Kategorie-Archiv: Saison 2013

Challenge Rimini

Der erste längere sportliche Einsatz sollte heuer bei der Challenge Rimini über die Mitteldistanz über die Bühne gehen. Zum Zeitpunkt der Anmeldung war aber noch nicht klar, dass dies auch gleich mit meinen/unseren Flitterwochen verknüpft werden wird 🙂
IMGP1989Die Tage davor waren wir erst noch am Gardasee und sind dann am Donnerstag vorm Rennen nach Rimini aufgebrochen. Unser Hotel lag gleich direkt neben RaceOffice, Wechselzone und Start/Ziel, was die Wege sehr kurz gehalten hat. Am Samstag war ich noch auf der Rennbesprechung, nachmittag bei strömenden Regen dann Rad eingecheckt und abends natürlich noch den ChampionsLeague-Sieg der Bayern im TV verfolgt. Mit diesen Eindrücken gings dann ins Bett. Start meiner Gruppe war für 9:30 Uhr angesetzt, so dass um 6:45 Uhr der Wecker klingelte und wir pünktlich um 7 Uhr beim Frühstück waren. Einzig der strömende Regen, der böige Wind und die Temperaturen von ca. 10 Grad waren nicht gerade gemütlich. Nach gutem Frühstück gings dann in die Wechselzone, das Rad aufwecken, die Rad- und Laufsachen bereit legen, sowie die Schwimmstrecke noch mal in Augenschein zu nehmen.

IMGP1998Dort wurde immer noch fleißig gearbeitet und der Wellengang ließ auch nichts gutes Verheißen. Vorallem für mich leidenschaftlicher Schwimmer. Dann kamen auch schon Durchsagen, dass der Schwimmstart örtlich verlegt wird, die Distanz aber gleich bleibt. Aus einer Strecke gegen den Uhrzeiger sollte nun wegen der Wellen/Strömung mit dem Uhrzeigersinn geschwommen werden. Es waren auch immer noch sehr viele Boote unterwegs, die mit den Bojen zu kämpfen hatten. Eigentlich hätten um 9 Uhr die Pro’s auf die Reise geschickt werden sollen, aber um 9:15 Uhr standen diese immer noch am Strand. Dann wurde die Strecke doch auch noch verkürzt und um 9:30 die erste Startwelle ins Meer geschickt. Ich war in der dritten Gruppe und um 9:50 Uhr, also mit 20 Minuten Verspätung durfte ich mich in die Fluten stürzen. Die ersten Meter wurde noch gewatet, dann gings mit schwimmen los. Das rausschwimmen ins Meer war sehr anspruchsvoll, da der Wellengang nicht gerade wenig war. Querschwimmen und wieder reinschwimmen mit der Strömung/Wellen war dann super. Aber leider war ich sowohl beim raus- als auch reinschwimmen nicht immer auf der Ideallinie unterwegs, so dass ich einige Meter zuviel geschwommen bin. Aber wenigstens war die Adria im Neo temperaturtechnisch ganz erträglich und auch der Regen hatte zwischenzeitlich aufgehört.

So gings dann in die Wechselzone, wo ich mir Thermosocken und eine Windjacke angezogen habe, meine „punky Paula“ geschnappt habe und mich auf die 90km machte. Dort warteten dann ca. 1.300HM, verteilt auf 3 schöne Anstiege. Teilweise erschwerte auch noch schlechter Asphalt das radeln, aber landschaftlich war die Strecke top. Ich fand einen guten Rythmus, konnte viele Mitstreiter überholen, wurde selber nur 3-4x überholt und fühlte mich durchaus wohl. Die Sonne kam auch mehr und mehr durch, trotzdem waren die Jacke und Socken sehr hilfreich. Nach knapp 3 Stunden war ich dann wieder in Rimini und freute mich auf den abschließenden Halbmarathon. In der Wechselzone noch kurz einen Toilettenstop eingelegt und schon ging’s los.

Im Gegensatz zur Radstrecke war die Laufstrecke komplett flach und die Temperaturen bewegten sich immer mehr Richtung 20 Grad. Auch beim Laufen fand ich schnell meinen Rythmus, wurde von Claudia immer sehr gut angefeuert und konnte auch hier weitere Plätze gut machen. Die ersten 10km lief ich in 40:49, die beiden weiteren 5km in knapp 22 Minuten so dass schlussendlich noch eine Sub 1:30 Halbmarathonzeit zu Stande kam.

Nach 4:57,55 Stunden lief ich dann ins Ziel ein. Die Zeit war gut für Gesamtplatz 90 bei den Männern und sogar 2 Profifrauen waren langsamer als ich.

IMGP2013

Insgesamt ein sehr schöner Wettkampf mit einer sehr anspruchsvollen Radstrecke und wenn die  Adria noch mitspielt eine super schöne Mitteldistanz. Mit meinem Ergebnis bin ich sehr zufrieden und hat riesig Spass gemacht, auch wenn ich merke, dass mir aufgrund Hochzeit, Junggesellenabschied etc. doch einige längere Trainingseinheiten fehlen.

Waging am See Triathlon – Landesliga

Sonntag, 05:30 Uhr der Wecker klingelt. Ach, wie habe ich das vermisst….! Der erste Triathlon der Saison steht an und mit dem Triathlon in Waging am See über die Sprintdistanz auch der erste Einsatz im Team des MTV Pfaffenhofens in der Landesliga überhaupt für mich. In den fachlich gut informierten Triathlonkreisen wird die Landesliga auch zärtlich als Hammelklasse bezeichnet.

Nach einem schnellen Frühstück, entspannter Anreise, kurzen Plausch mit den Teamkameraden vor Ort, Abholen der Startunterlagen und einrichten der Wechselzone stehe ich um 8:30 Uhr dann auch schon im Neo beim Einschwimmen. Und auch wenn der Waginger See der wärmste See Oberbayerns ist, konnte der das letzten Sonntag nicht unter beweis stellen. Nach 5 Minuten einschwimmen war ich froh, wieder an Land zu kommen. Bei wahrscheinlich irgendwas um die 15 Grad ist es auch mit Neo kein vergnügen ins Wasser zu müssen.

Um 8:40 Uhr erfolgte dann der Start zum 750m schwimmen. Ich fand im kalten Wasser keinen Rhythmus, fühlte mich nicht wohl und war froh, nach 14:34 Minuten wieder an Land zu sein. Der Wechsel verlief dann einigermaßen schnell, Rennrad geschnappt und ab auf die Radstrecke. Hier war Windschatten freigegeben, aber wenn man keinen hat, mit dem man im Windschatten fahren oder kreiseln kann, dann nützt einem das gar nichts. Und so überholte ich auf der Radstrecke noch drei Mitstreiter, die allesamt nicht dran bleiben konnte und war die 20km komplett alleine unterwegs. Hinter mir formierte sich der MTV-Express, kam aber nicht an mich heran. Nach 38:12 Minuten stellte ich mein Rad wieder in der Wechselzone ab, kurz hinter mir noch einige MTV-Kollegen.

Auf der Laufstrecke fühlte ich mich dann im Gegensatz zum Schwimmen und Radfahren gleich sehr wohl, konnte ein gutes Tempo laufen und auch bereits den einen oder anderen einsammeln. Die ersten 2km führten durch den Campingplatz über eine Werft weg vom See bevor es dann letzten 500m zum Wendepunkt eine ziemlich fiese Steigung hoch. Oben durch einen Bauernhof und dann wieder zurück Richtung Ziel. Auch hier konnte ich noch 3 Kollegen einsammeln und war nach 18:30 für die 5km schlussendlich mit einer Endzeit von 1:11,24 im Ziel. Dies war gut für Platz 42 bei den Landesliga-Startern. 

So weit hinten war ich in der Ergebnisliste schon lange nicht mehr platziert und obwohl der Wettkampf Spass gemacht hat, war es absolut kein guter von mir. Schon beim Schwimmen keinen Rythmus, Radfahren dann alleine auf dem Rennrad ohne Auflieget und auch die kühlen Temperaturen (zum Glück war es trocken) lagen mir überhaupt nicht. Somit gibt es bis Rimini noch bisschen was zu tun !

Andechs Trail

Wir Triathleten sehen uns ja als Multi-Sportler, da wir drei Sportarten im Wettkampf betreiben. Und oftmals schauen wir auch über den Tellerrand des Schwimmens, Radfahrens und Laufens hinaus und wagen uns an andere Wettbewerbe und Sportarten. Gut, am gestrigen Samstag ging es auch ums Laufen, aber der Untergrund war dann doch ein anderer als sonst.

Bereits zu Beginn des Jahres hatte ich mich für meinen ersten Trail-Lauf, den Trailrun Andechs angemeldet. Hier natürlich für den Expert-Trail über knapp 15km und ca. 285HM.

Allerdings hatte ich zum Zeitpunkt der Anmeldung nicht damit gerechnet, dass es Mitte April beim Start 5 Grad hat, es regnet, sehr windig und nebelig ist. Kurz gesagt, eigentlich nicht mein Wetter, aber für Trail-Running muss es anscheinend so sein. Zudem stellte sich mir noch die Frage, welche Schuhe ich denn hierfür anziehen soll? Nach einigem überlegen habe ich mich dann für meine Triathlon-Racing Schuhe angezogen, mit denen ich mich von 10km bis Marathon sehr wohl fühle. Na gut, um Punkt 10 Uhr gings los und abgesehen vom Wetter, war da meine Welt noch in Ordnung. In der Startaufstellung war ich vorne dabei und der erste Kilometer führte über einen befestigten Feldweg. Zwei Läufer konnten sich hier schon bisschen absetzten, anschl. waren wir ein Gruppe von ca. 1o Mann, die dahinter folgte. Ich konnte das angeschlagene Tempo gut mitgehen, fühlte mich wohl und war gut dabei. Nach ca. 1 Kilometer gings dann ab vom Feldweg und über eine Wiese in den Wald hinein. Schönes auf und ab, Trails, Feldwege, Wiese etc. bestimmten fortan das Bild. Einmal wurde es doch ziemlich knifflig für mich, als es für ca. 30 Meter steil nach unten ging und meine Schuhe nicht wirklich über ein Profil verfügen. Hier musste ich dann auch den Kontakt zu meiner Gruppe abreißen lassen und war dann bis Kilometer 5 alleine unterwegs. Kilometer 5 bis 6 war dann wieder Feldweg bevor es über eine Straße ging und wieder in den Wald.

Die nächste Herausforderung war dann die „Schlucht“. Hier ging’s wieder schön steil nach unten, meine Schuhe hatten immer noch kein Profil, unten über (in meinem Fall mit einem Fuss in den Bach) einen Bach und drüben wieder steil nach oben. Der Großteil verlief hier auch über Singletrails, bevor es dann aber auch wieder Abschnitte auf Forstwegen gab. Diese Abschnitte waren langweilig, aber durchaus herausfordernd, da es z.B. einmal für ca. 800m nur bergauf ging. Nichts destro trotz konnte ich hier immer mein Tempo laufen, wechselte mich mit einem Mitläufer immer wieder ab (er war bergab schneller, ich bergauf und auf der geraden Abschnitten), von hinten kam auch nichts, so dass ich mich bei Kilometer 14 schön langsam für das Ziel bereit machen wollte. Der Weg führte hier aus dem Wald heraus auf eine Wiese und die Fähnchen, welche zur Wegmarkierung ausgesteckt waren, lagen auf einmal nur unmotiviert rum und man konnte nicht erkennen, wo der Weg jetzt weitergehen soll. Eine Gruppe von ca. 4 Mitläufern, welche ca. 30-45 Sekunden Vorsprung auf mich hatten, standen auf einmal vor mir und bogen dann in den Wald ab. Ich + mein Mitläufer folgten. So kamen wir dann zwar wieder auf einen Trail und anschl. einen Weg, waren aber dann doch falsch. 3 drehten wieder um, ich und zwei andere liefen weiter, und kamen dann in Erling wieder raus und mussten dann wieder zum Kloster zurück. Schlussendlich sind wir wahrscheinlich ca 1,3 Kilometer zuviel gelaufen, was mich ca. 5-6 Minuten gekostet hat.

Nichts destro trotz lief ich dann mit 1:11,35 und auf Platz 31 ins Ziel ein. Zum Vergleich, die erste Frau war die gesamte Strecke deutlich hinter mir und war mit  1:05,28 im Ziel. Grundsätzlich bin ich mit meiner Leistung zufrieden, der Lauf hat auch, trotz der beiden Rutschpartien Spass gemacht, zeigt allerdings, dass ich mit Blick auf die Mitteldistanzen im läuferischen Bereich noch etwas arbeiten darf.