Andechs Trail

Wir Triathleten sehen uns ja als Multi-Sportler, da wir drei Sportarten im Wettkampf betreiben. Und oftmals schauen wir auch über den Tellerrand des Schwimmens, Radfahrens und Laufens hinaus und wagen uns an andere Wettbewerbe und Sportarten. Gut, am gestrigen Samstag ging es auch ums Laufen, aber der Untergrund war dann doch ein anderer als sonst.

Bereits zu Beginn des Jahres hatte ich mich für meinen ersten Trail-Lauf, den Trailrun Andechs angemeldet. Hier natürlich für den Expert-Trail über knapp 15km und ca. 285HM.

Allerdings hatte ich zum Zeitpunkt der Anmeldung nicht damit gerechnet, dass es Mitte April beim Start 5 Grad hat, es regnet, sehr windig und nebelig ist. Kurz gesagt, eigentlich nicht mein Wetter, aber für Trail-Running muss es anscheinend so sein. Zudem stellte sich mir noch die Frage, welche Schuhe ich denn hierfür anziehen soll? Nach einigem überlegen habe ich mich dann für meine Triathlon-Racing Schuhe angezogen, mit denen ich mich von 10km bis Marathon sehr wohl fühle. Na gut, um Punkt 10 Uhr gings los und abgesehen vom Wetter, war da meine Welt noch in Ordnung. In der Startaufstellung war ich vorne dabei und der erste Kilometer führte über einen befestigten Feldweg. Zwei Läufer konnten sich hier schon bisschen absetzten, anschl. waren wir ein Gruppe von ca. 1o Mann, die dahinter folgte. Ich konnte das angeschlagene Tempo gut mitgehen, fühlte mich wohl und war gut dabei. Nach ca. 1 Kilometer gings dann ab vom Feldweg und über eine Wiese in den Wald hinein. Schönes auf und ab, Trails, Feldwege, Wiese etc. bestimmten fortan das Bild. Einmal wurde es doch ziemlich knifflig für mich, als es für ca. 30 Meter steil nach unten ging und meine Schuhe nicht wirklich über ein Profil verfügen. Hier musste ich dann auch den Kontakt zu meiner Gruppe abreißen lassen und war dann bis Kilometer 5 alleine unterwegs. Kilometer 5 bis 6 war dann wieder Feldweg bevor es über eine Straße ging und wieder in den Wald.

Die nächste Herausforderung war dann die „Schlucht“. Hier ging’s wieder schön steil nach unten, meine Schuhe hatten immer noch kein Profil, unten über (in meinem Fall mit einem Fuss in den Bach) einen Bach und drüben wieder steil nach oben. Der Großteil verlief hier auch über Singletrails, bevor es dann aber auch wieder Abschnitte auf Forstwegen gab. Diese Abschnitte waren langweilig, aber durchaus herausfordernd, da es z.B. einmal für ca. 800m nur bergauf ging. Nichts destro trotz konnte ich hier immer mein Tempo laufen, wechselte mich mit einem Mitläufer immer wieder ab (er war bergab schneller, ich bergauf und auf der geraden Abschnitten), von hinten kam auch nichts, so dass ich mich bei Kilometer 14 schön langsam für das Ziel bereit machen wollte. Der Weg führte hier aus dem Wald heraus auf eine Wiese und die Fähnchen, welche zur Wegmarkierung ausgesteckt waren, lagen auf einmal nur unmotiviert rum und man konnte nicht erkennen, wo der Weg jetzt weitergehen soll. Eine Gruppe von ca. 4 Mitläufern, welche ca. 30-45 Sekunden Vorsprung auf mich hatten, standen auf einmal vor mir und bogen dann in den Wald ab. Ich + mein Mitläufer folgten. So kamen wir dann zwar wieder auf einen Trail und anschl. einen Weg, waren aber dann doch falsch. 3 drehten wieder um, ich und zwei andere liefen weiter, und kamen dann in Erling wieder raus und mussten dann wieder zum Kloster zurück. Schlussendlich sind wir wahrscheinlich ca 1,3 Kilometer zuviel gelaufen, was mich ca. 5-6 Minuten gekostet hat.

Nichts destro trotz lief ich dann mit 1:11,35 und auf Platz 31 ins Ziel ein. Zum Vergleich, die erste Frau war die gesamte Strecke deutlich hinter mir und war mit  1:05,28 im Ziel. Grundsätzlich bin ich mit meiner Leistung zufrieden, der Lauf hat auch, trotz der beiden Rutschpartien Spass gemacht, zeigt allerdings, dass ich mit Blick auf die Mitteldistanzen im läuferischen Bereich noch etwas arbeiten darf.

 

 

 

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