos und langweilig und mit meiner reinen Schwimmzeit von 37:09 kann ich leben, auch wenn es vielleicht hier und da noch bisschen schneller hätte gehen können. Nachdem ich aber die letzten Wochen das Schwimmen doch recht vernachlässigt hatte, passt das.

Raus ausm Neo, rein in die Radschuhe (Wechselzeit 3:08, kann man noch dran arbeiten) und raus auf die Radstrecke. Die galt im vorne herein schon als anspruchsvoll. Das hat sich dann auch bewahrheitet, die 90km hatten es wirklich in sich (siehe Höhenprofil). Aber es lief eigentlich von Beginn an ganz gut, ich hatte gute Beine und konnte auf der Radstrecke sehr viele Plätze gut machen, während ich nicht wirklich oft bzw. dann auch nachhaltig überholt wurde. So benötigte ich für die Radstrecke (die lt. meinem Tacho 91,4km lang war) 2:36,06 was einem Schnitt von knapp 35km/h entspricht.

Den zweiten Wechsel erledigte ich in einer Zeit von 2:45 und dann kam der härteste Part gestern, einen Halbmarathon bei 30 Grad auf einer Strecke, wo Schatten und kühlender Wind absolute Mangelware waren. Es mussten 3 Runden a 7km gelaufen werden. Die ersten 15 km gingen mir auch noch einigermaßen locker von der Hand, aber auf den abschließenden 6km hatte ich absolut nix mehr hinzuzusetzen und auch mein Kampfgeist, den HM noch in einer Zeit von unter 1:30 zu laufen hat gewaltig unter der Hitze gelitten. Schlussendlich habe ich den HM in 1:31,48 runtergespult und war mit einer Schlusszeit von 4:51,15 im Ziel.

Dies war gut für Platz 162 bei den Männern und Platz 32 in meiner AK.

Fazit: Für meinen Saisonauftakt und den Wetterbedingungen war das Rennen ganz okay. Ich habe gemerkt, dass mir doch die richtig harten Trainingseinheiten, die ich letztes Jahr um die Zeit schon hatte, fehlen. Schwimmen wie immer, Radfahren passt, Laufen hätte ich mir andere Zeit vorgestellt. Aber bis zu meinen nächsten Triathlonwettkämpfen ist jetzt wieder bisschen Zeit (8.9. in Erlagen) und spätesten zum (hoffentlich) Battle mit Chris bei der Challenge Walchsee, werde ich in Top-Form sein :-)

Ein Lob muss ich an dieser Stelle noch den Organisatoren machen. Der Wettkampf war spitzenmäßig organisiert (kurze Wege bei Ausgabe Startunterlagen, komplett abgesperrte und faire Radstrecke, sehr viele Kampfrichter auf der Strecke, klasse Verpflegungsstellen mit Schwämmen beim Laufen, super After-Race-Bereich mit Pools…) und ist absolut zu empfehlen – Challenge-Niveau eben!

2 Responses to “Hitzeschlacht”

  1. stephan Says:

    Du hast schon ziemlich gute Zeiten! Da muss ich mich sehr strecken, wenn ich mal an Dich rankommen will.
    Glückwunsch zur Zeit bei dieser MD. Wenn ich das richtig verstehe, ist Kraichgau eine Reise wert…

  2. Nothing good comes cheap! » Blog Archive » Lienz - Dolomitenrundfahrt Says:

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