Zwischenzeitlich sind schon wieder zwei Tage vergangen und die Muskeln fühlen sich fast wieder normal an. Zeit also für den Wettkampfbericht des Ironman 70.3 in St. Pölten, welcher mein richtiger Einstand in die Wettkampfsaison 2011 war.
Samstag vormittag machten Claudia und ich uns bei schönstem Wetter auf in die niederösterreichische Landeshauptstadt, wo wir dann gegen halb zwei am nachmittag nach stressfreier Autofahrt ankamen. Parkplatzsuche war kein Problem und dann gings schon Richtung Expo bzw. zur Registratur um die Startunterlagen abzuholen. Dort hatte sich eine etwas längere Schlange gebildet, nach ca. 1 Stunde Wartezeit hatte ich dann meine Unterlagen in den Händen. Noch bisschen über die Expo geschlendert (leider konnte ich Claudia nicht überreden, mir ein Cervelo P4 oder Trek Speed Concept zu kaufen) bevor es zurück zum Auto ging um die Wechselbeutel und die Effy für den Check-in vorzubereiten.
Und pünktlich hierfür ging dann auch noch ein kurzer Regenschauer nieder, welcher die Temperaturen von 31 auf 28 Grad abkühlte
Gott sei Dank hörte es schnell wieder auf, Rad eingecheckt, Beutel abgegeben, kurzer Plausch mit Nicole und Reinhard, einkaufen gefahren und dann unser Zimmer im Cleverhotel Herzogenburg bezogen. Nach einem leggeren Essen beim Griechen in St. Pölten fiel ich bald darauf ins Bett….!
Sonntag, Race-Day, der Wecker klingelte um 5 Uhr und nach einer Katzenwäsche und schnellem Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Renngelände. Effy aufgeweckt, Trinkflaschen abgestellt und weiter gings zum Startgelände. Dort haben wir noch den Start der Pro’s um 7 Uhr hautnah mitverfolgt. Bis zu meinem Start um 7:55 Uhr hatte ich noch ausreichend Zeit mich warm zu laufen, Neo anzuziehen und mir nochmal Mut von Claudia zu sprechen zu lassen.
Um 7:55 Uhr gings dann ab für mich auf die Schwimmstrecke. Die ersten 100m gingen geradeaus zur ersten Boje, welche in einer Rechtskurve zu umschwimmen war. Diese ersten 100m kam ich mir sprichwörtlich wie die berühmte Sardine in der Dose vor. Hier war absolut kein Auskommen, weder nach vorne, nach hinten, nach rechts oder nach links, es hieß nur einfach mitschwimmen. Danach hat sich das Feld etwas entzerrt und bis zum Landgang fiel mir das Schwimmen auch recht einfach. Beim Landgang raus ausm Wasser, rüber über die Brücke und rein in See 2. Nach für mich ganz okay’en 36 Minuten war ich dann in T1. Beutel geschnappt, Neo runter, Radsachen an und rauf aufs Radl. Beim Wechsel wären mit Sicherheit noch einige Sekunden drin gewesen.
Der erste Kilometer der Radstrecke war schön flach zum einrollen und dann gings auch schon auf die Autobahn. Hier hieß es Kopf nach unten, Aeroposition und durchdrücken. Leider stand bereits hier der Wind, Gegenwind auf der Strecke, der die absoluten Geschwindigkeiten nicht zugelassen hat. Anschl. gings durch die Wachau, landschaftlich eine sehr reizvolle Strecke. Bei Kilometer 60 kam dann noch der bereits bekannte Anstieg mit 8-12% Steigung im Hauptabschnitt. Dieser war wieder ganz gut fahrbar und mit Vollgas gings der Wechselzone entgegen.
Dort stand erstmal ein kurzer Toilettenbesuch aufm Plan, bevor es mit Kompri-Socken anziehen weiter ging. Dieser Wechsel war mit 5:29 äußerst grottig und hier muss ich noch an mir arbeiten. Auf dem ersten Kilometer der Laufstrecke fand ich auch gleich einen guten Rythmus und Tempo und konnte dies bis Kilometer 20 auch gut halten. Die selbstgestoppten 5km-Splitzeiten mit 20:20 – 20:43 – 21:31 – 21:58 belegen das auch.
Für den letzten Kilometer habe ich dann 7:48 Minuten gebraucht, was mich doch recht erstaunt hat und immer noch erstaunt.
Schlussendlich lief ich den HM in 1:33 und war nach Gesamt 4:50 Stunden als 169. im Ziel.
Insgesamt bin ich mit meiner Leistung doch ganz zufrieden. Schwimmen war okay, Radfahren gut, Laufen solide, nur die Wechsel müssen deutlich besser werden. Dies kann ich bei den kommenden Aufgaben in Kulmbach und Obertrum gleich unter Beweis stellen.