Challenge Rimini

Der erste längere sportliche Einsatz sollte heuer bei der Challenge Rimini über die Mitteldistanz über die Bühne gehen. Zum Zeitpunkt der Anmeldung war aber noch nicht klar, dass dies auch gleich mit meinen/unseren Flitterwochen verknüpft werden wird 🙂
IMGP1989Die Tage davor waren wir erst noch am Gardasee und sind dann am Donnerstag vorm Rennen nach Rimini aufgebrochen. Unser Hotel lag gleich direkt neben RaceOffice, Wechselzone und Start/Ziel, was die Wege sehr kurz gehalten hat. Am Samstag war ich noch auf der Rennbesprechung, nachmittag bei strömenden Regen dann Rad eingecheckt und abends natürlich noch den ChampionsLeague-Sieg der Bayern im TV verfolgt. Mit diesen Eindrücken gings dann ins Bett. Start meiner Gruppe war für 9:30 Uhr angesetzt, so dass um 6:45 Uhr der Wecker klingelte und wir pünktlich um 7 Uhr beim Frühstück waren. Einzig der strömende Regen, der böige Wind und die Temperaturen von ca. 10 Grad waren nicht gerade gemütlich. Nach gutem Frühstück gings dann in die Wechselzone, das Rad aufwecken, die Rad- und Laufsachen bereit legen, sowie die Schwimmstrecke noch mal in Augenschein zu nehmen.

IMGP1998Dort wurde immer noch fleißig gearbeitet und der Wellengang ließ auch nichts gutes Verheißen. Vorallem für mich leidenschaftlicher Schwimmer. Dann kamen auch schon Durchsagen, dass der Schwimmstart örtlich verlegt wird, die Distanz aber gleich bleibt. Aus einer Strecke gegen den Uhrzeiger sollte nun wegen der Wellen/Strömung mit dem Uhrzeigersinn geschwommen werden. Es waren auch immer noch sehr viele Boote unterwegs, die mit den Bojen zu kämpfen hatten. Eigentlich hätten um 9 Uhr die Pro’s auf die Reise geschickt werden sollen, aber um 9:15 Uhr standen diese immer noch am Strand. Dann wurde die Strecke doch auch noch verkürzt und um 9:30 die erste Startwelle ins Meer geschickt. Ich war in der dritten Gruppe und um 9:50 Uhr, also mit 20 Minuten Verspätung durfte ich mich in die Fluten stürzen. Die ersten Meter wurde noch gewatet, dann gings mit schwimmen los. Das rausschwimmen ins Meer war sehr anspruchsvoll, da der Wellengang nicht gerade wenig war. Querschwimmen und wieder reinschwimmen mit der Strömung/Wellen war dann super. Aber leider war ich sowohl beim raus- als auch reinschwimmen nicht immer auf der Ideallinie unterwegs, so dass ich einige Meter zuviel geschwommen bin. Aber wenigstens war die Adria im Neo temperaturtechnisch ganz erträglich und auch der Regen hatte zwischenzeitlich aufgehört.

So gings dann in die Wechselzone, wo ich mir Thermosocken und eine Windjacke angezogen habe, meine „punky Paula“ geschnappt habe und mich auf die 90km machte. Dort warteten dann ca. 1.300HM, verteilt auf 3 schöne Anstiege. Teilweise erschwerte auch noch schlechter Asphalt das radeln, aber landschaftlich war die Strecke top. Ich fand einen guten Rythmus, konnte viele Mitstreiter überholen, wurde selber nur 3-4x überholt und fühlte mich durchaus wohl. Die Sonne kam auch mehr und mehr durch, trotzdem waren die Jacke und Socken sehr hilfreich. Nach knapp 3 Stunden war ich dann wieder in Rimini und freute mich auf den abschließenden Halbmarathon. In der Wechselzone noch kurz einen Toilettenstop eingelegt und schon ging’s los.

Im Gegensatz zur Radstrecke war die Laufstrecke komplett flach und die Temperaturen bewegten sich immer mehr Richtung 20 Grad. Auch beim Laufen fand ich schnell meinen Rythmus, wurde von Claudia immer sehr gut angefeuert und konnte auch hier weitere Plätze gut machen. Die ersten 10km lief ich in 40:49, die beiden weiteren 5km in knapp 22 Minuten so dass schlussendlich noch eine Sub 1:30 Halbmarathonzeit zu Stande kam.

Nach 4:57,55 Stunden lief ich dann ins Ziel ein. Die Zeit war gut für Gesamtplatz 90 bei den Männern und sogar 2 Profifrauen waren langsamer als ich.

IMGP2013

Insgesamt ein sehr schöner Wettkampf mit einer sehr anspruchsvollen Radstrecke und wenn die  Adria noch mitspielt eine super schöne Mitteldistanz. Mit meinem Ergebnis bin ich sehr zufrieden und hat riesig Spass gemacht, auch wenn ich merke, dass mir aufgrund Hochzeit, Junggesellenabschied etc. doch einige längere Trainingseinheiten fehlen.

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