Kategorie-Archiv: Saison 2011

Lebenszeichen

Lang lang ist es her, dass es hier mal wieder was Neues gab. Aber nach Lanzarote gab es erstmal drei Wochen Sportpause um einerseits dem Körper, andererseits dem Kopf eine Auszeit nach einer recht langen Triathlonsaison zu geben.

Kurzer Rückblick: Ein Volksduathlon (3. Gesamtplatz), 5 Mitteldistanzen (bei jeweils warmen bis heißen Bedingungen, mit 25. Gesamt in Saalfelden und 6. in der AK auf Lanzarote) sowie einem 10-km-Lauf (4. Gesamt), das war meine Saison 2011, mit der ich recht zufrieden bin.

Aber jetzt bin ich seit drei Wochen wieder im Training, witterungsbedingt mit Schwerpunkt auf Laufen, war die letzten Wochenenden auch noch an der Isar mit dem MTB unterwegs und auch das Schwimmtraining habe ich jetzt wieder aufgenommen. Somit Zeit, mal einen Blick auf die Saison 2012 zu werfen, in der es zwei Höhepunkte geben wird und auch das Gerüst herum steht schon mehr oder weniger.

Der Höhepunkt wird am 08.07.2012 das Langdistanzrennen in Roth und hier auch meine ambitionierte Zielsetzung von 9:29 Stunden. Der zweite Höhepunkt soll das Ironman 70.3 Rennen in Zell am See werden und hier lautet die Zielsetzung „Slot für Vegas“.

Ansonsten werde ich (wahrscheinlich) am 28.04. am HM in Ingolstadt an den Start gehen, habe am 03.06. den Steinberger See Triathlon über die Mitteldistanz aufm Plan, am 10.06 Radrennen in Lienz mit vorgeschalteten Kurztrainingslager, 17.06 oder 23.06 eine Olympische Distanz und Anfang August nochmal eine Olympische Distanz. Darüber hinaus muss ich mir noch Gedanken Richtung Saisonabschluss machen (Mitteldistanz im Ausland oder evtl. Marathon in München).

Ihr seht, es steht einiges an und ich werde euch regelmäßig auf dem laufenden halten.

Sportliche Adventsgrüße!!!!!

OceanLava

Zwischenzeitlich bin ich seit Sonntag bereits wieder ausm Urlaub zurück und auch der Ocean-Lava-Triathlon auf  Lanzarote ist schon fast wieder zwei Wochen her. Also höchste Zeit für meinen Race-Bericht.

Der Triathlon über die Mitteldistanz (1,9-90-21,1) sollte nach einer doch recht langen Saison mein Saisonabschluss in sommerlicher Atmosphäre werden. Und ich kann es vorweg nehmen, es war bei der fünften Mitteldistanz heuer das 5. mal, dass ich Sonnenschein und Temperaturen jenseits der 25 Grad hatte. Also gewohnte Bedinungen für mich 🙂

Nach der Tri-Motion in Saalfelden hatte ich weiter meinen Schwerpunkt auf das Radfahren gelegt, dafür das Laufen sowie auch das Schwimmen hinten angestellt. Ebenso war ich gespannt, wie sich meine Wiesn-Besuche auf meine Form auswirken würden 😉 Ziel war, den Wettkampf genießen, die Restform „raushauen“ sowie schneller als Kai zu sein.

Nachdem ich am Freitag die Registration sowie den Rad-Check-in hinter mich gebracht hatte, gings am Samstag um 8 Uhr dann los. Davor noch kurzes Pläuschchen mit Kai, Neo anziehen, kurzes einschwimmen und nochmal kurz den Schwimmkurs mir erklären lassen. Angesagt waren 300m gerade aus raus aufs Meer, um den Katamaran rum, dann parallel zum Strand nach Osten bis zum kleinen Boot und von dort diagonal zurück zum Strand. Diese Runde sollte zweimal geschwommen werden. So weit so gut. Ich hatte mich dann erstmal etwas weiter hinten einsortiert, entging so nach dem Startschuss dem Massengedränge und kam gleich gut in Rythmus. Rum um den Katamaran und dann erstmal gar nichts mehr gesehen, da wir in die aufgehende Sonne schwimmen musste. Endlich taucht das genannten Boot auf und ich möchte darum rum schwimmen, als mich die Bootbesatzung schon mit Winken und Rufen darauf aufmerksam macht, dass es nicht um das Boot herum geht, sondern dass es zwischen einer Boje und dem Boot hindurch geht und dann wieder zurück zum Strand. Dieses Mißgeschick hat mich ca. 2 Minuten gekostet, was bei meiner Schwimmzeit schon ganz schön was ausmacht. Die zweite Runde verlief dann ganz ruhig, das Schwimmen im Meer ist bis auf den Salzgeschmack im Mund ganz angenehm und nach 35:51 entsteige ich den Fluten des Atlantiks (Kai hatte hier ca. 4 Minuten Vorsprung erschwommen). Auf dem Weg in die Wechselzone noch kurz das Salz abgeduscht, den Mund ausgespült und schon standen die 90km aufm dem Programm.

Diese sollten es lt. Höhenprofil durchaus in sich haben und waren garniert mit einem 21%-Anstieg hoch nach Femes. Trotzdem oder gerade dessen habe ich mich sehr auf das Radfahren gefreut, auch weil die Insel landschaftlich sehr viel zu bieten hat.

Nach einem kurzen Wechsel das Rad geschnappt und schon gings los. Die Strecke durch Puerto del Carmen war noch sehr gemäßigt und ideal, die Beine nach dem Schwimmen locker zu fahren. Dies änderte sich, als es dann Richtung Conil ging. Hier eine sehr kleine Nebenstrecke, immer leicht ansteigend und immer mit einem doch recht starken Gegenwind. Trotzdem kann ich hier gut Druck machen und überhole bereits sehr viele „Schnellschwimmer“. Kurz vor Conil nimmt die Steigung nochmal zu und beim schalten auf das kleine Kettenblatt springt mit die Kette vom Ritzel. So eine Sch….! Normalerweise geht das immer recht flott zu beheben, hier hatte ich aber doch etwas mit der Kette zu kämpfen und auch wenn es wahrscheinlich nicht mehr als 2 Minuten waren, kam es mir wie 15 Minuten vor. Die Zeit hat aber gereicht, dass die zuvor Überholten wieder an mir vorbeiziehen. Mit schwarzen schmierigen Fingern und Wut im Bauch gehts dann aber weiter und bei der Anfahrt zum Anstieg nach Femes, kurz vor Las Brenas überhole ich dann bereits Kai. Dies hat mich doch gewundert, da ich nicht unbedingt damit gerechnet hatte, ihn auf der Radstrecke bereits einzuholen. Ich hatte mehr mit der Laufstrecke gerechnet. Diese Überholung gibt mir dann nochmal weiteren Schwung, welchen ich für den Anstieg nach Femes auch benötigen. Hier ist an elegantes Hochpedalieren nicht zu denken, sondern hier habe ich mit jeder Kurbelumdrehung das Issac nur noch nach oben gewuchtet. Anschließend folgen 5 Kilometer zum erholen, bevor die Fahrt durch den Nationalpark Timanfaya und hoch zu den Feuerbergen ansteht. Vor diesem Streckenabschnitt hatte ich am meisten Respekt, da es hier 5-6 Kilometer stetig, in mehreren Wellen abgestuft bergauf geht und man hier immer starken Gegenwind hat. Aber auch dieser Abschnitt geht locker von der Hand und nach 3:01,09 habe ich dann die Effy wieder in der Wechselzone abgestellt. Schade, den 30er Schnitt hätte ich schon gerne geknackt, aber wenn die Kette nicht gewesen wäre……

Der anschl. Halbmarathon führte auf einer 3,5 Kilometer langen Wendepunktstrecke wellig durch Puerto del Carmen auf der Uferpromenade entlang, welche insgesamt 3x zu durchlaufen war. Hier hatte man bis zum Wendepunkt wieder Gegenwind, beim Rückweg Rückenwind. Zwischenzeitlich kann ich sagen, dass Rückenwind zwar nicht so anstrengend ist, aber keinerlei Kühlungseffekt verschafft. Abgesehen von einem kurzen Toilettenstopp kann ich mein Tempo ganz gut laufen, überhole weiterhin fleißig und werde im Gegenzug nur einmal „zurück überholt“. Kai kommt mir auf der Laufstrecke auch immer wieder entgegen und ich sehe, dass ich meinen Vorsprung immer weiter ausbaue. Ebenso hilft in dieser Phase die frenetische Anfeuerung von Claudia (vielen lieben Dank nochmal dafür). Schlussendlich absolviere ich den Halbmarathon in 1:35,41 und mehr wäre auch nicht drin gewesen.

Insgesamt war meine Zeit von 5:12,40 für Gesamtplatz 39 bei den Männer und Platz 6 in der Altersklasse gut. Kai finisht in 5:30,34 und gewinnt damit seine Alterklasse. Herzlichen Glückwunsch nochmal dazu. Ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden und es war ein guter Saisonabschluss.

Somit hatten wir uns nach einem sehr anspruchsvollen, aber klasse organisierten Triathlon zum Saisonabschluss ein Finisher-Bier verdient.

 

Oberhachinger Herbstlauf

Auch wenn in München bereits Wiesn Zeit ist, die sich hervorragend für die Off-Season verwenden lässt, steht mit Lanzarote noch ein Wettkampf diese Saison an, so dass es trainingstechnisch durchaus noch heiß her geht.

Das Wetter die letzten Tage hat auch nochmal richtig zum trainieren eingeladen und wettkampfspezifische Vorbereitung bestreitet man am Besten mit einem Wettkampf. Gedacht, gesagt, getan….. und so hatte ich mich am letzten Samstag mittag beim Oberhachinger Herbstlauf über 10km nachgemeldet. Um das ganze aber noch ein bisschen zu garnieren, hatte ich mich zuerst noch aufs Fahrrad gesetzt. So kamen hier dann 90 hügelige Kilometer zusammen. Danach kurz nach Hause, Laufsachen gepackt und mit einer Stunde Pause gings dann in Oberhaching an die Sache.

Ca. 140 Teilnehmer waren gemeldet und gleich nach dem Startschuss ging es mit gut Tempo los. Ein Schwarzer konnte sich bereits auf den ersten 500Metern absetzen und hat das Rennen dann auch mit einer 32er Zeit gewonnen. Dahinter konnte sich nach Kilometer eins bereits ein weiterer etwas nach vorne absetzen. Dahinter war ich dann mit drei weiteren Mitstreitern in einer gut funktionierenden Gruppe und wir liefen auch, für meine Verhältnisse, ein ganz ordentliches Tempo. Bis Kilometer 4 blieben wir auch zusammen, als dann plötzlich zwei aus der Gruppe das Tempo anzogen. Ich konnte leider nicht mitgehen und so waren bald einige Meter zwischen uns, die sich kontinuierlich ausbauten. Auch der vierte aus unserer Gruppe konnte nicht mitgehen, aber auch nicht mehr an mir dran bleiben, so dass ich nach ca. 4,5 Kilometer mehr oder weniger alleine unterwegs war. Die Lücke nach vorne konnte ich nicht zulaufen und nach hinten brannte nichts an. Trotzdem habe ich versucht, das Tempo weiter hoch zu halten, auch wenn ich die durchs Radfahren vorbelasteten Beine immer mehr merkte.

Die Strecke kannte ich bereits von unzähligen Trainingsläufen im Perlacher Forst, so dass es bis zum Zieleinlauf nichts spannendes mehr gab. Nach vorne ging nichts mehr, von hinten drohte wenig Gefahr. Schlussendlich lief ich mit 37:30 und auf Platz 5 gesamt ins Ziel ein und bin damit super zufrieden.

Im Ziel noch kurz mit Chris geplaudert, der gerade in der Hawaii-Vorbereitung steckt, kurz was getrunken und dann gings auch schon wieder nach Hause 🙂

Hat Spass gemacht!

 

Tri-Motion

Am vergangenen Samstag war ich zu meiner 4. Mitteldistanz in diesem Jahr mal wieder in Österreich und nach 4 Jahren Abwesenheit wieder bei der Tri-Motion in Saalfelden am Start. Einige Tria-Kollegen habe heuer schon richtig gejammert, dass sie bei jedem Wettkampf Regen und kühle Temperaturen hatten. Ich dagegen hatte in St.Pölten 30 Grad und Sonne, in Kulmbach 28 Grad und Sonne, in Obertrum 35 Grad und Sonne und am Samstag 28 Grad und Sonne. Also sehr gute Bedingungen auf einer sehr anspruchsvollen Strecke.

Das Schwimmen verlief (für meine Verhältnisse) eigentlich ganz gut und mein Gefühl, dass ich die 1.500m gut im „Kreuz“ habe, danach aber zu schwächeln beginne, hat sich mal wieder bewahrheitet. Trotzdem bin ich nach 36:41 Minuten für 2km aus den Fluten des Ritzensee’s gestiegen. Der erste Wechsel verlief auch ganz gut und flüssig und schon gings los auf wellige 80km die sich auf 3 Runden verteilten. Es lief eigentlich von Beginn an ganz gut, ich hatte gute Beine und meine Rundenzeiten sind wirklich schön gleichmäßig. Auch die Wettkampfrichter waren in guter Anzahl vertreten und haben auch gut Verwarnungen bzw. Zeitstrafen verteilt.

Nach einem gerade noch akzeptablen zweiten Wechsel (die Kompri-Socken) gings dann erstmal steil bergab ins Stadtzentrum von wo aus dann drei Runden zu laufen waren. Und die Laufstrecke ist wirklich der Hammer. Aus Saalfelden raus gehts immer nur bergauf, garniert mit einem 200m Anstieg mit 14%. Nach dem Wendepunkt gehts dann immer bergab wieder nach Saalfelden rein, aber die Zeit die man beim berauflaufen verliert, holt man dort nicht mehr rein. Die Schleife ist dann 3x zu laufen und schlussendlich blieb die Uhr bei 1:37,20 für 22km stehen.

Die 149. Schwimmzeit, die 26. Radzeit und die 20. Laufzeit waren dann für 4:26,01 Stunden gut. Dies hat für Platz 25 Gesamt und Platz 13 in der AK gereicht.

Insgesamt ein wieder mal sehr schöner und klasse organisierte Wettkampf und auch mit meiner Leistung bin ich sehr sehr zufrieden.

Saalfelden

Die Zeit vergeht und wie schnell merkt man, wenn man hier ins Blog schaut und sieht, dass schon mal wieder seit Wochen nix Neues drin steht. Aber ich war in der Zwischenzeit durchaus fleißig und unter anderem beim StarnbergerSee-Schwimmen (natürlich über die 4km) beim Wandern mit Schneefall und auch ansonsten beim Schwimmen, Radfahren und Laufen unterwegs.

Darüber hinaus ist jetzt auch der Saisonabschluss mit dem Ocean-Lava-Triathlon auf Lanzarote gebucht, sowie der anschließende Urlaub.

Davor geht’s aber erst noch am kommenden Samstag zur Tri-Motion nach Saalfelden, meiner 4. Mitteldistanz in diesem Jahr.  Die Streckenlängen betragen hier 2-80-22 und mein Ziel ist natürlich deutlich schneller als 2007, meiner letzten Teilnahme in Saalfelden zu sein. In den Wochen nach Obertrum habe ich den Schwerpunkt etwas mehr aufs Radfahren gelegt und hoffe mal, die Früchte dann am Samstag auch ernten zu können.

Ich freu mich schon!

Abgesagt

Tja, so schnell kein ein Saisonhöhepunkt und gleichzeitig Schlusspunkt einer  langen Triathlonsaison sich in Schall und Rauch auflösen. Eigentlich wollte ich beim TriStar Sardinien zum Saisonabschluss starten und das für mich durchaus interessante Format von 2-200-20 mit einem anschließend erholsamen Urlaub auf einer der, so sagt man, schönsten Insel der Welt zu verbringen.

Aber nachdem die Anmeldung schon eine gewisse Zeit nicht möglich war und es nur sporadische Informationen über das Rennen gab, hatte ich innerlich schon mit dem worst case gerechnet. Und dieser hat sich jetzt bewarheitet, das Rennen wurde für 2011 abgesagt und auf 2012 verschoben. 2010 wurde es das erstemal erfolgreich durchgeführt, so dass es sich nicht mal um eine Erstlingsveranstaltung gehandelt hätte. So gibt es auch keine wirklichen Hinweise, was zur Absage und Verschiebung geführt hat.

Es ist auch müsig, darüber zu diskutieren, sondern der Blick wird nach vorne gerichtet und Alternativen gesucht. Da kamen mir schnell Elba-Man über die Mitteldistanz (leider schon ausgebucht), Mallorca Mitteldistanz (mit 17.09. für mich etwas früh), Challenge Barcelone (heuer keine Langdistanz), ein Ironman in Amerika (bereits alle ausgebucht und keine Langdistanz heuer), Ibizia (mit 30.10. leider zu spät) in den Sinn. Tja, so bleibt eigentlich nur noch Volcano-Triathlon auf Lanzarote am 08.10. übrig. Claudia ist mit Lanza als Urlaubsziel auch einverstanden, so dass ich jetzt mal die Angebote ausm Reisebüro abwarte. Und wenn dieser akzeptabel sind, gehts Anfang Oktober auf meine liebste Trainingsinsel zum Saisonabschluss-Wettkampf.

Mögen die Feuerteufel mir

Roth is calling

Aber leider für mich heuer mal wieder weder als Teilnehmer noch als Zuschauer. Nichts desto trotz verspricht das Rennen am Sonntag, vorallem bei den Männern viel Spannung. Hier schon mal Emotionen pur!

Marino Vanhoenacker hat letzte Woche den Ironman-Weltrekord mit 7:45,52 in Klagenfurt mehr als nur geknackt, sondern schon fast pulverisiert. Und ich kenne ja beide Strecken und würde Roth noch einen Tick schneller, vorallem auf der Radstrecke einschätzen.

Dort duellieren sich mit Sebastian Kienle, einem der aufstrebenden jungen Langdistanztriathleten und Andreas Raelert, dem wohl derzeit besten deutschen Ironman und letztjährigen Hawaii-Zweiten zwei ganz coole Typen. Aufgrund der bisher gezeigten Performance tippe ich auf Andreas Raelert und wenn das Wetter am Sonntag mitspielt auch auf eine Zeit um die 7:45 Stunden.

Bei den Damen wirds wahrscheinlich eine einsame Chrissie-Show. Aber natürlich liegt hier der Hauptaugenmerk auf der Vereinskollegin Nicole. Die darf bei den Profifrauen starten und hat hohe Ziele. Ich drücke die Daumen.

Trainingsblock

Seit meinem letzten Wettkampf  in Kulmbach über die Mitteldistanz ist es hier etwas ruhiger geworden. Das lag zum einen daran, dass ich nach Kulmbach zwei Wochen mit wenig Trainingsumfang und -intensität benötigt habe und den Triathlon mal Triathlon habe sein lassen. Zum anderen auch daran, dass mit dem Umzug von Claudia auch ein anderes spannendes „Projekt“ anstand.

Zwischenzeitlich sind die Möbel abgebaut, entsorgt oder wieder aufgebaut, die Umzugskisten entrümpelt und ausgeräumt, die neue Spülmaschine (wie habe ich vorher jemals ohne leben können) angeschlossen und das Zusammenleben klappt wunderbar (sofern man das nach zwei Wochen schon sagen kann 😉 ). Zeit also, sich auf die nächsten Aufgaben bzw. Wettkämpfe zu konzentrieren und auch wieder verstärkt ins Training einzusteigen.

Die Trainingszügel habe ich dann auch seit letzter Woche wieder spürbar angezogen, so dass ich hoffentlich am 17.07. in Obertrum/Salzburg beim dortigen Trumer Triathlon über die Mitteldistanz in bester Verfassung am Start stehen werde. Nachdem wir am kommenden Samstag in Salzburg auf Hochzeit eingeladen sind, werde ich die Gunst der Stunde gleich nutzen und mir am Sonntag die Radstrecke mal genauer aufm Tria-Bike anschauen.

Bis dahin steht aber noch die eine oder andere schweißtreibende Trainingseinheit bevor.

Tiefen und Höhen

Am gestrigen Pfingstsonntag war ich beim Mönchshof Triathlon in Kulmbach und über die dortige Mitteldistanz am Start. Ausgeschrieben waren 2-85-20, aber die Streckenlängen beim Schwimmen und auch beim Radfahren waren definitiv länger. Schwimmen kann ich nicht sagen, wie viel, auf meinen Radtacho standen in der Wechselzone genau 90km. Warum man aber mit 85km ausschreibt, bleibt mir ein Rätsel. Soviel als Vorgeplänkel….und nun rein ins Rennen.

Pünktlich um 9:05 Uhr erfolgte der Startschuss und das, obwohl noch gar nicht alle, ich eingeschlossen, im Wasser waren. Ich stand zu dem Zeitpunkt noch mit mind. der Hälfte der anderen Starter draußen am Ufer. Also schnell rein in die Fluten und die 3 Runden im Trebgaster Badesee absolvieren. Runde 1 war von sehr viel Körperkontakt geprägt, Runde 2 und 3 dann ruhiger. Wahrscheinlich zu ruhig, denn eine 45:58 war mit Sicherheit nicht die Zeit, die ich auf meiner Uhr lesen wollte……! Zum Glück standen doch noch einige Räder in der T1, so dass es noch langsamere Schwimmer gibt 🙂

Nach diesem Zeit-Schock gings dann in die Wechselzone, der Wechsel lieft diesmal auch etwas besser als in St. Pölten, hat aber immer noch Verbesserungsbedarf und dann rauf aufs Rad. Hier waren 2,5 Runden zu absolvieren mit auf jeder Runde einem schönen Anstieg, der mit einer 16%-Rampe beginnt, anschl. dann flacher wird, aber sich doch etwas zieht. Gleich zu Beginn konnte ich einige Kollegen überholen, dann wars teilweise ein sehr einsames Rennen. Insgesamt wurde ich auf der Radstrecke nur von einem Kollegen überholt, konnte selbst doch viele Plätze gut machen. Ich habe mich auf dem Rad auch wohl gefühlt, aber hier fehlt mir momentan noch der letzte Punch, sich aus der Komfortzone raus bewegen, dahin, wo es auch mal wehtut. Das wird die nächsten Wochen im Training auf dem Plan stehen. Inkl. der zwei Wechsel saß ich 2:32 Stunden aufm Rad, solide Leistung – nicht mehr und nicht weniger.

Aber einmal in den grünen Kompressionssocken und grünen Laufschuhen, ging die Post nochmal ab. Meine Beine fühlten sich gut und die ersten 5 km (5-km Wendepunktstrecke) lief ich in handgestoppten 19:32 Minuten. Bei Kilometer 3 bzw. 3,5 kamen mir schon Norbert und Chris entgegen, die gestern beim Schwimmen und Radfahren in einer anderen Liga unterwegs waren. Aber beim Laufen wollte ich noch weiter Schadensbegrenzung leisten und die nächsten 15km wurde ich nicht viel langsamer, trotz aufkommender Schwüle. Schlussendlich lief ich die 20km in 1:20,53 und konnte endlich auch mal meine Halbmarathonleistung in einem Triathlon umsetzen. Im Ziel wartet dann Norbert schon mit einem kalten Bier auf mich…..SUPER!

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass mir gestern beim Radfahren der letzte Kick gefehlt hat, Laufen super lief, der Triathlon in Kulmbach sehr gut organisiert ist, der Wettkampf trotz des Schocks nach dem Schwimmen Spass gemacht hat und bis zum 17.07.2011 verstärkt Radfahren und Schwimmen aufm Trainingsplan stehen wird. Meine Gesamtzeit von 4:38,54 war dann noch für Gesamtplatz 103 gut.

 

Mönchshof Triathlon

Die Kohlehydratspeicher sind gefüllt, die Beine rasiert und die Tasche gepackt. Jetzt dann noch schnell zum Friseur und schon kanns losgehen ins fränkische Kulmbach. Dort steht morgen mein zweiter Wettkampf über die Mitteldistanz (2-85-20) an, der zugleich auch die Deutsche Meisterschaft beeinhaltet.

Meine Vorstellung ist eine Zeit um die 4:30 Stunden. Schwimmen wäre ich mit der gleichen Zeit wie in St. Pölten sehr zufrieden, Radfahren sollte passen und beim Laufen habe ich nach St. Pölten noch die Trainingszügel angezogen und auch hier hoffe ich, dass sich das im Wettkampf am Sonntag bemerkbar macht. Über 20km sollte eine sub 1:25 doch drin sein.

Jetzt noch Daumen drücken, dass das Wetter hält, trockene 22 Grad bei wenig Wind wären ideal.

Speed Weapon

Hier hatte ich bereits berichtet, dass ich mir neue Hochprofil-Laufräder angeschafft habe. Und so sieht das ganze jetzt aus.

 

Speed Weapon

Speed Weapon

Die ersten (Trainings)Kilometer habe ich schon runtergerießen und ich muss sagen, die Laufräder fahren sich wirklich super genial. Mal schauen, wenn es das erste Mal richtig Seitenwind hat, ob ich das dann immer noch sage 🙂

St. Pölten

Zwischenzeitlich sind schon wieder zwei Tage vergangen und die Muskeln fühlen sich fast wieder normal an. Zeit also für den Wettkampfbericht des Ironman 70.3 in St. Pölten, welcher mein richtiger Einstand in die Wettkampfsaison 2011 war.

Samstag vormittag machten Claudia und ich uns bei schönstem Wetter auf in die niederösterreichische Landeshauptstadt, wo wir dann gegen halb zwei am nachmittag nach stressfreier Autofahrt ankamen. Parkplatzsuche war kein Problem und dann gings schon Richtung Expo bzw. zur Registratur um die Startunterlagen abzuholen. Dort hatte sich eine etwas längere Schlange gebildet, nach ca. 1 Stunde Wartezeit hatte ich dann meine Unterlagen in den Händen. Noch bisschen über die Expo geschlendert (leider konnte ich Claudia nicht überreden, mir ein Cervelo P4 oder Trek Speed Concept zu kaufen) bevor es zurück zum Auto ging um die Wechselbeutel und die Effy für den Check-in vorzubereiten. Und pünktlich hierfür ging dann auch noch ein kurzer Regenschauer nieder, welcher die Temperaturen von 31 auf 28 Grad abkühlte 😉 Gott sei Dank hörte es schnell wieder auf, Rad eingecheckt, Beutel abgegeben, kurzer Plausch mit Nicole und Reinhard, einkaufen gefahren und dann unser Zimmer im Cleverhotel Herzogenburg bezogen. Nach einem leggeren Essen beim Griechen in St. Pölten fiel ich bald darauf ins Bett….!

Sonntag, Race-Day, der Wecker klingelte um 5 Uhr und nach einer Katzenwäsche und schnellem Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Renngelände. Effy aufgeweckt, Trinkflaschen abgestellt und weiter gings zum Startgelände. Dort haben wir noch den Start der Pro’s um 7 Uhr hautnah mitverfolgt. Bis zu meinem Start um 7:55 Uhr hatte ich noch ausreichend Zeit mich warm zu laufen, Neo anzuziehen und mir nochmal Mut von Claudia zu sprechen zu lassen.

Um 7:55 Uhr gings dann ab für mich auf die Schwimmstrecke. Die ersten 100m gingen geradeaus zur ersten Boje, welche in einer Rechtskurve zu umschwimmen war. Diese ersten 100m kam ich mir sprichwörtlich wie die berühmte Sardine in der Dose vor. Hier war absolut kein Auskommen, weder nach vorne, nach hinten, nach rechts oder nach links, es hieß nur einfach mitschwimmen. Danach hat sich das Feld etwas entzerrt und bis zum Landgang fiel mir das Schwimmen auch recht einfach. Beim Landgang raus ausm Wasser, rüber über die Brücke und rein in See 2. Nach für mich ganz okay’en 36 Minuten war ich dann in T1. Beutel geschnappt, Neo runter, Radsachen an und rauf aufs Radl. Beim Wechsel wären mit Sicherheit noch einige Sekunden drin gewesen.

Der erste Kilometer der Radstrecke war schön flach zum einrollen und dann gings auch schon auf die Autobahn. Hier hieß es Kopf nach unten, Aeroposition und durchdrücken. Leider stand bereits hier der Wind, Gegenwind auf der Strecke, der die absoluten Geschwindigkeiten nicht zugelassen hat. Anschl. gings durch die Wachau, landschaftlich eine sehr reizvolle Strecke. Bei Kilometer 60 kam dann noch der bereits bekannte Anstieg mit 8-12% Steigung im Hauptabschnitt. Dieser war wieder ganz gut fahrbar und mit Vollgas gings der Wechselzone entgegen.

Dort stand erstmal ein kurzer Toilettenbesuch aufm Plan, bevor es mit Kompri-Socken anziehen weiter ging. Dieser Wechsel war mit 5:29 äußerst grottig und hier muss ich noch an mir arbeiten. Auf dem ersten Kilometer der Laufstrecke fand ich auch gleich einen guten Rythmus und Tempo und konnte dies bis Kilometer 20 auch gut halten. Die selbstgestoppten 5km-Splitzeiten mit 20:20 – 20:43 – 21:31 – 21:58 belegen das auch. Für den letzten Kilometer habe ich dann 7:48 Minuten gebraucht, was mich doch recht erstaunt hat und immer noch erstaunt.

Schlussendlich lief ich den HM in 1:33 und war nach Gesamt 4:50 Stunden als 169. im Ziel.

Insgesamt bin ich mit meiner Leistung doch ganz zufrieden. Schwimmen war okay, Radfahren gut, Laufen solide, nur die Wechsel müssen deutlich besser werden. Dies kann ich bei den kommenden Aufgaben in Kulmbach und Obertrum gleich unter Beweis stellen.