Übers Wochenende war ich bekannterweise am Gardasee und hier war sprichwörtlich der Weg das Ziel. Die Oxn-Tour mit 520km und 6.800hm stand an.
Und ich muss sagen, es war einfach klasse. Super Organisation (nochmals vielen Dank an Nicole und Hans), sehr schöne Streckenführung, klasse Wetter und eine spitze Gruppe an Mitfahrern.
Los gings am Freitag morgen um 7:00 Uhr in Pfaffenhofen. Im Zick-Zack-Kurs gings auf München zu, im Osten an München vorbei, bei Hofolding wieder über die A8 und weiter nach Dietramszell. Hier war ich dann wieder in meinem Trainingsrevier unterwegs. Bad Tölz, Jachenau und Walchensee waren die nächsten Stationen bevor es dann am Walchensee nach 160km eine etwas längere Mittagspause gab. Weiter über Wallgau, Mittenwald, Leutasch, Telfs, Inntal bis an den Eingang ins Ötztal. Hier nochmals letzte Pause um die Speicher und Trinkflaschen zu füllen und dann gings hinauf und hinter ins Ötztal nach Huben, wo wir unser Übernachtungsquartier hatten, was wir auch nach 270km und 9 Stunden Fahrzeit (30er Schnitt) erreicht haben.
Meine Beine haben sich den ersten Tag über immer super angefühlt und auch die letzten 20-25 km ins Ötztal konnte ich noch gut das Tempo von Ettl und Mane mitgehen.
Am Samstag gings dann nach einer kurzen Nacht wieder um 7 Uhr los. Von Huben aus stand nach Sölden Beine warm fahren aufm Plan, denn gleich hinter Sölden geht dann schon die Steigung Richtung Timmelsjoch los, dem Dach unserer Tour. Und für mich, der bis jetzt noch nie einen richtigen Alpenpass gefahren ist (Spitzing etc. zähle ich da nicht mehr dazu
), war das eine wirklich gute Erfahrung. Ich fand auch schnell meinen Rythmus und konnte diesen sehr gut durchziehen und kam ohne Probleme oben am Timmelsjoch an. Von dort gings dann weiter in rasanter Abfahrt nach Italien und über Meran gings durch Südtirol nach Lana. Dort stand mit dem Gampenpass der nächste Berg an. Bei schöner Mittagshitze (am Berg hatte es zwischendurch bis an die 40 Grad) gings in der prallen Sonne 17km nur bergauf. Der Gampenpass ist nicht recht steil, aber man kann sich zwischendurch nie ausruhen, da es nur bergauf geht.
Auch hier habe ich schnell meinen Rythmus gefunden und konnte gut nach oben kurbeln mit dem Wissen, dass es am Passübergang eine längere Mittagspause gibt
Diese haben ich dann auch ausgiebig genutzt und von dort aus gings dann immer weiter Richtung Süden. Pünktlich zum Anpfiff des Deutschlandspiels gings auch bei uns wieder bergauf. Der Anstieg nach Madonna di Campiglio stand an. 14km mit knapp 1.000hm galt es zu überwinden und als ich oben ankam, war es bereits kurz vor der Halbzeit und Deutschland führte 1:0
Auch hier kam ich sehr gut nach oben, auch wenn die letzten zwei Kilometer schon etwas zäh gingen.
Von dort aus gings dann in teilweiser rasanter Fahrt in der Gruppe stetig und unaufhaltsam Richtung Gardasee. Teilweise war die Topograhpie etwas wellig, was aber dem Schnitt keinen Abbruch mehr tat. Um ca. 19:30 Uhr waren wir dann in Riva und hatten nach 520km mit u.a. den drei Pässen einen 25er Schnitt aufm Tacho stehen.
War eine riesige Erfahrung und bis auf den Hintern tut mir heute auch nicht wirklich was weh