Kick off

Noch 162 Tage bis zum Race Day bei der Challenge Roth sagt mein Race-Countdown. Und somit sollte auch klar sein, dass Training nach Lust und Laune, ohne Struktur und ohne Plan bereits seit einigen Tagen der Vergangenheit angehören.

Nach einem etwas längeren Urlaub in Vietnam über den Jahreswechsel hinweg mit wirklich sehr guten Laufbedingungen bin ich seit 16.01.2012 in die strukturierte Vorbereitung für Roth eingestiegen und bekomme wie in die den letzten Jahren auch, wieder Unterstützung von Klaus. Die Saisonplanung steht zu 90% fest, zwei-drei Wettkämpfe (Halbmarathon, Radrennen) werde ich spontan noch einbauen, das hängt etwas von der weiteren zeitlichen Planung und Verfügbarkeit ab.

Auch im materialtechnischen Bereich bin ich zwischenzeitlich fast wieder komplett ausgestattet und habe etwas aufgerüstet. 5 Paar Laufschuhe, Schwimmbrille, Petzi-Ball, Fitnesstudiomitgliedschaft und seit neuestem auch eine GPS-Uhr. Somit fehlen nur noch neue Radschuhe, da die alten schon ziemlich ausgelatscht waren.

Der trainingstechnische Schwerpunkt liegt momentan natürlich auf der Grundlagenausdauer, „aufgelockert“ von einigen Kraftausdauer- und Tempotraining. Somit wird derzeit die Grundlage gelegt.

Ihr dürft gespannt, wie es weiter gehen wird. Stay tuned……

Winterlauf

Knapp zwei Monate nach meine letzten Wettkampf stand der Wettkampfeinstand für die Saison 2012 an, welcher aber noch in 2011 stattfand 🙂 Somit ging es heute morgen nach Ismaning, um beim Auftakt der dortigen Winterlaufserie am Start zu stehen. Es standen 13km an der Isar auf flacher Strecke auf dem Programm.

Parkplatzsituation vorbildlich, Startnummernausgabe perfekt organisiert, so halten sich die Vorstartminuten doch im überschaubaren Bereich. Einzig das Wetter hätte etwas freundlicher sein dürfen, aber es handelt sich ja um einen Winterlauf. Beim Warmlaufen noch einige MTV Triathleten getroffen, geratscht und Gruppenfoto geschossen, bevor es um kurz nach 10 Uhr auf die Strecke ging.

Die ersten Kilometer liefen ganz gut, hatte einen guten Rythmus ohne ans Limit zu gehen und machte im Feld einen Platz nach dem anderen gut. Auch nach dem Wendepunkt bei 6,5 Kilometer änderte sich hier nicht viel, die Gruppe lief gut und ich hatte 3 Kilometer vor dem Ziel auch noch die Kraft, mich hier etwas zu lösen und lief nach 49:16 Minuten als Gesamt 37. (von 1123 Läufern) über die Ziellinie.

Insgesamt ein sehr schöne Lauf, eine absolut zufriedenstellende Zeit mit noch deutlich Luft nach oben, so kanns weitergehen!

Lebenszeichen

Lang lang ist es her, dass es hier mal wieder was Neues gab. Aber nach Lanzarote gab es erstmal drei Wochen Sportpause um einerseits dem Körper, andererseits dem Kopf eine Auszeit nach einer recht langen Triathlonsaison zu geben.

Kurzer Rückblick: Ein Volksduathlon (3. Gesamtplatz), 5 Mitteldistanzen (bei jeweils warmen bis heißen Bedingungen, mit 25. Gesamt in Saalfelden und 6. in der AK auf Lanzarote) sowie einem 10-km-Lauf (4. Gesamt), das war meine Saison 2011, mit der ich recht zufrieden bin.

Aber jetzt bin ich seit drei Wochen wieder im Training, witterungsbedingt mit Schwerpunkt auf Laufen, war die letzten Wochenenden auch noch an der Isar mit dem MTB unterwegs und auch das Schwimmtraining habe ich jetzt wieder aufgenommen. Somit Zeit, mal einen Blick auf die Saison 2012 zu werfen, in der es zwei Höhepunkte geben wird und auch das Gerüst herum steht schon mehr oder weniger.

Der Höhepunkt wird am 08.07.2012 das Langdistanzrennen in Roth und hier auch meine ambitionierte Zielsetzung von 9:29 Stunden. Der zweite Höhepunkt soll das Ironman 70.3 Rennen in Zell am See werden und hier lautet die Zielsetzung „Slot für Vegas“.

Ansonsten werde ich (wahrscheinlich) am 28.04. am HM in Ingolstadt an den Start gehen, habe am 03.06. den Steinberger See Triathlon über die Mitteldistanz aufm Plan, am 10.06 Radrennen in Lienz mit vorgeschalteten Kurztrainingslager, 17.06 oder 23.06 eine Olympische Distanz und Anfang August nochmal eine Olympische Distanz. Darüber hinaus muss ich mir noch Gedanken Richtung Saisonabschluss machen (Mitteldistanz im Ausland oder evtl. Marathon in München).

Ihr seht, es steht einiges an und ich werde euch regelmäßig auf dem laufenden halten.

Sportliche Adventsgrüße!!!!!

OceanLava

Zwischenzeitlich bin ich seit Sonntag bereits wieder ausm Urlaub zurück und auch der Ocean-Lava-Triathlon auf  Lanzarote ist schon fast wieder zwei Wochen her. Also höchste Zeit für meinen Race-Bericht.

Der Triathlon über die Mitteldistanz (1,9-90-21,1) sollte nach einer doch recht langen Saison mein Saisonabschluss in sommerlicher Atmosphäre werden. Und ich kann es vorweg nehmen, es war bei der fünften Mitteldistanz heuer das 5. mal, dass ich Sonnenschein und Temperaturen jenseits der 25 Grad hatte. Also gewohnte Bedinungen für mich 🙂

Nach der Tri-Motion in Saalfelden hatte ich weiter meinen Schwerpunkt auf das Radfahren gelegt, dafür das Laufen sowie auch das Schwimmen hinten angestellt. Ebenso war ich gespannt, wie sich meine Wiesn-Besuche auf meine Form auswirken würden 😉 Ziel war, den Wettkampf genießen, die Restform „raushauen“ sowie schneller als Kai zu sein.

Nachdem ich am Freitag die Registration sowie den Rad-Check-in hinter mich gebracht hatte, gings am Samstag um 8 Uhr dann los. Davor noch kurzes Pläuschchen mit Kai, Neo anziehen, kurzes einschwimmen und nochmal kurz den Schwimmkurs mir erklären lassen. Angesagt waren 300m gerade aus raus aufs Meer, um den Katamaran rum, dann parallel zum Strand nach Osten bis zum kleinen Boot und von dort diagonal zurück zum Strand. Diese Runde sollte zweimal geschwommen werden. So weit so gut. Ich hatte mich dann erstmal etwas weiter hinten einsortiert, entging so nach dem Startschuss dem Massengedränge und kam gleich gut in Rythmus. Rum um den Katamaran und dann erstmal gar nichts mehr gesehen, da wir in die aufgehende Sonne schwimmen musste. Endlich taucht das genannten Boot auf und ich möchte darum rum schwimmen, als mich die Bootbesatzung schon mit Winken und Rufen darauf aufmerksam macht, dass es nicht um das Boot herum geht, sondern dass es zwischen einer Boje und dem Boot hindurch geht und dann wieder zurück zum Strand. Dieses Mißgeschick hat mich ca. 2 Minuten gekostet, was bei meiner Schwimmzeit schon ganz schön was ausmacht. Die zweite Runde verlief dann ganz ruhig, das Schwimmen im Meer ist bis auf den Salzgeschmack im Mund ganz angenehm und nach 35:51 entsteige ich den Fluten des Atlantiks (Kai hatte hier ca. 4 Minuten Vorsprung erschwommen). Auf dem Weg in die Wechselzone noch kurz das Salz abgeduscht, den Mund ausgespült und schon standen die 90km aufm dem Programm.

Diese sollten es lt. Höhenprofil durchaus in sich haben und waren garniert mit einem 21%-Anstieg hoch nach Femes. Trotzdem oder gerade dessen habe ich mich sehr auf das Radfahren gefreut, auch weil die Insel landschaftlich sehr viel zu bieten hat.

Nach einem kurzen Wechsel das Rad geschnappt und schon gings los. Die Strecke durch Puerto del Carmen war noch sehr gemäßigt und ideal, die Beine nach dem Schwimmen locker zu fahren. Dies änderte sich, als es dann Richtung Conil ging. Hier eine sehr kleine Nebenstrecke, immer leicht ansteigend und immer mit einem doch recht starken Gegenwind. Trotzdem kann ich hier gut Druck machen und überhole bereits sehr viele „Schnellschwimmer“. Kurz vor Conil nimmt die Steigung nochmal zu und beim schalten auf das kleine Kettenblatt springt mit die Kette vom Ritzel. So eine Sch….! Normalerweise geht das immer recht flott zu beheben, hier hatte ich aber doch etwas mit der Kette zu kämpfen und auch wenn es wahrscheinlich nicht mehr als 2 Minuten waren, kam es mir wie 15 Minuten vor. Die Zeit hat aber gereicht, dass die zuvor Überholten wieder an mir vorbeiziehen. Mit schwarzen schmierigen Fingern und Wut im Bauch gehts dann aber weiter und bei der Anfahrt zum Anstieg nach Femes, kurz vor Las Brenas überhole ich dann bereits Kai. Dies hat mich doch gewundert, da ich nicht unbedingt damit gerechnet hatte, ihn auf der Radstrecke bereits einzuholen. Ich hatte mehr mit der Laufstrecke gerechnet. Diese Überholung gibt mir dann nochmal weiteren Schwung, welchen ich für den Anstieg nach Femes auch benötigen. Hier ist an elegantes Hochpedalieren nicht zu denken, sondern hier habe ich mit jeder Kurbelumdrehung das Issac nur noch nach oben gewuchtet. Anschließend folgen 5 Kilometer zum erholen, bevor die Fahrt durch den Nationalpark Timanfaya und hoch zu den Feuerbergen ansteht. Vor diesem Streckenabschnitt hatte ich am meisten Respekt, da es hier 5-6 Kilometer stetig, in mehreren Wellen abgestuft bergauf geht und man hier immer starken Gegenwind hat. Aber auch dieser Abschnitt geht locker von der Hand und nach 3:01,09 habe ich dann die Effy wieder in der Wechselzone abgestellt. Schade, den 30er Schnitt hätte ich schon gerne geknackt, aber wenn die Kette nicht gewesen wäre……

Der anschl. Halbmarathon führte auf einer 3,5 Kilometer langen Wendepunktstrecke wellig durch Puerto del Carmen auf der Uferpromenade entlang, welche insgesamt 3x zu durchlaufen war. Hier hatte man bis zum Wendepunkt wieder Gegenwind, beim Rückweg Rückenwind. Zwischenzeitlich kann ich sagen, dass Rückenwind zwar nicht so anstrengend ist, aber keinerlei Kühlungseffekt verschafft. Abgesehen von einem kurzen Toilettenstopp kann ich mein Tempo ganz gut laufen, überhole weiterhin fleißig und werde im Gegenzug nur einmal „zurück überholt“. Kai kommt mir auf der Laufstrecke auch immer wieder entgegen und ich sehe, dass ich meinen Vorsprung immer weiter ausbaue. Ebenso hilft in dieser Phase die frenetische Anfeuerung von Claudia (vielen lieben Dank nochmal dafür). Schlussendlich absolviere ich den Halbmarathon in 1:35,41 und mehr wäre auch nicht drin gewesen.

Insgesamt war meine Zeit von 5:12,40 für Gesamtplatz 39 bei den Männer und Platz 6 in der Altersklasse gut. Kai finisht in 5:30,34 und gewinnt damit seine Alterklasse. Herzlichen Glückwunsch nochmal dazu. Ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden und es war ein guter Saisonabschluss.

Somit hatten wir uns nach einem sehr anspruchsvollen, aber klasse organisierten Triathlon zum Saisonabschluss ein Finisher-Bier verdient.

 

Oberhachinger Herbstlauf

Auch wenn in München bereits Wiesn Zeit ist, die sich hervorragend für die Off-Season verwenden lässt, steht mit Lanzarote noch ein Wettkampf diese Saison an, so dass es trainingstechnisch durchaus noch heiß her geht.

Das Wetter die letzten Tage hat auch nochmal richtig zum trainieren eingeladen und wettkampfspezifische Vorbereitung bestreitet man am Besten mit einem Wettkampf. Gedacht, gesagt, getan….. und so hatte ich mich am letzten Samstag mittag beim Oberhachinger Herbstlauf über 10km nachgemeldet. Um das ganze aber noch ein bisschen zu garnieren, hatte ich mich zuerst noch aufs Fahrrad gesetzt. So kamen hier dann 90 hügelige Kilometer zusammen. Danach kurz nach Hause, Laufsachen gepackt und mit einer Stunde Pause gings dann in Oberhaching an die Sache.

Ca. 140 Teilnehmer waren gemeldet und gleich nach dem Startschuss ging es mit gut Tempo los. Ein Schwarzer konnte sich bereits auf den ersten 500Metern absetzen und hat das Rennen dann auch mit einer 32er Zeit gewonnen. Dahinter konnte sich nach Kilometer eins bereits ein weiterer etwas nach vorne absetzen. Dahinter war ich dann mit drei weiteren Mitstreitern in einer gut funktionierenden Gruppe und wir liefen auch, für meine Verhältnisse, ein ganz ordentliches Tempo. Bis Kilometer 4 blieben wir auch zusammen, als dann plötzlich zwei aus der Gruppe das Tempo anzogen. Ich konnte leider nicht mitgehen und so waren bald einige Meter zwischen uns, die sich kontinuierlich ausbauten. Auch der vierte aus unserer Gruppe konnte nicht mitgehen, aber auch nicht mehr an mir dran bleiben, so dass ich nach ca. 4,5 Kilometer mehr oder weniger alleine unterwegs war. Die Lücke nach vorne konnte ich nicht zulaufen und nach hinten brannte nichts an. Trotzdem habe ich versucht, das Tempo weiter hoch zu halten, auch wenn ich die durchs Radfahren vorbelasteten Beine immer mehr merkte.

Die Strecke kannte ich bereits von unzähligen Trainingsläufen im Perlacher Forst, so dass es bis zum Zieleinlauf nichts spannendes mehr gab. Nach vorne ging nichts mehr, von hinten drohte wenig Gefahr. Schlussendlich lief ich mit 37:30 und auf Platz 5 gesamt ins Ziel ein und bin damit super zufrieden.

Im Ziel noch kurz mit Chris geplaudert, der gerade in der Hawaii-Vorbereitung steckt, kurz was getrunken und dann gings auch schon wieder nach Hause 🙂

Hat Spass gemacht!

 

Tri-Motion

Am vergangenen Samstag war ich zu meiner 4. Mitteldistanz in diesem Jahr mal wieder in Österreich und nach 4 Jahren Abwesenheit wieder bei der Tri-Motion in Saalfelden am Start. Einige Tria-Kollegen habe heuer schon richtig gejammert, dass sie bei jedem Wettkampf Regen und kühle Temperaturen hatten. Ich dagegen hatte in St.Pölten 30 Grad und Sonne, in Kulmbach 28 Grad und Sonne, in Obertrum 35 Grad und Sonne und am Samstag 28 Grad und Sonne. Also sehr gute Bedingungen auf einer sehr anspruchsvollen Strecke.

Das Schwimmen verlief (für meine Verhältnisse) eigentlich ganz gut und mein Gefühl, dass ich die 1.500m gut im „Kreuz“ habe, danach aber zu schwächeln beginne, hat sich mal wieder bewahrheitet. Trotzdem bin ich nach 36:41 Minuten für 2km aus den Fluten des Ritzensee’s gestiegen. Der erste Wechsel verlief auch ganz gut und flüssig und schon gings los auf wellige 80km die sich auf 3 Runden verteilten. Es lief eigentlich von Beginn an ganz gut, ich hatte gute Beine und meine Rundenzeiten sind wirklich schön gleichmäßig. Auch die Wettkampfrichter waren in guter Anzahl vertreten und haben auch gut Verwarnungen bzw. Zeitstrafen verteilt.

Nach einem gerade noch akzeptablen zweiten Wechsel (die Kompri-Socken) gings dann erstmal steil bergab ins Stadtzentrum von wo aus dann drei Runden zu laufen waren. Und die Laufstrecke ist wirklich der Hammer. Aus Saalfelden raus gehts immer nur bergauf, garniert mit einem 200m Anstieg mit 14%. Nach dem Wendepunkt gehts dann immer bergab wieder nach Saalfelden rein, aber die Zeit die man beim berauflaufen verliert, holt man dort nicht mehr rein. Die Schleife ist dann 3x zu laufen und schlussendlich blieb die Uhr bei 1:37,20 für 22km stehen.

Die 149. Schwimmzeit, die 26. Radzeit und die 20. Laufzeit waren dann für 4:26,01 Stunden gut. Dies hat für Platz 25 Gesamt und Platz 13 in der AK gereicht.

Insgesamt ein wieder mal sehr schöner und klasse organisierte Wettkampf und auch mit meiner Leistung bin ich sehr sehr zufrieden.

Saalfelden

Die Zeit vergeht und wie schnell merkt man, wenn man hier ins Blog schaut und sieht, dass schon mal wieder seit Wochen nix Neues drin steht. Aber ich war in der Zwischenzeit durchaus fleißig und unter anderem beim StarnbergerSee-Schwimmen (natürlich über die 4km) beim Wandern mit Schneefall und auch ansonsten beim Schwimmen, Radfahren und Laufen unterwegs.

Darüber hinaus ist jetzt auch der Saisonabschluss mit dem Ocean-Lava-Triathlon auf Lanzarote gebucht, sowie der anschließende Urlaub.

Davor geht’s aber erst noch am kommenden Samstag zur Tri-Motion nach Saalfelden, meiner 4. Mitteldistanz in diesem Jahr.  Die Streckenlängen betragen hier 2-80-22 und mein Ziel ist natürlich deutlich schneller als 2007, meiner letzten Teilnahme in Saalfelden zu sein. In den Wochen nach Obertrum habe ich den Schwerpunkt etwas mehr aufs Radfahren gelegt und hoffe mal, die Früchte dann am Samstag auch ernten zu können.

Ich freu mich schon!

Abgesagt

Tja, so schnell kein ein Saisonhöhepunkt und gleichzeitig Schlusspunkt einer  langen Triathlonsaison sich in Schall und Rauch auflösen. Eigentlich wollte ich beim TriStar Sardinien zum Saisonabschluss starten und das für mich durchaus interessante Format von 2-200-20 mit einem anschließend erholsamen Urlaub auf einer der, so sagt man, schönsten Insel der Welt zu verbringen.

Aber nachdem die Anmeldung schon eine gewisse Zeit nicht möglich war und es nur sporadische Informationen über das Rennen gab, hatte ich innerlich schon mit dem worst case gerechnet. Und dieser hat sich jetzt bewarheitet, das Rennen wurde für 2011 abgesagt und auf 2012 verschoben. 2010 wurde es das erstemal erfolgreich durchgeführt, so dass es sich nicht mal um eine Erstlingsveranstaltung gehandelt hätte. So gibt es auch keine wirklichen Hinweise, was zur Absage und Verschiebung geführt hat.

Es ist auch müsig, darüber zu diskutieren, sondern der Blick wird nach vorne gerichtet und Alternativen gesucht. Da kamen mir schnell Elba-Man über die Mitteldistanz (leider schon ausgebucht), Mallorca Mitteldistanz (mit 17.09. für mich etwas früh), Challenge Barcelone (heuer keine Langdistanz), ein Ironman in Amerika (bereits alle ausgebucht und keine Langdistanz heuer), Ibizia (mit 30.10. leider zu spät) in den Sinn. Tja, so bleibt eigentlich nur noch Volcano-Triathlon auf Lanzarote am 08.10. übrig. Claudia ist mit Lanza als Urlaubsziel auch einverstanden, so dass ich jetzt mal die Angebote ausm Reisebüro abwarte. Und wenn dieser akzeptabel sind, gehts Anfang Oktober auf meine liebste Trainingsinsel zum Saisonabschluss-Wettkampf.

Mögen die Feuerteufel mir

Hitzeschlacht

Die Oberschenkel „schmerzen“ noch etwas, die Schulterblätter „zwicken“ noch bisschen vom Sonnenbrand und die allgemeine Müdigkeit ist auch noch vorhanden. Trotzdem kommt der Wettkampfbericht für den Trumer Triathlon (Mitteldistanz), bei welchem ich gestern am Start stand.

4:03 Uhr, der Wecker klingelt am Sonntag morgen, welch unchristliche Zeit. Aber es hilft nix, die Anmeldung seit Dezember 2010 raus und die Startunterlagen gibts nur bis 7 Uhr. Also schnell 2 Tassen Kaffee und ein Marmeladenbrot und es geht los Richtung Salzburg. Kaum aufm Giesinger Berg angekommen, fällt mir siedenheiß ein, dass ich meine Uhr daheim vergessen habe. Kurz habe ich noch überlegt umzukehren, muss dann aber auch ohne gehen. Vorm Irschenberg noch kurzer Stau wegen Bergungsarbeiten, ansonsten geht es gut zu fahren und ich bin dann auch pünktlich in Obertrum (Nähe Salzburg) angekommen.

Startunterlagen geholt, Race-Package (Sonnenbrille, Lauftrinkgurt, LaniYard, Startnummernband + Getränke) bewundert (für 65 EUR Startgebühr), Wechselbeutel gepackt und dann auch meinen Wechselplatz hergerichtet – Routine!

Danach habe ich mich schön langsam zum Schwimmstart ins Obertrumer Strandbad aufgemacht. Das Schwimmen bestand aus einer ca. 700m langen ersten Runde, kurzer Landgang und anschl. nochmal ca. 1.200 m. Ich fühle mich vom Start weg gut, kann schön frei schwimmen und habe einen guten Rythmus. Kurz nach der ersten Wendeboje komme ich aber in etwas Getümmel in folge dessen mir auch einer am Zeitmesschip rumfummelt und mein Klettband fast aufgeht. Also das Klettband + Chip packen, in der rechten Hand halten und ca. 300 m rechts mit einer Faust schwimmen. Techniktraining soll ja gut fürs Schwimmen sein 🙂 .

Beim Landgang kurz das Klettband wieder am Bein festgezurrt und rein in den See zur zweiten, längeren Runde. Diese verläuft recht unspektakulär, auch wenn ich manchmal etwas zick-zack schwimme. Schlussendlich war ich 36:46 Minuten unterwegs, was für mich ganz passabel ist.

Danach gehts fast 400 m vom See bis in die Wechselzone, was mich etwas mehr als 2 Minuten kostet (hier gabs eine eigene Wertung und der Schnellste war 1:30 unterwegs). Neo aus, rein in die Radschuhe und ab auf die selektive Radstrecke. Diese habe ich mir letzte Woche bereits angeschaut, leider nicht die ersten 5 Kilometer, die es doch in sich haben. Es geht hoch aufs Haunsberg-Plateau, gefolgt von einem welligen „Ritt“ durch das Umland bevor es die letzten 8 Kilometer eben aber windanfällig um den See geht. Eine Runde hat knapp 30km, so dass 3 Runde zu fahren waren. Die erste Runde bin ich noch etwas langsamer angegangen, bevor mich zum Ende der ersten  Runde ein Kollege (Startnummer 57) überholt hat und ich die weiteren zwei Runden versucht habe, dran zu bleiben bzw. wir uns immer wieder gegenseitig überholt haben. Schlussendlich saß ich 2:32,51 im Sattel, was die 40. Radzeit bedeutete.

Nach einem für meine Verhältnisse schnellen Wechsel (die Kompri-Socken müssen halt erstmal angezogen werden) gings ab auf die Laufstrecke, wo zwischenzeitlich Temperaturen von 30 und mehr Grad herrschten und es auf der Strecke fast keinen Schatten gab. Nach etwas zick-zack durch den Ortskern ging es auf eine Wendepunktssrecke raus aus der Stadt und wieder rein und dann wieder zick-zack durch das Ortszentrum. Eine Runde hatte ca. 5,3 Kilometer und war 4x zu durchlaufen. Die erste Runde lief noch ganz gut und meine Beine fühlten sich, von einem kurz Krampfansatz bei Kilometer 1,5, noch recht frisch an. Bei Kilometer 6 war ich dann wieder an der Startnummer 57 dran und konnte ihn auch überholen. Danach ging jedoch nicht mehr viel bei mir zusammen und die hohen Temperaturen sowie das ewige zick-zack durch die Stadt verlangten ihren Tribut. So war der restliche Halbmarathon mehr ein joggen denn laufen und die 1:38,04, wenn auch noch 43. beste Laufzeit, sprechen für sich.

Ingesamt war ich 4:52,55 unterwegs, was für Gesamtrang 45 und Platz 18 in meiner Altersklasse gut war. Insgesamt bin ich aber doch zufrieden und hat Spass gemacht. Der Wettkampf war super organisiert und durchgeführt und auch das Preis-Leistungs-Verhältnis ist sensationell.

Roth is calling

Aber leider für mich heuer mal wieder weder als Teilnehmer noch als Zuschauer. Nichts desto trotz verspricht das Rennen am Sonntag, vorallem bei den Männern viel Spannung. Hier schon mal Emotionen pur!

Marino Vanhoenacker hat letzte Woche den Ironman-Weltrekord mit 7:45,52 in Klagenfurt mehr als nur geknackt, sondern schon fast pulverisiert. Und ich kenne ja beide Strecken und würde Roth noch einen Tick schneller, vorallem auf der Radstrecke einschätzen.

Dort duellieren sich mit Sebastian Kienle, einem der aufstrebenden jungen Langdistanztriathleten und Andreas Raelert, dem wohl derzeit besten deutschen Ironman und letztjährigen Hawaii-Zweiten zwei ganz coole Typen. Aufgrund der bisher gezeigten Performance tippe ich auf Andreas Raelert und wenn das Wetter am Sonntag mitspielt auch auf eine Zeit um die 7:45 Stunden.

Bei den Damen wirds wahrscheinlich eine einsame Chrissie-Show. Aber natürlich liegt hier der Hauptaugenmerk auf der Vereinskollegin Nicole. Die darf bei den Profifrauen starten und hat hohe Ziele. Ich drücke die Daumen.

Trainingsblock

Seit meinem letzten Wettkampf  in Kulmbach über die Mitteldistanz ist es hier etwas ruhiger geworden. Das lag zum einen daran, dass ich nach Kulmbach zwei Wochen mit wenig Trainingsumfang und -intensität benötigt habe und den Triathlon mal Triathlon habe sein lassen. Zum anderen auch daran, dass mit dem Umzug von Claudia auch ein anderes spannendes „Projekt“ anstand.

Zwischenzeitlich sind die Möbel abgebaut, entsorgt oder wieder aufgebaut, die Umzugskisten entrümpelt und ausgeräumt, die neue Spülmaschine (wie habe ich vorher jemals ohne leben können) angeschlossen und das Zusammenleben klappt wunderbar (sofern man das nach zwei Wochen schon sagen kann 😉 ). Zeit also, sich auf die nächsten Aufgaben bzw. Wettkämpfe zu konzentrieren und auch wieder verstärkt ins Training einzusteigen.

Die Trainingszügel habe ich dann auch seit letzter Woche wieder spürbar angezogen, so dass ich hoffentlich am 17.07. in Obertrum/Salzburg beim dortigen Trumer Triathlon über die Mitteldistanz in bester Verfassung am Start stehen werde. Nachdem wir am kommenden Samstag in Salzburg auf Hochzeit eingeladen sind, werde ich die Gunst der Stunde gleich nutzen und mir am Sonntag die Radstrecke mal genauer aufm Tria-Bike anschauen.

Bis dahin steht aber noch die eine oder andere schweißtreibende Trainingseinheit bevor.

Tiefen und Höhen

Am gestrigen Pfingstsonntag war ich beim Mönchshof Triathlon in Kulmbach und über die dortige Mitteldistanz am Start. Ausgeschrieben waren 2-85-20, aber die Streckenlängen beim Schwimmen und auch beim Radfahren waren definitiv länger. Schwimmen kann ich nicht sagen, wie viel, auf meinen Radtacho standen in der Wechselzone genau 90km. Warum man aber mit 85km ausschreibt, bleibt mir ein Rätsel. Soviel als Vorgeplänkel….und nun rein ins Rennen.

Pünktlich um 9:05 Uhr erfolgte der Startschuss und das, obwohl noch gar nicht alle, ich eingeschlossen, im Wasser waren. Ich stand zu dem Zeitpunkt noch mit mind. der Hälfte der anderen Starter draußen am Ufer. Also schnell rein in die Fluten und die 3 Runden im Trebgaster Badesee absolvieren. Runde 1 war von sehr viel Körperkontakt geprägt, Runde 2 und 3 dann ruhiger. Wahrscheinlich zu ruhig, denn eine 45:58 war mit Sicherheit nicht die Zeit, die ich auf meiner Uhr lesen wollte……! Zum Glück standen doch noch einige Räder in der T1, so dass es noch langsamere Schwimmer gibt 🙂

Nach diesem Zeit-Schock gings dann in die Wechselzone, der Wechsel lieft diesmal auch etwas besser als in St. Pölten, hat aber immer noch Verbesserungsbedarf und dann rauf aufs Rad. Hier waren 2,5 Runden zu absolvieren mit auf jeder Runde einem schönen Anstieg, der mit einer 16%-Rampe beginnt, anschl. dann flacher wird, aber sich doch etwas zieht. Gleich zu Beginn konnte ich einige Kollegen überholen, dann wars teilweise ein sehr einsames Rennen. Insgesamt wurde ich auf der Radstrecke nur von einem Kollegen überholt, konnte selbst doch viele Plätze gut machen. Ich habe mich auf dem Rad auch wohl gefühlt, aber hier fehlt mir momentan noch der letzte Punch, sich aus der Komfortzone raus bewegen, dahin, wo es auch mal wehtut. Das wird die nächsten Wochen im Training auf dem Plan stehen. Inkl. der zwei Wechsel saß ich 2:32 Stunden aufm Rad, solide Leistung – nicht mehr und nicht weniger.

Aber einmal in den grünen Kompressionssocken und grünen Laufschuhen, ging die Post nochmal ab. Meine Beine fühlten sich gut und die ersten 5 km (5-km Wendepunktstrecke) lief ich in handgestoppten 19:32 Minuten. Bei Kilometer 3 bzw. 3,5 kamen mir schon Norbert und Chris entgegen, die gestern beim Schwimmen und Radfahren in einer anderen Liga unterwegs waren. Aber beim Laufen wollte ich noch weiter Schadensbegrenzung leisten und die nächsten 15km wurde ich nicht viel langsamer, trotz aufkommender Schwüle. Schlussendlich lief ich die 20km in 1:20,53 und konnte endlich auch mal meine Halbmarathonleistung in einem Triathlon umsetzen. Im Ziel wartet dann Norbert schon mit einem kalten Bier auf mich…..SUPER!

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass mir gestern beim Radfahren der letzte Kick gefehlt hat, Laufen super lief, der Triathlon in Kulmbach sehr gut organisiert ist, der Wettkampf trotz des Schocks nach dem Schwimmen Spass gemacht hat und bis zum 17.07.2011 verstärkt Radfahren und Schwimmen aufm Trainingsplan stehen wird. Meine Gesamtzeit von 4:38,54 war dann noch für Gesamtplatz 103 gut.

 

Mönchshof Triathlon

Die Kohlehydratspeicher sind gefüllt, die Beine rasiert und die Tasche gepackt. Jetzt dann noch schnell zum Friseur und schon kanns losgehen ins fränkische Kulmbach. Dort steht morgen mein zweiter Wettkampf über die Mitteldistanz (2-85-20) an, der zugleich auch die Deutsche Meisterschaft beeinhaltet.

Meine Vorstellung ist eine Zeit um die 4:30 Stunden. Schwimmen wäre ich mit der gleichen Zeit wie in St. Pölten sehr zufrieden, Radfahren sollte passen und beim Laufen habe ich nach St. Pölten noch die Trainingszügel angezogen und auch hier hoffe ich, dass sich das im Wettkampf am Sonntag bemerkbar macht. Über 20km sollte eine sub 1:25 doch drin sein.

Jetzt noch Daumen drücken, dass das Wetter hält, trockene 22 Grad bei wenig Wind wären ideal.